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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Kunststoffräder B15

Die Räder der Baureihe B15 bestehen durchgehend aus Kunststoff und laufen auf Kugellagern statt auf Rollenlagern. HUG Technik führt die Größe 200 x 50 mm mit 1.200 kg Tragfähigkeit je Rad ab Lager, mit 25 mm Achsbohrung und nur 1,42 kg Eigengewicht. Die Kugellagerung ist das Merkmal, das diese Baureihe von der übrigen Kunststoffreihe trennt.

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Thomas Klosik

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Aufbau der Baureihe B15

Lauffläche und Radkörper bestehen aus demselben Kunststoff und bilden ein einziges Bauteil – ohne aufgezogene Bandage, ohne Klebefuge, ohne Felge. In der Nabe sitzt ein Kugellager. Das ist der gesamte Aufbau, und genau diese Einfachheit macht die Bauart robust: Es gibt kein Bauteil, das sich lösen, aufquellen oder ablösen könnte.

B15 ist die Radtyp-Kennung des Rollenprogramms und taucht als Kürzel hinter dem Punkt in den Bezeichnungen kompletter Rollen auf – bei der starren Schwerlast-Bockrolle RR110.B15, der schwenkbaren RR120.B15 und der Doppelrolle derselben Kennung.

Die Werkstoffgrundlagen zu harten Kunststoffbelägen – Härte, Leichtläufigkeit, Chemikalienbeständigkeit – stehen im Bereich Kunststoffräder. Auf dieser Seite geht es um das, was diese Baureihe von der anderen unterscheidet: die Lagerung.

Kugellager statt Rollenlager

Nach dem Blickle-Ratgeber zu Radlagerarten haben Kugellager die besten Anfahr- und Rolleigenschaften, das geringste Lagerspiel, hohe Tragfähigkeiten und eignen sich für höhere Geschwindigkeiten. Rollenlager sind demgegenüber robust, widerstandsfähig und weitgehend wartungsfrei, brauchen wenig Einbauraum und haben ein geringes radiales Lagerspiel; Gleitlager schließlich weisen die ungünstigsten Reibwerte auf.

Im Alltag zeigt sich der Unterschied vor allem beim Losfahren. Ein kugelgelagertes Rad braucht weniger Kraft, um aus dem Stand in Bewegung zu kommen – bei einem beladenen Wagen mit vier Rädern summiert sich das spürbar. Auch bei höheren Fahrgeschwindigkeiten, etwa hinter einem Schlepper oder auf langen Strecken, ist die Kugellagerung die passende Wahl.

Das geringere Lagerspiel bringt einen zweiten, weniger offensichtlichen Vorteil: Das Rad steht ruhiger auf der Achse, läuft runder und schlägt beim Umschwenken einer Lenkrolle weniger. Der Preis dafür ist etwas mehr Empfindlichkeit gegen Stöße und Verschmutzung – ein Rollenlager steckt Kantenschläge und Späne gutmütiger weg.

B15 und B10 bei 200 x 50 mm

Beide Kunststoffbaureihen führen die Größe 200 x 50 mm, und der Vergleich zeigt genau, was die Kugellagerung kostet und bringt. Die Rollenlager-Ausführung trägt 1.000 kg, wiegt 0,92 kg und hat 20 mm Achsbohrung. Die Kugellager-Ausführung trägt 1.200 kg, wiegt 1,42 kg und hat 25 mm Achsbohrung.

Zwanzig Prozent mehr Tragkraft, dafür 54 Prozent mehr Radgewicht: Das Mehrgewicht steckt im Lager und im kräftigeren Nabenbereich, der die größere Bohrung aufnimmt. Für das Handling ist das unerheblich – beide Räder wiegen deutlich unter zwei Kilogramm.

Entscheidend ist die Achse. 20 und 25 mm sind nicht gegeneinander tauschbar, ein Rad der einen Baureihe passt also nicht ohne Weiteres in die Gabel der anderen. Wer von der einen auf die andere wechseln will, prüft zuerst den Achsdurchmesser am Gerät. Die Rollenlager-Ausführung mit ihren acht Größen steht als Kunststoffräder B10 im Sortiment.

Warum 25 statt 20 Millimeter Achse

Die Achse ist bei jeder Rolle ein tragendes Bauteil und wird auf Biegung und Scherung belastet. Ihre Belastbarkeit wächst überproportional mit dem Durchmesser – deshalb steigt bei praktisch allen Radbaureihen die Achsbohrung mit der Tragkraft mit, nicht mit dem Raddurchmesser.

Bei 1.200 kg je Rad wäre eine 20-mm-Achse rechnerisch zwar möglich, aber sie wäre der schwächste Punkt der Kette. Die zulässige Belastung einer kompletten Rolle ist immer der kleinste Wert aus Rad, Radlager, Achse, Gabel und Befestigung – eine unterdimensionierte Achse würde die Tragkraft des Rades verschenken.

Für den Ersatzfall ist die Achsbohrung deshalb das wichtigste Passmaß. Sie nutzt sich nicht ab und lässt sich am ausgebauten Rad zuverlässig messen. Zweites Passmaß ist die Nabenlänge, in den Artikeldaten als Ausladung geführt: 60 mm bei diesem Rad. Sie bestimmt, ob das Rad zwischen die Gabelschenkel passt.

Maße im direkten Vergleich

Die lagernde Größe der Baureihe, gegenübergestellt der gleich großen Rollenlager-Ausführung.

BaureiheRad Ø x BreiteTragfähigkeitLagerungAchsbohrungNabenlängeRadgewicht
B15200 x 50 mm1.200 kgKugellager25 mm60 mm1,42 kg
B10200 x 50 mm1.000 kgRollenlager20 mm58 mm0,92 kg

Die Baureihe ist über 150 bis 250 mm Raddurchmesser aufgebaut. Die Tragfähigkeit gilt je Rad und stammt aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884 auf einem rotatorischen Scheibenprüfstand bei glattem Boden und Schrittgeschwindigkeit. Für die Auslegung eines Fahrgestells rechnet man bei vier Rädern nur mit drei tragenden, weil sich die Last auf unebenem Boden nie gleichmäßig verteilt.

Wo B15-Räder verbaut sind

Dieses Rad ist das Standardrad der geschweißten Schwerlastrollen im Programm. Dort sitzt es in Größen von 85 bis 200 mm und trägt je nach Ausführung 400 bis 1.200 kg – die flachste Variante bringt 1.200 kg auf nur 125 mm Bauhöhe. Zweiter Einsatzort sind Doppelrollen, bei denen zwei dieser Räder nebeneinander bis 2.000 kg je Aufstandspunkt tragen.

Der typische Ersatzfall: Die Lauffläche ist eingelaufen, ausgebrochen oder hat sich unter Dauerlast verformt, während Gehäuse, Drehkranz und Anschraubplatte noch in Ordnung sind. Dann ersetzt das einzelne Rad die komplette Rolle, und das Bohrbild am Gerät bleibt unangetastet.

Messen Sie vor der Bestellung am ausgebauten Rad drei Werte: Außendurchmesser der Lauffläche, Innendurchmesser der Lagerbohrung und Maß über die Nabe. Der Laufflächendurchmesser eines gebrauchten Rades liegt durch Verschleiß immer unter dem Nennwert – runden Sie auf die nächste Katalogstufe auf. Den Überblick über alle vier Radwerkstoffe gibt der Bereich Ersatzräder.

FAQ zu Kunststoffrädern B15

  • Was unterscheidet B15 von B10? Die Lagerung. B15-Räder laufen auf Kugellagern, B10-Räder auf Rollenlagern. Kugellager haben die besten Anfahr- und Rolleigenschaften und das geringste Lagerspiel, Rollenlager sind robuster gegen Stöße und Verschmutzung. Der Werkstoff ist bei beiden derselbe: durchgehender Kunststoff ohne aufgezogene Bandage.
  • Wie viel trägt das Rad? 1.200 kg bei 200 mm Durchmesser und 50 mm Breite – 20 Prozent mehr als die gleich große Rollenlager-Ausführung mit 1.000 kg. Der Wert gilt je Rad. Rechnen Sie bei vier Rädern nur mit drei tragenden, weil sich die Last auf unebenem Boden nie gleichmäßig verteilt.
  • Passt ein B15-Rad in eine B10-Gabel? Nicht ohne Prüfung. Die Achsbohrung beträgt bei diesem Rad 25 mm, bei der gleich großen Rollenlager-Ausführung 20 mm – beide sind nicht gegeneinander tauschbar. Prüfen Sie den Achsdurchmesser am Gerät, bevor Sie zwischen den Baureihen wechseln. Auch die Nabenlänge weicht um zwei Millimeter ab.
  • Warum wächst die Achsbohrung mit der Tragkraft? Weil die Achse auf Biegung und Scherung belastet wird und ihre Belastbarkeit überproportional mit dem Durchmesser steigt. Bei 1.200 kg wäre eine 20-mm-Achse der schwächste Punkt der Kette aus Rad, Lager, Achse, Gabel und Befestigung – und würde die Tragkraft des Rades verschenken.
  • Wann lohnt sich die Kugellagerung? Wenn Wagen häufig aus dem Stand angefahren werden, wenn hohe Lasten von Hand bewegt werden oder wenn schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren wird, etwa hinter einem Schlepper. Kugellager brauchen weniger Anfahrkraft und laufen ruhiger; Rollenlager sind dafür unempfindlicher gegen Kantenschläge und Späne.
  • Was gehört bei diesem Rad in die Wartung? Nur eine Sichtprüfung. Beidseitig abgedichtete Kugellager der Bauform 2RS sind auf Lebensdauer gefüllt und dürfen nicht nachgeschmiert werden. Kontrollieren Sie stattdessen regelmäßig, ob sich Fäden, Umreifungsbänder oder Folienreste um die Achse gewickelt haben – das ist die häufigste Ursache für schwergängige Räder.
  • Wie verhält sich Polyamid bei Dauernässe? Es rostet nicht und verträgt Öle, Fette und gängige Reinigungsmittel, nimmt aber Feuchtigkeit auf – im Normklima 2,7 bis 3,1 Prozent. Das eingelagerte Wasser wirkt als Weichmacher und senkt Steifigkeit und Maßhaltigkeit. Planen Sie im Dauernassbetrieb Tragkraftreserve ein und lagern Sie Ersatzräder trocken.
  • Was muss ich vor dem Nachkauf prüfen? Ob die vorhandene Achse 25 mm hat, ob zwischen den Gabelschenkeln 60 mm lichter Abstand für die Nabe bleiben und ob das Gehäuse ein 200 mm-Rad aufnimmt. Der Laufflächendurchmesser des alten Rades taugt nur bedingt als Maß, weil er durch Verschleiß immer unter dem Nennwert liegt.

Kunststoffräder B15 bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe B15 von BS ROLLEN liegt die Größe 200 x 50 mm mit 1.200 kg Tragfähigkeit ab Lager – durchgehender Kunststoffkörper, Kugellager in der Nabe, 25 mm Achsbohrung und 60 mm Nabenlänge bei 1,42 kg Radgewicht. Passend dazu: Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Lagerart, Achsmaß und Tragkraft statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.