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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Vollgummiräder B55

Die Räder der Baureihe B55 haben eine schwarze Gummilauffläche auf einem verzinkten Stahl-Radkörper und laufen auf Rollenlagern. HUG Technik führt fünf Größen von 80 bis 200 mm Durchmesser ab Lager, mit Tragkräften von 50 bis 205 kg je Rad. Der Stahlkern macht sie zur stoßfesteren der beiden Gummibaureihen.

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Thomas Klosik

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Aufbau der Baureihe B55

Ein verzinkter Radkörper aus Stahl trägt eine massiv aufgezogene Lauffläche aus schwarzem Gummi; in der Nabe sitzt ein Rollenlager. Massiv heißt: keine Luftkammer, kein Ventil, kein Schlauch – das Rad kann weder platzen noch Luft verlieren und braucht keine Druckkontrolle.

B55 ist die Radtyp-Kennung des Rollenprogramms und taucht als Kürzel hinter dem Punkt in den Bezeichnungen kompletter Rollen auf. Die Grundlagen zu elastischen Gummibelägen, ihre Laufruhe und der Vergleich zum Luftrad stehen im Bereich Vollgummiräder.

Die fünf Größen decken den leichten bis mittleren Transportbereich ab: 50 kg beim 80er, 205 kg beim 200er Rad. Wer deutlich mehr braucht, wechselt den Werkstoff – der komplette Vergleich steht im Bereich Ersatzräder.

Was der verzinkte Stahlkern leistet

Der Radkörper hat zwei Aufgaben, die man ihm von außen nicht ansieht: Er hält die Lauffläche in Form, und er gibt dem Lager einen festen Sitz. Beides erledigt Stahl besser als Kunststoff – er ist steifer, formstabiler und nimmt Schläge auf, ohne dauerhaft nachzugeben.

Spürbar wird das an Kanten. Rollt ein Wagen über eine Rampenkante, eine Türschwelle oder einen Aufzugsspalt, trifft die Last stoßartig auf einen kleinen Bereich des Rades. Der Gummibelag federt einen Teil davon ab, den Rest muss der Radkörper aufnehmen. Ein Stahlkern verkraftet das dauerhaft; bei einem Kunststoffkörper kann sich der Lagersitz mit der Zeit aufweiten, und dann bekommt das Rad Spiel.

Die Verzinkung schützt den Stahl gegen Korrosion – wichtig, weil der Radkörper an der Nabe und an den Flanken offen liegt und bei jeder Reinigung Wasser abbekommt. Gegenüber der Ausführung mit Kunststoffkörper wiegt die Stahlvariante allerdings mehr: 0,22 statt 0,14 kg beim kleinsten und 1,90 statt 1,60 kg beim größten Rad. Wo Gewicht zählt, ist die Baureihe B46 mit Kunststoffkörper die leichtere Wahl.

Dämpfung für empfindliche Ladung

Ein elastischer Gummibelag schützt nicht nur den Boden, sondern auch das, was auf dem Wagen steht. Fachbeiträge zum innerbetrieblichen Transport empfehlen elastische Beläge, Doppelrollen und gefederte Rollen ausdrücklich dann, wenn empfindliche Technik bewegt wird – der Belag absorbiert Schwingungen, die sonst ungefiltert in die Ladung gehen.

Der Mechanismus ist einfach: Je weicher der Laufbelag, desto größer die Kontaktfläche und desto länger der Weg, über den ein Stoß abgebaut wird. Blickle nennt für Elastik-Vollgummi eine Härte von 65 ± 3 Shore A und für Standard-Vollgummi 80 +5/−10 Shore A – beides deutlich weicher als Polyurethan mit typischerweise über 90 Shore A und erst recht als Kunststoff, der in Shore D gemessen wird.

Zwei Anwendungsbilder folgen daraus. Erstens Wagen für Messtechnik, Elektronik, Glas, Laborgeräte und bestückte Baugruppen, bei denen Erschütterungen Schaden anrichten. Zweitens Bereiche, in denen Laufgeräusch stört – Krankenhäuser, Hotels, Verkaufsräume, Nachtschichten. Gummi ist der leiseste der massiven Laufbeläge.

Wo Gummi an seine Grenze kommt

Drei Grenzen sollte man kennen. Die erste ist die Tragkraft: Bei 205 kg je Rad ist in dieser Baureihe Schluss. Das liegt an der Weichheit des Belags – was gut dämpft, trägt weniger, weil sich der Werkstoff unter hoher Pressung zu stark verformt.

Die zweite Grenze sind Öle und Chemikalien. Nach der Werkstoffbeschreibung von Blickle hat Vollgummi nur eine begrenzte Chemikalienbeständigkeit und ist gegen Öle nicht beständig, während Polyurethan dort sehr gut abschneidet. In Werkstätten mit Kühlschmierstoff, in Ölbindebereichen und an Maschinen mit Leckage ist ein Gummirad deshalb die falsche Wahl.

Die dritte Grenze ist die Standplattenbildung. Ein weicher Belag, der lange unter Last steht, behält die Abflachung länger als ein harter. Bei Geräten, die wochenlang beladen an derselben Stelle stehen, ist Polyurethan oder Kunststoff die formstabilere Lösung – etwa die Kunststoffräder B10, die bei gleichen Durchmessern ein Vielfaches tragen.

Größen und Achsmaße

Alle fünf Größen mit Tragkraft, Passmaßen und Gewicht.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitAchsbohrungNabenlängeRadgewicht
80 x 25 mm50 kg12 mm40 mm0,22 kg
100 x 30 mm70 kg12 mm40 mm0,31 kg
125 x 37 mm100 kg15 mm50 mm0,60 kg
160 x 40 mm135 kg20 mm60 mm1,06 kg
200 x 50 mm205 kg20 mm60 mm1,90 kg

Die Nabenlänge ist in den Artikeldaten als Ausladung geführt und liegt bei allen Größen über der Radbreite. Beim Nachkaufen sind Achsbohrung und Nabenlänge die verlässlichen Maße, weil sie sich nicht abnutzen – der Laufflächendurchmesser eines gebrauchten Rades ist durch Verschleiß immer kleiner als der Nennwert. Die Tragfähigkeiten stammen aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884.

Wann B55 und wann etwas anderes

Diese Baureihe passt, wenn drei Punkte zusammenkommen: mittlere Last bis 205 kg je Rad, Bedarf an Laufruhe und Dämpfung, und ein Untergrund mit Kanten oder Schwellen, der einen stoßfesten Radkörper verlangt.

Fällt der dritte Punkt weg und zählt stattdessen die Bodenoptik, ist die graue Ausführung die bessere Wahl – sie trägt bei gleicher Größe exakt dasselbe, färbt aber nicht ab und wiegt weniger. Fällt der zweite Punkt weg und es geht nur um Tragkraft und Leichtläufigkeit, sind Kunststoffräder die wirtschaftlichere Klasse.

Und wenn Öl, Kühlschmierstoff oder Chemikalien im Spiel sind, verlässt die Auswahl den Gummibereich ganz. Dann ist Polyurethan der Werkstoff der Wahl: bodenschonend wie Gummi, aber ölbeständig und mit deutlich höherer Tragkraft. Komplette Rollen mit allen Radwerkstoffen zeigt der Bereich Transportrollen.

FAQ zu Vollgummirädern B55

  • Warum ein Radkörper aus Stahl? Weil er steifer und stoßfester ist als Kunststoff. Er hält die Lauffläche in Form und gibt dem Rollenlager einen festen Sitz. An Rampenkanten, Türschwellen und Aufzugsspalten trifft die Last stoßartig auf einen kleinen Radbereich – ein Kunststoffkörper kann dort mit der Zeit im Lagersitz aufweiten, ein Stahlkern nicht.
  • Sind schwarze Gummiräder belastbarer als graue? Nein. Beide Baureihen tragen bei gleicher Größe exakt dasselbe: 70 kg bei 100 mm, 100 kg bei 125 mm, 135 kg bei 160 mm und 205 kg bei 200 mm. Der Unterschied liegt im Radkörper und in der Bodenoptik – schwarzer Gummi kann auf hellen Böden Spuren hinterlassen, grauer nicht.
  • Sind Gummiräder ölbeständig? Nein. Vollgummi hat nur eine begrenzte Chemikalienbeständigkeit und ist gegen Öle nicht beständig. In Werkstätten mit Kühlschmierstoff, in Ölbindebereichen und an Maschinen mit Leckage ist Polyurethan der richtige Werkstoff – es ist ebenfalls bodenschonend, aber gegen Mineralöle und Fette beständig.
  • Warum tragen Gummiräder weniger als Kunststoffräder? Weil sie weicher sind. Was gut dämpft, verformt sich unter hoher Pressung stärker und trägt deshalb weniger. Vollgummi liegt bei 65 bis 80 Shore A, Kunststoff wird in Shore D gemessen und ist ungleich härter. Bei 200 mm Durchmesser trägt ein Gummirad 205 kg, ein Kunststoffrad mehrere hundert Kilogramm.
  • Wofür eignet sich die Dämpfung? Für Wagen mit empfindlicher Ladung – Messtechnik, Elektronik, Glas, Laborgeräte, bestückte Baugruppen. Der elastische Belag absorbiert Schwingungen, die sonst ungefiltert in die Ladung gehen. Zweiter Anwendungsfall sind geräuschsensible Bereiche wie Krankenhäuser, Hotels und Verkaufsräume; Gummi ist der leiseste massive Laufbelag.
  • Auf welche Achsen passen die Räder? Auf 12 mm bei 80 und 100 mm Raddurchmesser, auf 15 mm bei 125 mm und auf 20 mm bei 160 und 200 mm. Dazu muss die Nabenlänge zum lichten Abstand zwischen den Gabelschenkeln passen; sie beträgt 40, 50 beziehungsweise 60 mm. Beide Maße nutzen sich nicht ab und lassen sich am Altrad zuverlässig abgreifen.
  • Bekommen Gummiräder Standplatten? Eher als härtere Beläge. Ein weicher Belag, der lange unter Last steht, behält die Abflachung länger. Verfahren Sie dauerhaft beladene Geräte gelegentlich ein Stück oder fangen Sie die Last über Abstellstützen ab. Bei wochenlanger Standlast sind Polyurethan- oder Kunststoffräder die formstabilere Lösung.
  • Wie oft sollte ich die Räder kontrollieren? Bei täglich genutzten Wagen lohnt ein kurzer Blick im Wochenrhythmus. Geprüft werden drei Dinge: aufgewickelte Fäden, Umreifungsbänder und Folienreste an der Achse, Risse und Ausbrüche im Gummibelag sowie spürbares Spiel zwischen Rad und Achse. Die Rollenlager selbst sind robust und weitgehend wartungsfrei.

Vollgummiräder B55 bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe B55 von BS ROLLEN liegen alle fünf Größen ab Lager: 80 x 25, 100 x 30, 125 x 37, 160 x 40 und 200 x 50 mm mit 50 bis 205 kg je Rad, schwarzer Gummi auf verzinktem Stahl-Radkörper und Rollenlager in der Nabe. Passend dazu:
  • Gummiräder B46 – dieselben Tragkräfte mit grauem, nicht abfärbendem Belag auf Kunststoff-Radkörper
  • PU-Räder – bodenschonend wie Gummi, aber ölbeständig und deutlich höher belastbar
  • Ersatzräder – alle vier Radwerkstoffe im direkten Vergleich
  • Lenkrollen – komplette schwenkbare Rollen, wenn nicht nur das Rad verschlissen ist
Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Passmaßen, Dämpfung und Medienbeständigkeit statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.