Gummiräder B46
Die Räder der Baureihe B46 haben eine graue, nicht abfärbende Gummilauffläche auf einem Radkörper aus Kunststoff und laufen auf Rollenlagern. HUG Technik führt fünf Größen von 80 bis 200 mm Durchmesser ab Lager, mit Tragkräften von 50 bis 205 kg je Rad. Sie sind die leichtesten Räder ihrer Lastklasse im Sortiment.Inhalt im Überblick
Aufbau der Baureihe B46
Drei Merkmale beschreiben dieses Rad vollständig: eine Lauffläche aus grauem Gummi, ein Radkörper aus Kunststoff und ein Rollenlager in der Nabe. Der Gummi ist massiv aufgezogen – es gibt keine Luftkammer, kein Ventil und keinen Schlauch, das Rad kann also weder platzen noch Luft verlieren.
B46 ist die Radtyp-Kennung des Rollenprogramms; sie taucht als Kürzel hinter dem Punkt in den Bezeichnungen kompletter Rollen auf. Die Grundlagen zu elastischen Gummibelägen, ihre Laufruhe und der Vergleich zum Luftrad stehen im Bereich Vollgummiräder.
Diese Baureihe deckt den leichten bis mittleren Transportbereich ab: 50 kg beim kleinsten, 205 kg beim größten Rad. Für Lasten darüber führt der Weg zu Polyurethan oder Kunststoff – der komplette Werkstoffvergleich steht im Bereich Ersatzräder.
Was nicht abfärbend praktisch bedeutet
Grauer Gummi enthält keinen Industrieruß als Füllstoff – deshalb hinterlässt er keine schwarzen Striche auf hellen Böden. Der Effekt ist überall dort sichtbar, wo Wagen häufig rangiert werden: an Wendepunkten, vor Türen, an Regalenden. Schwarze Beläge zeichnen dort Spuren, die sich nur mit Aufwand entfernen lassen.
Der zweite, weniger bekannte Aspekt betrifft die Reinigung. Abrieb, der sich nicht in den Boden einreibt, lässt sich einfacher aufnehmen. In Bereichen mit Sichtboden – Verkaufsräume, Ausstellungsflächen, Laborgänge, helle Bürobereiche – ist das der Hauptgrund, zum grauen Belag zu greifen.
Die Laufeigenschaften bleiben davon unberührt. Ein elastischer Gummibelag dämpft Stöße, läuft leise und schont den Boden; Blickle nennt für Elastik-Vollgummi eine Härte von 65 ± 3 Shore A und einen Rollwiderstand unter 1,2 Prozent, für Standard-Vollgummi 80 +5/−10 Shore A. Beide Werte liegen deutlich unter der Härte eines Kunststoff- oder Polyurethanrades – Gummi ist der nachgiebigste der massiven Beläge.
Der Kunststoff-Radkörper
Unter dem Gummi sitzt bei dieser Baureihe ein Radkörper aus Kunststoff statt aus Stahl. Das macht sich im Gewicht bemerkbar: 0,14 kg beim 80er Rad, 1,60 kg beim 200er. Das entsprechende Rad mit Stahlkörper wiegt in denselben Größen 0,22 beziehungsweise 1,90 kg – je nach Größe 4 bis 36 Prozent mehr.
Der zweite Vorteil ist Korrosionsfreiheit. Ein Kunststoffkörper rostet nicht, auch nicht dort, wo der Gummi beschädigt ist oder die Nabe freiliegt. In feuchten Bereichen, bei häufiger Reinigung und in Räumen mit wechselnder Luftfeuchte ist das ein echter Standzeitgewinn.
Die Grenze liegt in der Steifigkeit. Ein Kunststoffkörper gibt unter sehr hoher Punktlast eher nach als Stahl, und der Lagersitz ist weniger stoßfest. Für den leichten bis mittleren Transportbereich, den diese Baureihe abdeckt, spielt das keine Rolle – bei harten Stößen über Kanten und Schwellen ist die Ausführung mit Stahl-Radkörper B55 die robustere Wahl.
Rollenlager statt Kugellager
In der Nabe sitzt ein Rollenlager: zylindrische Rollen in einem Käfig, die linienförmig tragen statt punktförmig wie Kugeln. Nach dem Blickle-Ratgeber zu Radlagerarten sind Rollenlager robust, widerstandsfähig und weitgehend wartungsfrei; sie brauchen wenig Einbauraum und haben ein geringes radiales Lagerspiel. Weil bei der Drehung Rollreibung statt Gleitreibung auftritt, bleibt der Rollwiderstand auch bei höheren Belastungen gering.
Gegenüber einem Gleitlager ist das ein deutlicher Fortschritt: Gleitlager weisen laut derselben Quelle die ungünstigsten Reibwerte auf und führen zu relativ hohem Anfahr- und Rollwiderstand. Gegenüber einem Kugellager läuft ein Rollenlager etwas schwerer an – Kugellager haben die besten Anfahr- und Rolleigenschaften –, ist dafür aber unempfindlicher gegen Stöße und Verschmutzung.
Für den Alltag heißt das: Wagen mit diesen Rädern lassen sich leicht schieben, brauchen aber einen Moment mehr Kraft zum Losfahren als kugelgelagerte Schwerlasträder. Wartung fällt keine an; die einzige regelmäßige Aufgabe ist, aufgewickelte Fäden, Bänder und Folienreste von der Achse zu entfernen.
Größen, Bohrungen und Gewichte
Alle fünf Größen mit Tragkraft, Passmaßen und Gewicht.
| Rad Ø x Breite | Tragfähigkeit | Achsbohrung | Nabenlänge | Radgewicht |
|---|---|---|---|---|
| 80 x 30 mm | 50 kg | 12 mm | 40 mm | 0,14 kg |
| 100 x 30 mm | 70 kg | 12 mm | 40 mm | 0,27 kg |
| 125 x 37,5 mm | 100 kg | 15 mm | 50 mm | 0,46 kg |
| 160 x 40 mm | 135 kg | 20 mm | 60 mm | 1,01 kg |
| 200 x 50 mm | 205 kg | 20 mm | 60 mm | 1,60 kg |
Die Nabenlänge ist in den Artikeldaten als Ausladung geführt und liegt bei allen Größen über der Radbreite, weil die Nabe seitlich übersteht. Achsbohrung und Nabenlänge sind die verlässlichen Passmaße beim Nachkaufen – der Laufflächendurchmesser ist durch Verschleiß meist kleiner als der Nennwert. Die Tragfähigkeiten stammen aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884.
Grau oder schwarz: die echte Entscheidung
Beide Gummibaureihen im Sortiment tragen bei gleicher Größe exakt dasselbe: 70 kg bei 100 mm, 100 kg bei 125 mm, 135 kg bei 160 mm und 205 kg bei 200 mm Durchmesser. Die Tragkraft ist damit kein Auswahlkriterium – wer zwischen grau und schwarz wählt, entscheidet über etwas anderes.
Drei Punkte machen den Unterschied. Erstens die Bodenoptik: Grauer Gummi färbt nicht ab und hinterlässt keine Streifen, schwarzer kann auf hellen Böden Spuren ziehen. Zweitens das Gewicht: Der Kunststoffkörper der grauen Baureihe ist je nach Größe 4 bis 36 Prozent leichter. Drittens die Robustheit des Kerns: Ein verzinkter Stahlkörper steckt harte Stöße und Kantenschläge besser weg.
Als Faustregel: Sichtboden, häufiges Rangieren, viel Handling am Gerät sprechen für die graue Ausführung. Rauer Betonboden, Rampen, Kanten und Außenbereiche sprechen für die schwarze mit Stahlkörper. Braucht das Gerät deutlich mehr als 205 kg je Rad, verlässt die Auswahl den Gummibereich – dann sind Polyurethan- oder Kunststoffräder die richtige Klasse.
FAQ zu Gummirädern B46
- Was heißt nicht abfärbend? Der graue Gummi enthält keinen Industrieruß als Füllstoff und hinterlässt deshalb keine schwarzen Striche auf hellen Böden. Sichtbar wird das vor allem an Wendepunkten, vor Türen und an Regalenden, wo Wagen häufig rangiert werden. Für Verkaufsräume, Ausstellungsflächen und helle Bürobereiche ist das der Hauptgrund für den grauen Belag.
- Wie viel tragen die Räder? Von 50 kg beim 80er bis 205 kg beim 200er Rad, jeweils je Rad. Damit deckt die Baureihe den leichten bis mittleren Transportbereich ab. Rechnen Sie bei vier Rädern nur mit drei tragenden, weil sich die Last auf unebenem Boden nie gleichmäßig verteilt.
- Tragen graue Räder weniger als schwarze? Nein. Beide Gummibaureihen im Sortiment haben bei gleicher Größe exakt dieselben Werte – 70 kg bei 100 mm, 100 kg bei 125 mm, 135 kg bei 160 mm und 205 kg bei 200 mm. Die Auswahl fällt über Bodenoptik, Radgewicht und Robustheit des Radkörpers, nicht über die Tragkraft.
- Was bringt der Kunststoff-Radkörper? Gewicht und Korrosionsfreiheit. Je nach Größe wiegen diese Räder 4 bis 36 Prozent weniger als die Ausführung mit Stahlkörper, und sie rosten auch dann nicht, wenn der Gummi beschädigt ist. Bei harten Stößen über Kanten und Schwellen ist ein Stahlkörper allerdings die stoßfestere Lösung.
- Wie wirkt sich die Rollenlagerung auf den Schiebeaufwand aus? Das Rad rollt leicht, braucht zum Losfahren aber etwas mehr Kraft als ein kugelgelagertes. Zylindrische Rollen in einem Käfig erzeugen Rollreibung statt Gleitreibung, weshalb der Rollwiderstand auch bei höheren Lasten gering bleibt. Gegenüber Gleitlagern ist das ein deutlicher Fortschritt, gegenüber Kugellagern ein kleiner Rückschritt.
- Welche Achsbohrungen gibt es? Drei: 12 mm bei 80 und 100 mm Raddurchmesser, 15 mm bei 125 mm und 20 mm bei 160 und 200 mm. Die Nabenlänge folgt derselben Staffelung mit 40, 50 und 60 mm. Beide Maße sind beim Nachkaufen entscheidend, weil sie sich im Gegensatz zum Laufflächendurchmesser nicht abnutzen.
- Kann ein Vollgummirad platzen? Nein. Der Gummi ist massiv auf den Radkörper aufgezogen – es gibt keine Luftkammer, kein Ventil und keinen Schlauch. Damit entfällt jede Pannengefahr und jede Druckkontrolle. Der Nachteil gegenüber einem Luftrad ist die geringere Federung auf grobem, unebenem Untergrund.
- Wie erkenne ich, wann ein Rad getauscht werden muss? An drei Anzeichen: sichtbar abgefahrener oder eingerissener Belag, spürbares Spiel zwischen Rad und Achse, und ein Rad, das sich nicht mehr frei dreht. Prüfen Sie im letzten Fall zuerst, ob sich Fäden oder Folienreste um die Achse gewickelt haben – das ist die häufigste Ursache für Schwergängigkeit.
Gummiräder B46 bei HUG
Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe B46 von BS ROLLEN liegen alle fünf Größen ab Lager: 80 x 30, 100 x 30, 125 x 37,5, 160 x 40 und 200 x 50 mm mit 50 bis 205 kg je Rad, grauer nicht abfärbender Gummi auf Kunststoff-Radkörper und Rollenlager in der Nabe. Passend dazu:- Vollgummiräder B55 – dieselben Tragkräfte mit schwarzem Gummi auf verzinktem Stahl-Radkörper
- Kunststoffräder B10 – härter, leichter rollend und deutlich höher belastbar
- Ersatzräder – alle vier Radwerkstoffe im direkten Vergleich
- Transportrollen – komplette Rollen mit Gehäuse, wenn nicht nur das Rad verschlissen ist
