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Stehlager-Gehäuse SP- bis SS-Serie

Dieses Buchstabenfach versammelt die Gehäuse, die entweder nicht rosten oder nicht brechen sollen: Edelstahlgehäuse für Wasch- und Nassbereiche und geteilte Sphärogussgehäuse mit vollem Fuß für Stoßlasten. HUG führt hier 15 Gehäuse ab Lager, die zusammen Wellendurchmesser von 20 bis 75 Millimetern abdecken.
Erwin Küfner

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Erwin Küfner

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Was in diesem Buchstabenfach steht

Die Kategorie sortiert nach dem Anfangsbuchstaben des Kurzzeichens. Dahinter stehen vier Bauarten, die zwei ganz verschiedene Probleme lösen — Korrosion auf der einen Seite, Bruchfestigkeit auf der anderen.
KurzzeichenBauformFußWellenBei HUG
SP 205 – SP 208einteilig, für Spannlagerzwei Durchgangsbohrungen25–40 mm4 Artikel
SPA 204 – SPA 212einteilig, für SpannlagerGewindefuß, von unten verschraubt20–60 mm8 Artikel
SSED 213 / 215geteilt, Sphärogussvoller Fuß ohne Bohrungen65 / 75 mm2 Artikel
SSNLD 512-610geteilt, Sphärogussvoller Fuß ohne Bohrungen45 oder 55 mm1 Artikel
Die beiden Gruppen haben unterschiedliche Einsatzprofile. Die einteiligen Gehäuse nehmen ein Spannlager mit balligem Außenring auf und decken den Bereich leichter bis mittlerer Lasten ab. Die geteilten Sphärogussgehäuse gehören zur Baukastenfamilie der Industriegehäuse, bei der Lager, Dichtungen, Endabdeckungen und Festringe getrennt bestellt werden — die Grundlagen dazu stehen auf der Seite SNL-Serie.

Durchgangsloch oder Gewindefuß

Der Unterschied zwischen SP und SPA steckt allein im Fuß und entscheidet darüber, von welcher Seite geschraubt wird.
  • SP: zwei Durchgangsbohrungen im Fuß. Die Schrauben kommen von oben durch das Gehäuse und werden in die Anschlusskonstruktion eingedreht — die klassische Stehlagerbefestigung.
  • SPA: Gewindefuß. Die Schrauben kommen von unten durch die Anschlusskonstruktion und werden in das Gehäuse eingedreht. Die Bauform ist kürzer, hält die Fläche über dem Gehäuse frei und eignet sich, wenn von oben kein Werkzeug ansetzen kann.
Diese Gegenüberstellung zieht sich durch das gesamte Stehlagerprogramm: Was hier SP und SPA heißt, entspricht bei den Graugussreihen dem langen und dem kurzen Fuß, die auf den Seiten A-Serie und SA- bis SH-Serie beschrieben sind. Die Zahl im Kurzzeichen benennt in beiden Fällen die Baugröße des Spannlagers, nicht die Welle: 204 steht für 20 Millimeter, 205 für 25, 206 für 30, 207 für 35, 208 für 40, 209 für 45, 210 für 50, 211 für 55 und 212 für 60 Millimeter. Bei HUG deckt die Ausführung mit Gewindefuß den kompletten Bereich von 20 bis 60 Millimetern ab, die Ausführung mit Durchgangsbohrungen den Ausschnitt von 25 bis 40 Millimetern.

Edelstahl statt lackiertem Guss

Der Hersteller ordnet die Reihen SP und SPA seinen Edelstahlgehäusen zu und kombiniert sie mit Spannlagern aus nichtrostendem Stahl; als Größenbereich nennt er 20 bis 60 Millimeter Wellendurchmesser. Grauguss führt derselbe Hersteller ausschließlich unter den Kurzzeichen UCP, UCF und UCFL. Wer diese Gehäuse also gegen ein lackiertes Gussgehäuse tauscht, wechselt nicht nur die Marke, sondern die Werkstoffklasse. Der praktische Unterschied zeigt sich dort, wo regelmäßig gereinigt wird. Ein lackiertes Graugussgehäuse ist nur so lange geschützt, wie die Lackschicht unversehrt bleibt; ein Schlag mit dem Werkzeug oder ein Hochdruckstrahl legt den Guss frei, und ab da arbeitet der Rost. Ein Gehäuse aus nichtrostendem Stahl kennt dieses Problem nicht. Für die Zusammenstellung einer korrosionsfesten Lagerstelle gehört das Innenteil dazu: Das Spannlager sollte ebenfalls nichtrostend sein, sonst rostet das Lager im rostfreien Gehäuse. Die Auswahl steht im Bereich Niro-Lager. Wo statt Metall ein Kunststoffgehäuse in Frage kommt — etwa wegen elektrischer Nichtleitfähigkeit oder scharfer Reinigungschemie —, ist die TP-Serie die Alternative.

Sphäroguss mit vollem Fuß

Die drei Gehäuse mit den Kurzzeichen SSED und SSNLD gehören zu den geteilten Industriegehäusen und sind aus Sphäroguss gefertigt. Sphäroguss wird gewählt, wo die Bruchfestigkeit von Grauguss nicht reicht: bei Stoßbelastungen und bei tiefen Temperaturen, wo die Schlagzähigkeit zum Auslegungskriterium wird. Auffällig ist der Fuß. Diese Ausführungen werden serienmäßig mit vollem Fuß ohne eingegossene Befestigungsbohrungen geliefert. Der ungeschwächte Querschnitt bringt zusätzliche Steifigkeit; die Löcher werden erst dort gebohrt, wo sie zur vorhandenen Grundplatte passen. Zwei genormte Bohrbilder sind ab Werk verfügbar:
  • /MS1: zwei gebohrte Befestigungslöcher.
  • /MS2: vier gebohrte Befestigungslöcher — die stabilere Abstützung, wenn Kräfte nicht senkrecht auf die Auflagefläche wirken.
Ein Detail, das bei der Montage zählt: Sphärogussgehäuse werden mit Deckelschrauben der Festigkeitsklasse 10.9 geliefert, Graugussgehäuse dagegen mit 8.8. Die zulässigen Werte aus den Schraubentabellen sind bei 10.9 mit dem Faktor 1,4 zu multiplizieren. Wer die Schrauben eines Sphärogussgehäuses gegen Standardschrauben tauscht, verschenkt genau diesen Sicherheitsgewinn. Bei den Größen gilt die übliche Systematik der geteilten Reihen. SSED 213 und SSED 215 nehmen Lager mit zylindrischer Bohrung auf einer abgesetzten Welle auf und tragen 65 beziehungsweise 75 Millimeter. Das SSNLD 512-610 ist dagegen für Lager mit kegeliger Bohrung auf einer Spannhülse gedacht: Über die 512er-Zuordnung trägt es eine 55-Millimeter-Welle, über die 610er-Zuordnung eine 45-Millimeter-Welle.

FAQ zur SP- bis SS-Serie

  • Worin unterscheiden sich SP und SPA von ZEN? Im Fuß. Die SP-Ausführung hat zwei Durchgangsbohrungen und wird von oben verschraubt, die SPA-Ausführung hat einen Gewindefuß und wird von unten durch die Anschlusskonstruktion verschraubt. Lagergröße, Lagerprogramm und Werkstoff sind gleich. Die Bauform mit Gewindefuß baut kürzer und hält die Fläche über dem Gehäuse frei.
  • Sind SP- und SPA-Gehäuse aus Edelstahl? Der Hersteller ordnet beide Reihen seinen Edelstahlgehäusen zu und kombiniert sie mit Spannlagern aus nichtrostendem Stahl; Grauguss bietet er ausschließlich unter den Kurzzeichen UCP, UCF und UCFL an. Beim Ersatz eines vorhandenen Gehäuses gehört die vollständige Bezeichnung vom Altteil übernommen, weil andere Hersteller dieselben Buchstabenfolgen abweichend belegen.
  • Welche Welle trägt ein SPA209? 45 Millimeter. Die dreistellige Zahl benennt die Baugröße des Spannlagers: 204 steht für 20 Millimeter, 205 für 25, 206 für 30, 208 für 40, 210 für 50, 211 für 55 und 212 für 60 Millimeter. Der Wellendurchmesser ist damit direkt aus dem Kurzzeichen ablesbar, anders als bei den Blechgehäusen.
  • Was bedeutet SSNLD bei SKF? Es bezeichnet das geteilte Standard-Stehlagergehäuse in der Ausführung aus Sphäroguss mit vollem Fuß, also ohne eingegossene Befestigungsbohrungen. Maßlich entspricht es der Graugussausführung derselben Größe. Gewählt wird es, wenn Stoßbelastungen oder tiefe Temperaturen die Bruchfestigkeit von Grauguss überfordern.
  • Warum haben diese Gehäuse keine Fußbohrungen? Weil der ungeschwächte Fußquerschnitt steifer ist. Die Löcher werden erst passend zur vorhandenen Grundplatte gebohrt. Ab Werk gibt es zwei genormte Bohrbilder: /MS1 mit zwei Löchern und /MS2 mit vier Löchern. Die Vierloch-Variante ist die richtige Wahl, wenn die Kräfte nicht senkrecht auf die Auflagefläche wirken.
  • Welche Schrauben gehören zu einem Sphärogussgehäuse? Deckelschrauben der Festigkeitsklasse 10.9 — sie liegen dem Gehäuse bei. Graugussgehäuse werden dagegen mit Schrauben der Klasse 8.8 ausgeliefert. Die zulässigen Werte aus den Schraubentabellen sind bei 10.9 mit dem Faktor 1,4 zu multiplizieren; ein Tausch gegen Standardschrauben nimmt dem Gehäuse diesen Vorteil wieder.
  • Welche Welle trägt das SSNLD 512-610? Je nach Lagerwahl 55 oder 45 Millimeter. Das Gehäuse nimmt zwei Lagerreihen mit gleichem Außendurchmesser auf, beide mit kegeliger Bohrung auf einer Spannhülse. Über die 512er-Zuordnung ergeben sich 55 Millimeter, über die 610er-Zuordnung 45 Millimeter. Die Spannhülse gehört in beiden Fällen getrennt bestellt.
  • Gehört das Lager zum Lieferumfang? Nein, in dieser Kategorie werden ausschließlich Gehäuse geliefert. Bei den einteiligen Ausführungen fehlt das Spannlager, bei den geteilten zusätzlich Dichtungen, Endabdeckung, Festringe und gegebenenfalls die Spannhülse. Diese Trennung ist gewollt, weil sich dieselbe Gehäusegröße so auf sehr verschiedene Betriebsbedingungen einstellen lässt.
  • Welches Gehäuse für Nassbereiche und Reinigungschemie? Ein Gehäuse aus nichtrostendem Stahl in Verbindung mit einem nichtrostenden Spannlager. Lackierter Grauguss hält nur so lange, wie die Lackschicht unversehrt bleibt. Wo zusätzlich elektrische Nichtleitfähigkeit oder besonders scharfe Reinigungsmittel im Spiel sind, ist ein Thermoplastgehäuse die Alternative.

SP- bis SS-Gehäuse bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. In dieser Kategorie liegen 15 Gehäuse ab Lager: vier Gehäuse SP 205 bis SP 208 mit Durchgangsbohrungen im Fuß, acht Gehäuse SPA 204 bis SPA 212 mit Gewindefuß und damit lückenlos von 20 bis 60 Millimetern, sowie drei geteilte Sphärogussgehäuse SSED 213, SSED 215 und SSNLD 512-610 für Wellen von 45 bis 75 Millimetern. Passend dazu:
  • Niro-Lager – nichtrostende Wälzlager, ohne die ein Edelstahlgehäuse seinen Zweck verfehlt.
  • Spannlager – das Innenteil für die einteiligen Bauformen.
  • Festringe – machen aus dem serienmäßigen Loslager der geteilten Gehäuse eine Festlagerstelle.
  • Stehlager-Gehäuse – der Überblick über alle zwölf Serien im Sortiment.
Was HUG ausmacht: Gehäuse, nichtrostende Lager, Spannhülsen und Festringe kommen aus einer Hand, und bei der Frage, ob Edelstahl, Sphäroguss oder Kunststoff zur Umgebung passt, hilft unsere technische Beratung weiter. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.