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Lenkrollen für weiche Böden F25

Die F25 ist die kleine Apparate-Lenkrolle mit hartem Kunststoffrad – die Ausführung für Teppich, Kork und andere nachgiebige Beläge, auf denen weiche Räder festkleben. HUG Technik führt sechs Größen von 25 bis 50 mm Raddurchmesser mit 15 bis 40 kg Tragfähigkeit je Rolle ab Lager.

Zu Ihrem Experten für Lenkrollen für weiche Böden F25

Thomas Klosik

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Einsinken und Walkarbeit

Auf nachgiebigem Untergrund entscheidet nicht der Bodenschutz über die Radwahl, sondern der Rollwiderstand. Der Grund ist eine einfache Verformungsbilanz: Bei jeder Rad-Boden-Paarung gibt einer der beiden Partner nach, und die dafür nötige Arbeit muss der Schiebende aufbringen. Auf Teppich, Kork oder Nadelfilz gibt der Boden ohnehin nach. Kommt ein weiches Rad dazu, verformen sich beide gleichzeitig.

Das Rad sinkt dann in den Flor ein, die Aufstandsfläche wächst, und vor der Kontaktzone baut sich eine kleine Materialwelle auf, die das Rad bei jeder Umdrehung vor sich herschiebt. Diese Walkarbeit ist die eigentliche Ursache für das zähe Gefühl, das ein Wagen mit Gummirädern auf Teppich vermittelt. Der Technikratgeber von Colson beschreibt denselben Mechanismus von der anderen Seite: Weiche Radwerkstoffe und größere Radbreiten senken zwar die Flächenpressung, erschweren aber das Manövrieren.

Ein hartes Kunststoffrad kehrt das um. Es verformt sich selbst praktisch nicht, sinkt weniger tief ein und hält die Kontaktzone klein und definiert. Der Widerstand beschränkt sich auf die Verformung des Bodens – ein einziger Verlustposten statt zweier. Deshalb formulieren Wicke und Torwegge die Grundregel spiegelbildlich zu den Hartböden: harte Rollen auf weichem Boden. Torwegge ordnet Teppichböden ausdrücklich Gummi-, Polyamid- und Pevolon-Rollen zu, nennt also durchweg formstabile Werkstoffe.

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Anfahren. Der Anfahrwiderstand ist nach Colson die Kraft, die ein ruhendes Gerät in Bewegung setzt – und genau hier zahlt sich die kleine Aufstandsfläche des harten Rades aus. Ein weiches Rad steht nach einer Nacht regelrecht in einer selbst geformten Mulde und muss zuerst daraus herausgehoben werden.

Was als weicher Boden zählt

Weich heißt: Der Boden gibt unter der Radlast sichtbar nach und federt danach ganz oder teilweise zurück. Torwegge zählt zu den Weichböden Teppich und Kork. In der Praxis gehören ebenso Nadelfilz, textile Fliesenbeläge, Kautschuk- und Weich-PVC-Beläge, Sportböden, Gummigranulatmatten und Antistatikmatten in diese Gruppe.

Die Prüfung dauert Sekunden: Mit dem Daumennagel in den Belag drücken. Bleibt eine Delle, die sich langsam zurückstellt, liegt ein weicher Boden vor. Bleibt der Belag unbeeindruckt, gehört ein weiches Rad darunter – dann ist die Schwesterbaureihe Lenkrollen für harte Böden F26 die richtige Wahl.

Zwei Grenzfälle tauchen regelmäßig auf. Linoleum und ältere PVC-Beläge sind zwar hart in der Oberfläche, aber empfindlich gegen dunkle Abriebstreifen und gegen Weichmacherwanderung aus schwarzen Gummimischungen – hier ist ein heller oder harter Belag die sichere Wahl. Und Doppelböden mit textiler Auflage verhalten sich zwar weich, tragen aber punktuell nur begrenzt; hier zählt neben dem Werkstoff die Radbreite.

Schont ein hartes Rad den Teppich?

Ein hartes Rad hat auf weichem Boden die kleinere Aufstandsfläche und damit die höhere Flächenpressung – der Einwand ist berechtigt und trotzdem in dieser Umgebung meist nicht entscheidend. Ein textiler Belag nimmt punktuelle Pressung besser auf als eine versiegelte Oberfläche, weil sich die Last über Flor, Rücken und Unterlage verteilt und der Belag sich elastisch zurückstellt.

Was einem Teppich wirklich zusetzt, ist etwas anderes: dauerhafte Standlast an derselben Stelle und Reibung durch schleifende statt rollende Bewegung. Beides tritt vor allem dann auf, wenn der Rollwiderstand zu hoch ist. Ein Rad, das sich nicht dreht, sondern über den Flor rutscht, wirkt wie eine Bürste. Genau das passiert mit weichen Rädern auf Teppich – der Wicke-Radgeber nennt schnellere Abnutzung ausdrücklich als Folge falscher Paarung.

Zwei Maßnahmen helfen zusätzlich. Erstens ein möglichst großer Raddurchmesser: Er senkt den Rollwiderstand und verteilt die Last auf eine längere Kontaktlinie. Zweitens Standflächen entlasten – Geräte, die wochenlang auf derselben Stelle stehen, hinterlassen unabhängig vom Radwerkstoff Druckstellen im Flor. Verschlissene Räder lassen sich über den Bereich Kunststoffräder ersetzen, sofern Achsmaß und Einbaubreite passen.

Aufbau der Baureihe F25

Das Gehäuse besteht aus verzinktem Stahlblech, im Gabelkopf sitzt ein einreihiges Kugellager, das Rad ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt, die Radachse ist vernietet, und die Nabe läuft in einem Gleitlager. Diese Zusammenstellung ist auf niedrigen Rollwiderstand bei kleinem Bauraum ausgelegt, nicht auf hohe Lasten.

Die Aufteilung der Lager ist bewusst gewählt. Im Gabelkopf, wo die Rolle bei jedem Richtungswechsel unter voller Last umschlagen muss, sitzt das Wälzlager – dort wirkt sich Reibung direkt auf die Lenkbarkeit aus. In der Radnabe genügt bei diesen Durchmessern und Lasten ein Gleitlager: Es ist wartungsfrei, unempfindlich gegen lange Standzeiten und baut kleiner. Das Rollen-Lexikon führt Gleitlager, Rollenlager und Kugellager gleichrangig als Lagerbauarten für Räder auf; welche passt, entscheidet die Anwendung.

Die vernietete Radachse bedeutet, dass sich das Rad nicht zerstörungsfrei ausbauen lässt. Bei verschlissener Lauffläche wird die komplette Rolle getauscht – bei dieser Preisklasse wirtschaftlich unkritisch, für die Ersatzteilplanung aber gut zu wissen. Baureihen mit schraubbarer Achse finden sich in den größeren Klassen der Lenkrollen Einfachrollen.

Sechs Größen von 25 bis 50 mm

Die Baureihe deckt einen ungewöhnlich feinen Größenraster ab – zwischen 30 und 50 mm liegen mit 38 und 40 mm zwei weitere Stufen. Das ist kein Zufall: Bei Möbeln, Gerätesockeln und Schubladenschränken ist die Bauhöhe oft auf wenige Millimeter festgelegt.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitBauhöhePlattengrößeLochbildLoch-Ø
25 x 14 mm15 kg34 mm34 x 48 mm22 x 36 mm5 mm
30 x 15 mm20 kg36 mm34 x 48 mm22 x 36 mm5 mm
30 x 15 mm20 kg36 mm40 x 40 mm29 x 29 mm5 mm
38 x 18 mm25 kg52 mm42 x 42 mm30 x 30 mm5 mm
40 x 18 mm30 kg56 mm42 x 42 mm30 x 30 mm5 mm
50 x 19 mm40 kg68 mm47 x 47 mm35 x 35 mm6,5 mm

Die Bauhöhe ist der senkrechte Abstand zwischen Boden und Anlagefläche der Befestigung. Sie wächst von 34 auf 68 mm, während der Raddurchmesser sich verdoppelt – ein Gerät auf 50er-Rollen steht also gut drei Zentimeter höher als eines auf 25er-Rollen. Innerhalb eines Fahrwerks müssen alle vier Rollen dieselbe Bauhöhe haben, sonst kippelt das Gerät auf zwei diagonalen Rollen.

Die Tragfähigkeit gilt je Rolle. Für die Auslegung rechnet der Blickle-Ratgeber mit T = (E + Z) / (n × S): erforderliche Tragfähigkeit je Rolle gleich Eigengewicht plus Zuladung, geteilt durch die Zahl der tragenden Rollen mal einem Sicherheitsfaktor. Bei vier montierten Rollen wird üblicherweise mit drei tragenden gerechnet. Vier Rollen F25 in 40 mm ergeben so ausgelegt rund 90 kg statt rechnerischer 120 kg. Die Herstellerwerte stammen aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884 bei 4 km/h auf glattem Boden.

Fünf Plattenformate – und wie man das richtige findet

Die F25 tritt in vier Plattenformaten an: 34 x 48, 40 x 40, 42 x 42 und 47 x 47 mm. Zwei davon gehören zu derselben Radgröße – die 30er gibt es sowohl mit rechteckiger 34 x 48er Platte als auch mit quadratischer 40 x 40er. Das ist der praktisch wichtigste Punkt dieser Baureihe: Bei einem Austausch entscheidet nicht die Radgröße über die Bestellnummer, sondern die Platte.

Die rechteckige Platte mit 34 x 48 mm und dem Lochbild 22 x 36 mm ist für schmale Profile und Traversen gedacht, auf denen eine quadratische Platte nicht vollständig aufliegen würde. Die quadratischen Formate 40 x 40 und 42 x 42 mm mit 29 x 29 beziehungsweise 30 x 30 mm Lochabstand sitzen auf Rahmenecken und Bodenplatten. Die 47 x 47er der 50er-Größe hat als einzige einen Lochdurchmesser von 6,5 statt 5 mm und braucht entsprechend stärkere Schrauben.

Für die Bestellung heißt das eine klare Reihenfolge: erst Plattenmaß, Lochabstand und Lochdurchmesser am Altteil abgreifen, dann Raddurchmesser und Bauhöhe prüfen, zuletzt die Tragkraft gegen das Gerätegewicht rechnen. Wer nur nach der Radgröße bestellt, hält am Ende die richtige Rolle mit dem falschen Bohrbild in der Hand.

FAQ zur Baureihe F25

  • Welche Böden gelten als weiche Böden? Teppich und Kork nennt Torwegge ausdrücklich; dazu kommen in der Praxis Nadelfilz, textile Bodenfliesen, Kautschuk- und Weich-PVC-Beläge, Sportböden sowie Gummigranulat- und Antistatikmatten. Kennzeichen ist, dass der Belag unter der Radlast sichtbar nachgibt und sich danach ganz oder teilweise zurückstellt. Die Daumenprobe genügt zur Einordnung.
  • Warum rollt ein hartes Rad auf Teppich leichter als ein weiches? Weil auf weichem Boden sonst beide Partner nachgeben. Ein weiches Rad sinkt zusätzlich in den Flor ein, die Aufstandsfläche wächst, und vor der Kontaktzone baut sich eine Materialwelle auf, die bei jeder Umdrehung neu geschoben werden muss. Ein formstabiles Kunststoffrad verformt sich nicht mit und spart diesen zweiten Verlustposten.
  • Beschädigt ein hartes Kunststoffrad den Teppichboden? In der Regel nicht. Textile Beläge verteilen punktuelle Pressung über Flor, Rücken und Unterlage und stellen sich elastisch zurück. Was einem Teppich zusetzt, ist schleifende statt rollender Bewegung – und die entsteht gerade bei zu hohem Rollwiderstand. Kritisch bleibt dauerhafte Standlast an derselben Stelle, unabhängig vom Radwerkstoff.
  • Welche Plattenformate hat die Baureihe F25? Vier: 34 x 48 mm rechteckig mit Lochbild 22 x 36 mm, 40 x 40 mm mit 29 x 29 mm, 42 x 42 mm mit 30 x 30 mm und 47 x 47 mm mit 35 x 35 mm. Die Größe 30 x 15 mm ist in zwei Plattenvarianten lieferbar. Beim Austausch entscheidet deshalb die Platte über die Bestellnummer, nicht der Raddurchmesser.
  • Was unterscheidet die 38er von der 40er? Zwei Millimeter Raddurchmesser, vier Millimeter Bauhöhe und 5 kg Tragfähigkeit: 38 x 18 mm trägt 25 kg bei 52 mm Bauhöhe, 40 x 18 mm trägt 30 kg bei 56 mm. Plattenmaß und Lochbild sind mit 42 x 42 und 30 x 30 mm identisch. Der Zwischenschritt existiert, weil bei Möbeln und Gerätesockeln die Bauhöhe oft millimetergenau vorgegeben ist.
  • Kann ich die F25 auf Fliesen und Estrich einsetzen? Möglich ist es, sinnvoll meist nicht. Auf harten Böden treffen zwei unnachgiebige Partner aufeinander: Die Aufstandsfläche bleibt klein, die Flächenpressung steigt, das Rollgeräusch nimmt zu, und empfindliche Versiegelungen bekommen Druckstellen. Für Beton, Estrich, Fliesen, Parkett und Laminat ist die Baureihe F26 mit weicher Lauffläche ausgelegt.
  • Warum hat die 50er einen größeren Lochdurchmesser? Mit 40 kg trägt sie fast das Dreifache der kleinsten Größe, und dieselbe Last muss über die Schrauben in den Rahmen eingeleitet werden. Der Lochdurchmesser steigt deshalb von 5 auf 6,5 mm, das Plattenmaß von 42 x 42 auf 47 x 47 mm. Beim Umstieg von der 40er auf die 50er sind neue Bohrungen und stärkere Schrauben nötig.
  • Warum sitzt im Gabelkopf ein Kugellager und in der Radnabe ein Gleitlager? Weil beide Stellen unterschiedliche Anforderungen haben. Der Gabelkopf muss bei jedem Richtungswechsel unter voller Last umschlagen; dort wirkt sich Lagerreibung direkt auf die Lenkbarkeit aus, weshalb ein Wälzlager sinnvoll ist. In der Nabe genügt bei kleinen Durchmessern und Lasten unter 40 kg ein wartungsfreies Gleitlager, das kleiner baut und lange Standzeiten verträgt.

Lenkrollen für weiche Böden bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe F25 von BS ROLLEN liegen sechs Ausführungen ab Lager – von 25 x 14 mm mit 15 kg und 34 mm Bauhöhe bis 50 x 19 mm mit 40 kg und 68 mm Bauhöhe, jeweils mit hartem Kunststoffrad, Kugellager im Gabelkopf und verzinktem Stahlblechgehäuse. Passend dazu:
  • Lenkrollen für harte Böden F26 – die Gegenausführung mit weicher Lauffläche für Beton, Estrich und Fliesen
  • Kunststoffräder – harte Ersatzräder, wenn die Gabel intakt ist und nur das Rad ersetzt werden muss
  • Lenkrollen A200 – die nächstgrößere Apparate-Baureihe für 35 bis 50 kg je Rolle
  • Transportrollen – der Überblick über alle Baureihen, Radwerkstoffe und Tragkraftklassen
Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Bodenbelag, Plattenmaß und Bauhöhe statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.