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Lenkrollen für harte Böden F26

Die F26 ist die kleine Apparate-Lenkrolle mit weicher grauer Lauffläche – gebaut für Beton, Estrich und Fliesen, also genau für die Böden, auf denen harte Räder Schaden anrichten. HUG Technik führt drei Größen mit 25, 30 und 50 mm Raddurchmesser und 15 bis 40 kg Tragfähigkeit je Rolle ab Lager.

Zu Ihrem Experten für Lenkrollen für harte Böden F26

Thomas Klosik

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Die Grundregel der Belag-Boden-Paarung

Weiche Rollen gehören auf harte Böden, harte Rollen auf weiche Böden. Diese Regel formulieren der Wicke-Radgeber und der Ratgeber von Torwegge übereinstimmend, und sie ist der wichtigste Satz bei der Rollenauswahl – wichtiger als Tragkraft, Bauhöhe und Preis, weil ihre Verletzung immer beide Seiten kostet.

Die Begründung liegt in der Verformung. Von den beiden Partnern gibt immer einer nach. Rollt ein hartes Rad über einen harten Boden, kann keiner ausweichen: Die Berührung findet auf einer sehr kleinen Fläche statt, die Flächenpressung wird hoch, und die Energie aus Stößen und Rauigkeit muss irgendwo hin. Sie geht in Kratzer, Druckstellen und Körperschall. Verformt sich dagegen der Laufbelag, vergrößert sich die Aufstandsfläche, die Pressung sinkt, und das Rad schluckt die Anregung selbst.

Was passiert, wenn man die Regel ignoriert, benennt der Wicke-Radgeber ausdrücklich: schnellere Abnutzung, höhere Geräuschentwicklung, mühsameres Fahren und Beschädigung des Bodens. Diese vier Folgen treten selten einzeln auf – meist merkt man zuerst das Geräusch, dann den Boden.

Was als harter Boden zählt

Der Hersteller nennt für die F26 ausdrücklich Beton, Estrich und Fliesen. Die Fachliteratur zieht den Kreis weiter. Torwegge zählt zu den Hartböden Parkett, Laminat, Fliesen und Vinyl und ordnet ihnen durchgängig weiche Rollen zu. Wicke fasst Beton, Fliesen und Epoxidharz als glatte harte Böden zusammen und führt Parkett und Laminat zusätzlich als empfindliche Böden, für die weiche Laufbeläge gefordert sind.

Hart und empfindlich sind dabei zwei verschiedene Eigenschaften, die oft zusammenfallen. Ein Hallenboden aus Beton ist hart, aber unempfindlich – hier geht es vor allem um Laufruhe und Rollverhalten. Ein versiegelter Estrich in einem Labor, geschliffener Sichtbeton in einem Ausstellungsraum, Fliesen in der Lebensmittelverarbeitung und Parkett in einem Büro sind hart und empfindlich zugleich; hier entscheidet der Laufbelag über sichtbare Schäden.

Die praktische Prüfung ist einfach: Lässt sich mit dem Fingernagel im Boden ein Eindruck erzeugen, ist er weich – dann ist die F26 die falsche Wahl und die Schwesterbaureihe Lenkrollen für weiche Böden F25 die richtige. Bleibt der Boden unbeeindruckt, gehört ein weiches Rad darunter.

Was der weiche Belag auf hartem Boden leistet

Der thermoplastische Gummi der F26 arbeitet an vier Stellen gleichzeitig. Erstens senkt er die Flächenpressung: Der Technikratgeber von Colson hält fest, dass weiche Radwerkstoffe und größere Radbreiten die maximale Flächenpressung reduzieren. Die Last verteilt sich auf eine größere Aufstandsfläche, und punktuelle Druckstellen in Beschichtungen und Versiegelungen bleiben aus.

Zweitens dämpft er. Jede Fuge, jede Rauigkeit, jede Kante regt beim Überrollen einen Stoß an. Ein weicher Belag wandelt einen Teil davon in Verformungsarbeit um, statt ihn als Körperschall in Gabel, Platte und Gerätrahmen weiterzugeben. Auf gefliesten Böden mit vielen Fugen ist das der hörbarste Unterschied überhaupt.

Drittens haftet er. Wicke nennt für Gummi auf glatten harten Böden ausdrücklich die gute Bodenhaftung. Auf gewischtem Estrich oder feuchten Fliesen bedeutet das: Das Gerät bleibt stehen, wo es abgestellt wird, statt beim Anstoßen wegzurutschen.

Viertens ist der Belag grau und nicht schwarz. Helle und eingefärbte Gummimischungen werden als spurlose Laufbeläge ausgelegt und hinterlassen auf hellen Böden keine dunklen Abriebstreifen, wie sie schwarze Mischungen auf empfindlichen Belägen verursachen können. In Laboren, Praxen, Ausstellungsräumen und Reinbereichen ist das häufig der Grund, warum überhaupt eine eigene Rollenbaureihe beschafft wird.

Was die weiche Lauffläche kostet

Weich bedeutet nicht besser, sondern anders ausgelegt. Colson führt weiche Radwerkstoffe und größere Radbreiten zwar als Mittel gegen hohe Flächenpressung, hält aber im selben Atemzug fest, dass beides das Manövrieren erschwert. Der weiche Belag legt sich unter Last um die Aufstandsfläche herum, und dieser Wulst muss beim Anfahren und beim Schwenken bei jeder Umdrehung neu aufgebaut werden. Das kostet Kraft.

Spürbar wird das vor allem beim Anfahren nach längerem Stand und auf langen Schiebewegen. Für Prüfaufbauten, Instrumententische, Gerätewagen und Möbel, die im Betrieb überwiegend stehen und gelegentlich umgesetzt werden, spielt das keine Rolle. Für einen Kommissionierwagen, der täglich Kilometer macht, wäre ein hartes Rad die richtigere Wahl – dann allerdings nur auf einem Boden, der das verträgt.

Die zweite Einschränkung ist die Tragkraft. Mit 15 bis 40 kg je Rolle liegt die F26 im Apparate- und Möbelbereich. Wer mehr braucht und trotzdem bodenschonend fahren will, wechselt auf ein größeres Gummirad aus dem Bereich der Lenkrollen Einfachrollen, etwa auf die Baureihe A300.A80 mit 60 bis 70 kg.

Maße, Tragkraft und Bauhöhe

Die Bauhöhe ist der senkrechte Abstand zwischen Boden und Anlagefläche der Befestigung. Bei der F26 fällt sie außergewöhnlich niedrig aus – die beiden kleinen Größen bauen 34 und 36 mm, was sie für flache Gerätesockel, Schubladenschränke und Untergestelle mit wenig Platz brauchbar macht.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitBauhöhePlattengrößeLochbildLoch-Ø
25 x 13 mm15 kg34 mm34 x 48 mm22 x 36 mm5 mm
30 x 14 mm20 kg36 mm40 x 40 mm29 x 29 mm5 mm
50 x 18 mm40 kg68 mm42 x 42 mm30 x 30 mm5 mm

Zwischen 30 und 50 mm Raddurchmesser verdoppelt sich die Tragfähigkeit von 20 auf 40 kg, und die Bauhöhe springt von 36 auf 68 mm. Der Sprung ist größer, als die reine Raddifferenz erwarten lässt, weil die 50er ein anderes Gabelmaß mitbringt. Wer flach bauen muss, bleibt bei 25 oder 30 mm; wer leichter fahren will, nimmt die 50er in Kauf, dass das Gerät gut drei Zentimeter höher steht.

Die Tragfähigkeit gilt je Rolle. Für die Auslegung rechnet der Blickle-Ratgeber mit T = (E + Z) / (n × S): erforderliche Tragfähigkeit je Rolle gleich Eigengewicht plus Zuladung, geteilt durch die Zahl der tragenden Rollen mal einem Sicherheitsfaktor. Bei vier montierten Rollen wird üblicherweise mit drei tragenden gerechnet, weil sich die Last auf unebenem Boden ungleich verteilt. Vier Rollen F26 in 50 mm ergeben so ausgelegt rund 120 kg statt rechnerischer 160 kg. Die Herstellerwerte stammen aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884 bei 4 km/h auf glattem Boden.

Drei Größen, drei Bohrbilder

Anders als bei vielen größeren Baureihen hat bei der F26 jede Größe ihr eigenes Plattenformat: 34 x 48 mm bei der 25er, 40 x 40 mm bei der 30er und 42 x 42 mm bei der 50er. Auch die Lochbilder unterscheiden sich – 22 x 36, 29 x 29 und 30 x 30 mm. Gleich ist über alle drei nur der Lochdurchmesser von 5 mm.

Für die Praxis heißt das: Ein Größenwechsel innerhalb der Baureihe ist nicht bohrbildneutral. Wer von 30 auf 50 mm wechselt, braucht neue Bohrungen. Beim Austausch lohnt es sich deshalb doppelt, vor der Bestellung Plattenmaß, Lochabstand und Lochdurchmesser am Altteil abzugreifen und die Radgröße gleich mit zu notieren.

Die rechteckige Platte der 25er mit 34 x 48 mm ist ein Hinweis auf ihren typischen Einsatz: Sie schraubt sich längs auf ein schmales Profil oder eine Traverse, wo eine quadratische Platte nicht auflegen würde. Passt keines der drei Formate, sind Adapterplatten der übliche Weg – oder eine Rolle mit Rückenloch beziehungsweise Gewindezapfen aus dem Bereich der Lenkrollen.

FAQ zur Baureihe F26

  • Welche Böden gelten als harte Böden? Beton, Estrich, Fliesen und Epoxidharzbeschichtungen zählen ebenso dazu wie Parkett, Laminat und Vinyl. Entscheidend ist, dass der Boden unter Last nicht nachgibt. Torwegge und Wicke ordnen dieser gesamten Gruppe weiche Laufbeläge zu – bei unempfindlichen Hallenböden wegen der Laufruhe, bei empfindlichen Belägen zusätzlich wegen des Bodenschutzes.
  • Was passiert, wenn ein hartes Rad auf einem harten Boden läuft? Keiner der beiden Partner kann ausweichen. Die Berührungsfläche bleibt klein, die Flächenpressung steigt, und die Stoßenergie geht in Kratzer, Druckstellen und Körperschall. Der Wicke-Radgeber nennt als Folgen falscher Paarung schnellere Abnutzung, höhere Geräuschentwicklung, mühsameres Fahren und Beschädigung des Bodens.
  • Hinterlässt der graue Belag Streifen auf Fliesen und Estrich? Helle und eingefärbte Gummimischungen sind als spurlose Laufbeläge ausgelegt und ziehen keine dunklen Abriebstreifen. Genau dafür ist der graue Belag der F26 gewählt. Schwarze Mischungen sind robuster und höher belastbar, können auf hellen und empfindlichen Belägen aber Kontaktverfärbungen verursachen.
  • Warum rollt die F26 schwerer als eine Rolle mit hartem Rad? Der weiche Belag legt sich unter Last um die Aufstandsfläche und muss diesen Wulst bei jeder Umdrehung neu aufbauen. Das kostet Kraft. Colson hält fest, dass weiche Radwerkstoffe zwar die Flächenpressung senken, das Manövrieren aber erschweren. Für Geräte, die überwiegend stehen, ist das ohne Bedeutung.
  • Warum hat jede Größe der F26 ein anderes Bohrbild? Weil sich mit dem Raddurchmesser auch das Gabelmaß ändert: 34 x 48 mm Platte mit 22 x 36 mm Lochbild bei 25 mm Rad, 40 x 40 mit 29 x 29 mm bei 30 mm Rad, 42 x 42 mit 30 x 30 mm bei 50 mm Rad. Ein Größenwechsel erfordert deshalb neue Bohrungen. Gleich ist nur der Lochdurchmesser von 5 mm.
  • Warum springt die Bauhöhe zwischen 30 und 50 mm Raddurchmesser so stark? Von 36 auf 68 mm sind es 32 mm Differenz, während der Raddurchmesser nur um 20 mm wächst. Die 50er verwendet ein größeres Gabelmaß mit mehr Abstand zwischen Radachse und Anschraubplatte. Wer flach bauen muss, bleibt deshalb bei 25 oder 30 mm Raddurchmesser.
  • Ist die F26 für Teppichboden geeignet? Nein. Teppich und Kork zählen zu den weichen Böden, und dort gilt die umgekehrte Regel: harte Rollen. Ein weicher Belag sinkt in den Flor ein, die Aufstandsfläche wird groß, und der Rollwiderstand steigt stark an. Für solche Böden ist die Schwesterbaureihe F25 mit hartem Kunststoffrad ausgelegt.
  • Woran erkenne ich, dass der Laufbelag dem Boden schadet? Typische Anzeichen sind matte Laufspuren in Versiegelungen und Beschichtungen, feine Kratzer entlang der Fahrwege, Druckstellen an Abstellplätzen und ein deutlich lauteres Rollgeräusch als zu Beginn. Häufigste Ursache ist eingelaufener Schmutz im Belag – Späne, Splitt oder Glasstaub, die wie Schleifkörner wirken. Regelmäßiges Reinigen der Lauffläche behebt das.

Lenkrollen für harte Böden bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe F26 von BS ROLLEN liegen alle drei Größen ab Lager: 25 x 13 mm mit 15 kg, 30 x 14 mm mit 20 kg und 50 x 18 mm mit 40 kg, jeweils mit weicher grauer Lauffläche aus thermoplastischem Gummi und verzinktem Stahlblechgehäuse. Passend dazu: Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Bodenbelag, Radwerkstoff und Bauhöhe statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.