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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Polyurethanräder B90

Die Räder der Baureihe B90 haben eine Bandage aus Guss-Polyurethan auf einer Aluminiumfelge und laufen auf Kugellagern. HUG Technik führt fünf Größen von 80 bis 200 mm Durchmesser ab Lager, mit Tragkräften von 250 bis 800 kg je Rad. Sie sind die Ersatzräder der schweren gepressten Rollenbaureihen.

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Thomas Klosik

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Was das B90-Rad ausmacht

Drei Bauteile bilden dieses Rad: eine Felge aus Aluminium, eine darauf aufgezogene Bandage aus Guss-Polyurethan 95 ± 3 Shore A und ein Kugellager in der Nabe. Bandagiert heißt, dass Laufbelag und Radkörper getrennte Bauteile sind – der Belag trägt und schont den Boden, die Felge nimmt die Kraft auf und hält das Lager.

B90 ist dabei keine Größenangabe, sondern die Radtyp-Kennung des Rollenprogramms. Sie taucht als Kürzel hinter dem Punkt in den Bezeichnungen der kompletten Rollen auf: Die starre Schwerlast-Bockrolle N110.B90 und die schwenkbare N120.B90 nutzen genau diese Räder.

Die Werkstoffgrundlagen zu Guss-Polyurethan und die Einordnung gegenüber Vollgummi, Kunststoff und Luft stehen im Bereich PU-Räder. Hier geht es um das, was beim Nachkaufen zählt: die Maße.

Die drei Maße, die passen müssen

Ein Ersatzrad passt nur dann in eine vorhandene Gabel, wenn drei Maße stimmen. Erstens der Raddurchmesser – er bestimmt die Bauhöhe der fertigen Rolle und muss zur Gabelhöhe passen. Zweitens die Achsbohrung, also der Innendurchmesser des Lagers. Und drittens die Nabenlänge, in den Artikeldaten als Ausladung geführt: das Maß über die Nabe, mit dem das Rad zwischen den Gabelschenkeln sitzt.

In dieser Baureihe gibt es dafür genau zwei Kombinationen. Die beiden kleinen Größen mit 80 und 100 mm Durchmesser haben 15 mm Achsbohrung und 40 mm Nabenlänge. Die drei großen mit 125, 150 und 200 mm haben 20 mm Achsbohrung und 60 mm Nabenlänge. Innerhalb dieser Gruppen sind die Räder untereinander tauschbar, über die Gruppengrenze hinweg nicht.

Die Radbreite ist dagegen kein Passmaß, sondern ein Auswahlmaß: 40 mm bei den beiden kleinen, 50 mm bei den drei großen Größen. Sie beeinflusst die Tragkraft, nicht den Einbau – solange die Nabenlänge stimmt, sitzt das Rad in der Gabel. Prüfen Sie trotzdem den seitlichen Freiraum, wenn Sie auf ein breiteres Rad wechseln.

Warum das Rad mehr trägt als die Rolle

Das 200er B90-Rad trägt 800 kg. Die komplette starre Rolle mit genau diesem Rad trägt 600 kg. Der Unterschied ist kein Widerspruch, sondern die Regel: Die zulässige Belastung einer Rolle ist immer der kleinste Wert der gesamten Kette aus Rad, Radlager, Achse, Gabel und Befestigungsplatte.

Bei dieser Baureihe liegt der Engpass ab 200 mm im Gehäuse. Die gepresste Gabel und die 138 x 110 mm-Anschraubplatte lassen 600 kg zu, egal wie stark das Rad ist. In den kleineren Größen fallen beide Werte dagegen zusammen: 250, 280, 450 und 550 kg gelten sowohl für das Rad als auch für die fertige Rolle – dort limitiert der Laufbelag.

Für die Praxis folgen daraus zwei Dinge. Wer eine komplette Rolle kauft, richtet sich nach deren Angabe, nicht nach der des Rades. Und wer ein Rad in eine selbst gebaute Gabel oder eine Achskonstruktion einsetzt, kann die höhere Radtragkraft nutzen – muss dann aber selbst dafür sorgen, dass Achse und Aufnahme mitspielen. Die Werte stammen jeweils aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884.

Aluminiumfelge und Radgewicht

Die Felge aus Aluminium macht dieses Rad zum leichtesten Polyurethanrad im Programm: 0,34 kg bei 80 mm, 1,40 kg bei 200 mm Durchmesser. Zum Vergleich wiegt das entsprechende Rad mit Gusseisenkörper in 200 mm rund 4 kg – knapp das Dreifache.

Das Gewicht ist nicht nur beim Tragen relevant. Ein leichteres Rad hat weniger rotierende Masse, lässt sich beim Anfahren schneller beschleunigen und beim Anhalten leichter abbremsen. Bei Geräten, die häufig gestartet und gestoppt werden, macht sich das in der Schiebekraft bemerkbar.

Aluminium korrodiert außerdem nicht wie Stahl, was in feuchten Umgebungen zählt, und leitet Wärme gut ab – die beim Walken des Polyurethanbelags unter Last entsteht. Wo dagegen sehr hohe Dauerlast im Stand anliegt und Formstabilität wichtiger ist als Gewicht, sind die Polyurethanräder C10 mit Gusseisenkörper die passendere Wahl.

Größen und Passmaße

Alle fünf Größen mit Tragkraft, Passmaßen und Gewicht.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitAchsbohrungNabenlängeRadgewicht
80 x 40 mm250 kg15 mm40 mm0,34 kg
100 x 40 mm280 kg15 mm40 mm0,42 kg
125 x 50 mm450 kg20 mm60 mm0,76 kg
150 x 50 mm550 kg20 mm60 mm1,10 kg
200 x 50 mm800 kg20 mm60 mm1,40 kg

Die Nabenlänge ist in den Artikeldaten als Ausladung geführt. Sie liegt bei allen Größen über der Radbreite, weil die Nabe seitlich übersteht und das Rad damit zwischen den Gabelschenkeln zentriert.

Rad wechseln statt Rolle tauschen

Der Radtausch lohnt immer dann, wenn die Bandage verschlissen ist, Gabel, Drehkranz und Anschraubplatte aber noch in Ordnung sind. Er spart Geld und macht das Nachbohren überflüssig – das Bohrbild am Gerät bleibt unangetastet.

Bevor Sie bestellen, messen Sie am ausgebauten Rad drei Werte nach: den Außendurchmesser der Lauffläche, den Innendurchmesser der Lagerbohrung und das Maß über die Nabe. Der Durchmesser des alten Rades ist durch Verschleiß meist kleiner als der Nennwert – runden Sie deshalb auf die nächste Katalogstufe auf. Achsbohrung und Nabenlänge dagegen ändern sich nicht und sind die verlässlichen Maße.

Beim Einbau gilt: Das Gerät sicher absetzen oder unterbauen, niemals unter einer nur angehobenen Last arbeiten. Die Achse und ihre Sicherung – Splint, Sicherungsring oder Mutter – gehören mitgeprüft und im Zweifel erneuert. Beidseitig abgedichtete Kugellager der Bauform 2RS sind auf Lebensdauer gefüllt und dürfen nicht nachgeschmiert werden. Alle Radwerkstoffe im Vergleich zeigt der Bereich Ersatzräder.

FAQ zu Polyurethanrädern B90

  • Welche Maße muss ich messen, bevor ich ein Ersatzrad bestelle? Drei: den Außendurchmesser der Lauffläche, den Innendurchmesser der Lagerbohrung und das Maß über die Nabe. Achsbohrung und Nabenlänge sind die verlässlichen Werte, weil sie sich nicht abnutzen. Der Durchmesser des alten Rades ist durch Verschleiß meist kleiner als der Nennwert – runden Sie auf die nächste Katalogstufe auf.
  • Welche Achsbohrungen gibt es in dieser Baureihe? Zwei: 15 mm bei 80 und 100 mm Raddurchmesser, 20 mm bei 125, 150 und 200 mm. Die Nabenlänge folgt derselben Aufteilung mit 40 beziehungsweise 60 mm. Innerhalb dieser beiden Gruppen sind die Räder untereinander tauschbar, über die Gruppengrenze hinweg nicht.
  • Warum trägt das 200er Rad 800 kg, die Rolle damit aber nur 600 kg? Weil die zulässige Belastung immer der kleinste Wert der Kette aus Rad, Lager, Achse, Gabel und Anschraubplatte ist. Bei 200 mm limitiert das gepresste Gehäuse mit 600 kg, nicht das Rad. In den kleineren Größen fallen beide Werte zusammen – dort setzt der Laufbelag die Grenze.
  • Was bedeutet die Angabe Ausladung beim Rad? Sie bezeichnet die Nabenlänge, also das Maß über die Nabe, mit dem das Rad zwischen den Gabelschenkeln sitzt. Sie liegt immer über der Radbreite, weil die Nabe seitlich übersteht und das Rad zentriert. Bei dieser Baureihe sind es 40 mm bei den beiden kleinen und 60 mm bei den drei großen Größen.
  • Aluminiumfelge oder Gusseisenkörper? Aluminium wiegt in 200 mm rund 1,4 kg statt etwa 4 kg, korrodiert nicht und leitet die Walkwärme des Polyurethanbelags besser ab. Gusseisen ist formstabiler bei dauerhaft hoher Standlast. Für häufig bewegte Geräte ist Aluminium die handlichere, für dauerhaft beladene Gestelle Gusseisen die belastbarere Wahl.
  • Welche Temperaturen und Medien verträgt der Belag? Werkstoffdatenblätter für Guss-Polyurethan mit 95 Shore A nennen einen Dauereinsatzbereich von −20 bis +80 °C, kurzzeitig bis +100 °C, sowie Beständigkeit gegen Mineralöle und Fette. Gegen Säuren, Laugen und Lösemittel ist die Beständigkeit medienabhängig – solche Fälle sollten Sie vor der Bestellung klären.
  • Muss ich das Kugellager warten? Nein. Beidseitig abgedichtete Kugellager der Bauform 2RS sind auf Lebensdauer gefüllt und dürfen nicht nachgeschmiert werden. Prüfen Sie beim Radwechsel stattdessen die Achse und ihre Sicherung – Splint, Sicherungsring oder Mutter – und erneuern Sie sie im Zweifel gleich mit.
  • Kann ich ein breiteres Rad einbauen? Solange Achsbohrung und Nabenlänge stimmen, sitzt das Rad in der Gabel. Prüfen Sie aber den seitlichen Freiraum: Eine breitere Lauffläche kann an Gabelschenkeln, Abdeckungen oder Feststellerteilen anlaufen. Bei Lenkrollen ist zusätzlich der Umschwenkkreis zu beachten, der mit der Radbreite wächst.

Polyurethanräder B90 bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe B90 von BS ROLLEN liegen alle fünf Größen ab Lager: 80 x 40, 100 x 40, 125 x 50, 150 x 50 und 200 x 50 mm mit 250 bis 800 kg je Rad, Guss-Polyurethan 95 ± 3 Shore A auf Aluminiumfelge und Kugellager in der Nabe. Passend dazu: Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Passmaßen, Tragkraft und Radwerkstoff statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.