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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Bockrollen A210

Die Baureihe A210 ist die starre Apparaterolle im Stahlblechgehäuse – das Bock-Pendant zur schwenkbaren A200 und damit die Rolle, die einem Wagen seine Spur gibt. HUG Technik führt die Baureihe von BS ROLLEN in zwei Größen mit 50 und 80 mm Raddurchmesser und 35 bis 50 kg Tragfähigkeit je Rolle ab Lager.

Zu Ihrem Experten für Bockrollen A210

Thomas Klosik

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Aufbau der Baureihe A210

Die A210 besteht aus einem Gehäuse aus Stahlblech, einem einreihigen Kugelkranz im Gabelkopf und einem Rad mit grauer Lauffläche aus thermoplastischem Gummi auf einem Kunststoffkörper. Die Radachse läuft in einem Gleitlager. Diese Zusammenstellung ordnet die Baureihe klar ein: Sie ist die leichte Geräterolle für Werkstattwagen, Regalböden, Servierwagen, Prüfaufbauten und Behälter im Bereich bis 50 kg je Rolle.

Der einreihige Kugelkranz und das Gleitlager machen die A210 zur einfach gebauten Rolle dieser Größenklasse. Das Gleitlager ist wartungsfrei und unempfindlich gegen lange Standzeiten, erzeugt aber mehr Rollwiderstand als ein Kugellager. Für Geräte, die überwiegend an ihrem Platz stehen und nur gelegentlich umgesetzt werden, passt diese Auslegung; wer täglich lange Strecken schiebt, findet kugel- und rollengelagerte Ausführungen im Bereich der Bockrollen Einfachrollen.

Der graue, nicht eingefärbte Belag ist auf hellen Böden im Vorteil: Er zieht keine dunklen Abriebstreifen. Weiche Laufbeläge verformen sich unter Last, verteilen die Flächenpressung auf eine größere Aufstandsfläche und schonen dadurch Estrich, Fliesen und Beschichtungen – der Wicke-Radgeber fasst diese Zuordnung als Faustregel zusammen: weiche Rollen auf harte Böden, harte Rollen auf weiche Böden.

Wo die Bockrollen am Gerät sitzen

Die Position der starren Rollen entscheidet darüber, wie sich ein Gerät fahren lässt – mehr als jedes andere Auslegungsdetail. Eine Bockrolle läuft immer in derselben Ebene und zwingt das Gerät damit in eine Spur. Wo diese Spur wirkt, ist eine reine Frage der Anordnung.

Die verbreitetste Bestückung ist die 2-plus-2-Anordnung: zwei Bockrollen an der einen Seite, zwei Lenkrollen an der gegenüberliegenden Griffseite. Das Gerät hält beim Schieben von selbst die Richtung, weil die starre Achse jeder seitlichen Auslenkung entgegenwirkt, und es lässt sich trotzdem am Griff steuern, weil die schwenkbaren Rollen dem Lenkimpuls folgen. Auf leicht geneigten Hallenböden ist das der entscheidende Unterschied: Der Wagen läuft geradeaus, statt zur Seite wegzuziehen.

Vier Lenkrollen ergeben ein Gerät, das sich auf der Stelle drehen und seitlich versetzen lässt – ideal an engen Montageplätzen. Sie ergeben aber auch ein Gerät, das driftet: Ohne starre Führung sucht sich jede Rolle ihre eigene Richtung, auf langen Schiebewegen und an Gefällen wird das Nachkorrigieren zur Dauerarbeit. Wer beides braucht, kombiniert vier Lenkrollen mit mindestens einer feststellbaren Rolle aus dem Bereich Lenkrollen mit Totalfeststeller, damit das Gerät am Zielort stehen bleibt.

Die dritte Variante setzt die Bockrollen mittig unter das Gerät und die Lenkrollen an die Enden. Der Wagen dreht dann um seine eigene Mitte statt um eine Ecke und braucht deutlich weniger Platz zum Wenden – in Regalgassen und schmalen Fluren ist das oft der einzige Weg. Der Preis dafür: Das Gerät wippt über die Mittelachse und steht nur mit zwei bis drei Rollen gleichzeitig auf. Für Werkbänke mit empfindlicher Ladung ist diese Anordnung deshalb selten die richtige.

AnordnungFahrverhaltenTypischer Einsatz
2 Bockrollen an einer Seite, 2 Lenkrollen an der Griffseitehält die Spur, lenkt am GriffWerkstatt- und Transportwagen, lange Schiebewege
4 Lenkrollendreht auf der Stelle, driftet auf geneigtem BodenMontageplätze, enge Boxen, kurze Wege
2 Bockrollen mittig, Lenkrollen an den Endenkurzer Wendekreis, wippt über die Mittelachseschmale Gänge und Regalgassen

Maße, Tragkraft und Bauhöhe

Die beiden lieferbaren Größen unterscheiden sich in Raddurchmesser, Radbreite und Bauhöhe, teilen sich aber dieselbe Anschraubplatte. Die Bauhöhe ist das Maß von der Aufstandsfläche bis zur Oberkante der Platte und bestimmt, wie hoch das Gerät nach der Montage steht.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitBauhöhePlattengrößeLochbild
50 x 17 mm35 kg67,5 mm47 x 47 mm33 x 33 mm
80 x 21 mm50 kg99 mm47 x 47 mm33 x 33 mm

Die Tragfähigkeit gilt je Rolle. Für die Auslegung rechnet der Blickle-Ratgeber mit der Formel T = (E + Z) / (n × S): erforderliche Tragfähigkeit je Rolle gleich Eigengewicht plus Zuladung, geteilt durch die Zahl der tragenden Rollen mal einem Sicherheitsfaktor. Bei vier montierten Rollen wird üblicherweise mit drei tragenden gerechnet, weil sich die Last auf unebenem Boden ungleich verteilt. Ein Satz aus zwei A210 und zwei A200 in 80 mm trägt so ausgelegt rund 150 kg statt rechnerischer 200 kg.

Die Herstellerangabe stammt aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884 auf einem rotatorischen Scheibenprüfstand. Die dort festgelegten Standardbedingungen sind glatter Boden, Schrittgeschwindigkeit 4 km/h, gleichmäßige Lastverteilung und Raumtemperatur zwischen 15 und 28 °C. Bei Stößen, Türschwellen und höherem Tempo gehört Reserve in die Rechnung.

Vernietete Radachse ohne Fadenschutz

Der Herstellertext nennt für die A210 zwei Merkmale, die selten so offen ausgeschrieben werden: Die Radachse ist vernietet, und die Rolle hat keinen Fadenschutz. Beides ist keine Lücke, sondern eine bewusste Einfachbauweise für saubere Umgebungen – und beides hat konkrete Folgen für den Betrieb.

Vernietet heißt: Die Achse lässt sich nicht zerstörungsfrei herausnehmen. Ein einzelner Radtausch ist damit nicht vorgesehen; bei verschlissener Lauffläche wird die komplette Rolle getauscht. Bei einer Rolle dieser Preisklasse ist das wirtschaftlich unkritisch, es sollte bei der Ersatzteilplanung aber bekannt sein. Baureihen mit schraubbarer Achse und passendem Ersatzrad finden sich im Bereich der Ersatzräder.

Ein Fadenschutz ist eine Abdeckung an der Radnabe, die verhindert, dass sich Fäden, Fasern, Schnüre, Umreifungsband oder Haare zwischen Rad und Gabel um die Achse wickeln. Aufgewickeltes Material bremst die Rolle, zieht das Rad seitlich und kann die Nabe blockieren. Nötig ist der Schutz überall dort, wo solches Material auf dem Boden liegt: in Textilbetrieben und Wäschereien, in der Verpackung und Kommissionierung, bei Reinigungsarbeiten. Für trockene, gefegte Werkstatt- und Laborböden ist die A210 ohne Schutz die passende und günstigere Wahl. Wo Fasern im Spiel sind, gehört eine Rolle mit Stahlfelge und Fadenschutz unter das Gerät, etwa aus der Baureihe Bockrollen mit Gummirad L410.355.

Anschraubplatte und Lochbild

Beide Größen werden über eine Anschraubplatte von 47 x 47 mm mit einem Lochbild von 33 x 33 mm befestigt. Die Anschraubplatte ist die stabilste der gängigen Befestigungsarten, weil sie das Kippmoment der Rolle über vier Schrauben flächig in den Geräterahmen einleitet, statt es über einen einzelnen Bolzen zu führen. Genau darauf kommt es bei der starren Rolle an: Sie nimmt beim Anschieben und beim Bremsen die Längskräfte auf.

Weil beide Größen dasselbe Platten- und Lochmaß haben, lässt sich innerhalb der Baureihe von 50 auf 80 mm wechseln, ohne neu zu bohren – die Bauhöhe steigt dabei von 67,5 auf 99 mm, das Gerät steht also gut drei Zentimeter höher. Vor der Bestellung lohnt sich der Griff zum Messschieber: Plattenmaß, Lochabstand und Lochdurchmesser am Altteil abnehmen und mit den Angaben vergleichen.

Wo die A210 im Baukasten steht

Die Typenbezeichnung folgt einem durchgängigen Schema: Die dritte Ziffer beschreibt die Bauart, das Kürzel dahinter den Radtyp. Eine 00 steht für die Lenkrolle ohne Feststeller, eine 10 für die starre Bockrolle, eine 20 für die Lenkrolle mit Totalfeststeller.

Alle drei teilen Rad, Plattenmaß 47 x 47 mm, Lochbild 33 x 33 mm und die Bauhöhen 67,5 und 99 mm. Ein Wagen lässt sich damit in jeder der beschriebenen Anordnungen bestücken, ohne dass er schief steht. Wird mehr Tragkraft gebraucht, führt der nächste Schritt zur Baureihe A310.A80 mit zweireihigem Kugelkranz und 60 bis 70 kg je Rolle.

FAQ zur Baureihe A210

  • Wofür steht die Ziffer 10 in der Bezeichnung A210? Die dritte Stelle der Typenbezeichnung beschreibt die Bauart. Eine 10 steht immer für die starre Bockrolle, eine 00 für die Lenkrolle ohne Feststeller, eine 20 für die Lenkrolle mit Totalfeststeller. A210 ist damit die Bockrolle aus derselben Gehäusefamilie wie die Lenkrollen A200 und A220 – gleiches Rad, gleiche Platte, nur ohne Schwenkbewegung.
  • Welche Anordnung ergibt den kürzesten Wendekreis? Zwei Bockrollen mittig unter dem Gerät, die Lenkrollen an den Enden. Der Wagen dreht dann um seine eigene Mitte statt um eine Ecke und braucht in Regalgassen deutlich weniger Platz. Nachteil ist das Wippen über die Mittelachse: Das Gerät steht nur mit zwei bis drei Rollen gleichzeitig auf dem Boden.
  • Was ändert sich, wenn ich vier Lenkrollen statt zwei Bock- und zwei Lenkrollen montiere? Das Gerät gewinnt Beweglichkeit und verliert Spurtreue. Es lässt sich auf der Stelle drehen und seitlich versetzen, driftet aber auf geneigten Böden und muss auf langen Schiebewegen ständig nachkorrigiert werden. Für lange Wege bleibt die Kombination aus zwei starren und zwei schwenkbaren Rollen die ruhigere Lösung.
  • Passen A210 und A200 unter denselben Wagen? Ja. Beide Baureihen haben eine Anschraubplatte von 47 x 47 mm, ein Lochbild von 33 x 33 mm und dieselben Bauhöhen von 67,5 mm bei 50 mm Rad und 99 mm bei 80 mm Rad. Entscheidend ist, dass alle vier Rollen dieselbe Radgröße bekommen – sonst steht das Gerät windschief.
  • Was bedeutet die Herstellerangabe "Radachse vernietet"? Die Achse ist fest im Gehäuse vernietet und lässt sich nicht zerstörungsfrei ausbauen. Ein einzelner Radtausch ist deshalb nicht vorgesehen: Bei verschlissener Lauffläche wird die komplette Rolle getauscht. Wer Räder separat nachkaufen möchte, wählt eine Baureihe mit schraubbarer Achse.
  • Wann brauche ich eine Rolle mit Fadenschutz? Überall dort, wo Fäden, Fasern, Schnüre, Umreifungsband oder Haare auf dem Boden liegen – in Textilbetrieben, Wäschereien, in Verpackung und Kommissionierung sowie bei Reinigungsarbeiten. Aufgewickeltes Material bremst das Rad und kann die Nabe blockieren. Auf trockenen, gefegten Werkstatt- und Laborböden ist die A210 ohne Fadenschutz die passende Wahl.
  • Welche Größen der A210 sind lieferbar? Zwei: 50 x 17 mm mit 35 kg Tragfähigkeit und 67,5 mm Bauhöhe sowie 80 x 21 mm mit 50 kg Tragfähigkeit und 99 mm Bauhöhe. Beide haben dieselbe Anschraubplatte, sodass der Wechsel zwischen den Größen ohne neue Bohrungen möglich ist. Für höhere Lasten stehen größere Baureihen bereit.
  • Auf welches Lochbild passt die Anschraubplatte der A210? Die Platte misst 47 x 47 mm, die Schraublöcher liegen 33 x 33 mm auseinander. Messen Sie am Altteil Plattenmaß, Lochabstand und Lochdurchmesser ab, bevor Sie bestellen. Passt das Lochbild nicht, sind Adapterplatten oder ein neues Bohrbild im Rahmen nötig.

Bockrollen A210 bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe A210 von BS ROLLEN liegen die Größen 50 x 17 mm mit 35 kg und 80 x 21 mm mit 50 kg ab Lager – beide mit grauem Thermoplast-Rad, Gleitlager und 47 x 47 mm Anschraubplatte. Passend dazu: Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Anordnung, Bauhöhe und Tragkraft statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.