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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Helme, Helmausstattung

Bei Höhenarbeit muss der Helm auch nach einem Sturz auf dem Kopf bleiben – das leistet nur ein Kinnriemen nach EN 12492. HUG Technik und Sicherheit führt 48 Helme und Ausstattungsteile von SKYLOTEC, darunter den dual zertifizierten Industrieschutz- und Bergsteigerhelm INCEPTOR GRX.

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Andreas Selwitschka

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Andreas Selwitschka

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Warum ein spezieller Helm für Höhenarbeit?

Kurz: Ein normaler Bauhelm kann beim Sturz vom Kopf rutschen, bevor der Kopf aufschlägt. Helme für die Höhenarbeit haben einen festen Kinnriemen und schützen auch gegen seitliche und frontale Stöße.

Ein klassischer Industrieschutzhelm ist darauf ausgelegt, herabfallende Gegenstände von oben abzuwehren. Bei einem Absturz reicht das nicht: Der Kopf kann seitlich oder frontal gegen Bauteile prallen, und ein Helm ohne festen Kinnriemen verliert dabei seinen Halt. Helme für die Höhenarbeit lösen beide Probleme. Sie sitzen durch einen belastbaren Kinnriemen fest und schützen rundum – von oben, von der Seite, von vorne und von hinten. Damit ergänzen sie die Auffanggurte und die übrige persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz um den passenden Kopfschutz. Allgemeine Bauhelme finden Sie in der Kategorie Schutzhelme und Zubehör.

EN 397 oder EN 12492 – der entscheidende Kinnriemen-Unterschied

Kurz: Bei EN 397 (Industrieschutzhelm) reißt der Kinnriemen bei 150–250 N, um ein Strangulieren an Maschinen zu verhindern. Bei EN 12492 (Bergsteigerhelm) hält der Kinnriemen mindestens 500 N, damit der Helm beim Sturz auf dem Kopf bleibt.

Dieser Unterschied ist der wichtigste bei der Helmwahl für die Höhenarbeit:
MerkmalEN 397 (Industrieschutzhelm)EN 12492 (Bergsteigerhelm)
Kinnriemenoptional, reißt bei 150–250 NPflicht, hält mind. 500 N
Schutzrichtungvor allem von obenoben, seitlich, frontal, hinten
Verhalten beim Absturzkann vom Kopf rutschenbleibt auf dem Kopf
UrsprungIndustrie, BaustelleBergsport, Höhenarbeit
Der bei EN 397 gewollte Reißmechanismus ist im Industrieumfeld ein Sicherheitsfeature: Verfängt sich der Riemen in einer Maschine, löst er, statt zu würgen. Beim Höhenarbeiter hingegen muss der Helm im Sturzfall sitzen bleiben – deshalb ist hier EN 12492 oder ein dual zertifizierter Helm richtig. Der SKYLOTEC INCEPTOR GRX erfüllt als Industrieschutz- und Bergsteigerhelm beide Normen und deckt damit Baustelle und Höhenarbeit zugleich ab – er ist auch als Ergänzung zu kompletten Absturzsicherungs-Sets erhältlich.

Elektrisch isolierende Helme (EN 50365, 1000 V)

Kurz: Für Arbeiten an oder nahe spannungsführenden Teilen gibt es elektrisch isolierende Helme nach EN 50365 (Klasse 0, bis 1000 V Wechselspannung).

Wer in der Nähe elektrischer Anlagen arbeitet, braucht einen Helm, der zusätzlich gegen elektrischen Schlag isoliert. Die EN 50365 bescheinigt die elektrische Isolierung für Arbeiten an Niederspannungsanlagen bis 1000 V Wechselspannung. Solche Helme – etwa der INCEPTOR GRX HIGH VOLTAGE – verzichten auf metallische Belüftungsöffnungen und leitfähige Bauteile. Sie kombinieren den festen Sitz für die Höhenarbeit mit dem elektrischen Schutz und sind für Monteure an Freileitungen, Schaltanlagen und Photovoltaik-Anlagen ausgelegt.

Helmausstattung: Gehörschutz, Visier und Stirnlampe

Kurz: Höhenarbeitshelme lassen sich modular erweitern – mit Gehörschutz, Gesichtsschutz, Stirnlampe und Sturmhaube. Die Ausstattung muss zum jeweiligen Helmmodell passen.

Ein Höhenarbeitshelm ist oft die Basis für ein ganzes Schutzsystem. Übliche Erweiterungen:
  • Gehörschutz: am Helm montierte Kapseln (z. B. SKYLOTEC MUTE 33) für laute Umgebungen.
  • Gesichts- und Augenschutz: integrierte oder ansteckbare Visiere gegen Funken, Splitter und Blendung.
  • Stirnlampe: Helmlampen (z. B. RoughLight, SmartLight) für Arbeiten in Schächten, Dämmerung und Innenräumen.
  • Sturmhaube und Helmmütze: Wärmeschutz unter dem Helm bei Kälte.
Wichtig: Zubehör nur in der vom Helmhersteller freigegebenen Kombination verwenden. Nicht jede Lampe oder jeder Gehörschutz passt an jedes Modell, und nachträgliche Bohrungen oder Klebungen können die Schutzwirkung des Helms aufheben.

Lebensdauer und Prüfung von Helmen

Kurz: Ein Helm wird nach jedem harten Schlag sofort ausgetauscht – auch ohne sichtbaren Schaden. Die maximale Gebrauchsdauer ist herstellerabhängig und meist kürzer als bei textiler PSA.

Die Helmschale altert durch UV-Strahlung, Temperaturwechsel und Belastung. Anders als bei textiler PSAgA gibt es keine einheitliche 10-Jahres-Grenze – die zulässige Gebrauchs- und Lagerdauer legt der Hersteller fest und ist oft deutlich kürzer. Das Herstelldatum steht eingeprägt im Helm. Sofort auszutauschen ist ein Helm nach jedem harten Aufprall oder Schlag, bei Rissen, bei spröder oder verfärbter Schale und bei beschädigtem Innenleben oder Kinnriemen. Vor jedem Einsatz gehört eine kurze Sichtprüfung dazu. Die HUG-Sachkundigen beraten zur Auswahl und zum richtigen Austauschzeitpunkt.

FAQ zu Helmen für die Höhenarbeit

  • Was ist der Unterschied zwischen EN 397 und EN 12492? EN 397 ist die Norm für Industrieschutzhelme; ihr optionaler Kinnriemen reißt bei 150–250 N, um ein Strangulieren beim Hängenbleiben an Maschinen zu verhindern. EN 12492 ist die Norm für Bergsteiger- und Kletterhelme; ihr Kinnriemen ist Pflicht und hält mindestens 500 N, damit der Helm bei einem Sturz auf dem Kopf bleibt. EN 12492 schützt zudem gegen seitliche und frontale Stöße, EN 397 vor allem gegen Schläge von oben.
  • Welchen Helm brauche ich für die Höhenarbeit? Für die Höhenarbeit und PSAgA brauchen Sie einen Helm, der im Sturzfall auf dem Kopf bleibt – also einen Helm nach EN 12492 oder einen dual zertifizierten Helm (EN 397 und EN 12492). Ein reiner Industriebauhelm nach EN 397 mit reißendem Kinnriemen ist ungeeignet, weil er beim Absturz verloren gehen kann. Dual zertifizierte Modelle wie der SKYLOTEC INCEPTOR GRX decken Baustelle und Höhenarbeit zugleich ab.
  • Darf ich einen normalen Bauhelm bei Arbeiten mit Absturzgefahr tragen? Nur, wenn er zusätzlich EN 12492 erfüllt. Ein reiner EN-397-Bauhelm ist für die reine Abwehr herabfallender Gegenstände gedacht; sein Kinnriemen ist auf Lösen ausgelegt. Bei Absturzgefahr muss der Helm sicher sitzen bleiben und rundum schützen. Deshalb ist bei Höhenarbeit ein Helm nach EN 12492 oder ein dual zertifizierter Helm vorgeschrieben.
  • Was bedeutet EN 50365 beim Helm? EN 50365 bescheinigt die elektrische Isolierung eines Helms für Arbeiten an Niederspannungsanlagen bis 1000 V Wechselspannung (Klasse 0). Solche Helme verzichten auf leitfähige Bauteile und offene Metall-Belüftungen. Sie sind für Elektromonteure an Freileitungen, Schaltanlagen und PV-Anlagen gedacht und werden oft mit dem festen Sitz für die Höhenarbeit kombiniert, etwa beim INCEPTOR GRX HIGH VOLTAGE.
  • Wie finde ich die richtige Helmgröße? Die Helmgröße richtet sich nach dem Kopfumfang, gemessen in Zentimetern rund um den Kopf über der Stirn. Höhenarbeitshelme decken mit einem verstellbaren Kopfband meist einen Bereich von etwa 51 bis 61 cm ab. Der Helm muss fest und waagerecht sitzen, ohne zu drücken, und darf bei geöffnetem Kinnriemen nicht nach vorne oder hinten kippen. Erst der geschlossene Kinnriemen fixiert ihn endgültig.
  • Wann muss ich meinen Helm austauschen? Sofort nach jedem harten Aufprall oder Schlag – auch wenn kein Schaden sichtbar ist, kann die Schale Mikrorisse haben. Außerdem bei sichtbaren Rissen, spröder oder stark verfärbter Schale, beschädigtem Innenleben oder defektem Kinnriemen. Zusätzlich gilt die vom Hersteller angegebene maximale Gebrauchsdauer ab Herstelldatum, die im Helm eingeprägt ist und meist kürzer als bei textiler PSA ausfällt.
  • Kann ich Gehörschutz und Visier an jedem Helm anbringen? Nein. Zubehör wie Gehörschutzkapseln, Visiere und Stirnlampen muss vom Helmhersteller für das jeweilige Modell freigegeben sein. Nur dann passen die Befestigungspunkte und die Schutzwirkung des Helms bleibt erhalten. Nachträgliche Bohrungen oder Klebungen sind tabu, weil sie die Schale schwächen. Im Zweifel die für das Modell passende Helmausstattung wählen oder die HUG-Sachkundigen fragen.
  • Wie pflege und lagere ich meinen Helm? Reinigung mit lauwarmem Wasser und milder Seife, keine Lösungsmittel oder aggressiven Reiniger, da sie die Schale angreifen. Aufkleber und Lackierungen können das Material schädigen – nur vom Hersteller freigegebene Kennzeichnungen verwenden. Gelagert wird der Helm kühl, trocken und vor UV-Strahlung geschützt, nicht hinter der Windschutzscheibe oder auf der Hutablage im Auto.

Helme und Helmausstattung bei HUG – SKYLOTEC INCEPTOR GRX

HUG Technik und Sicherheit führt 48 Helme und Ausstattungsteile von SKYLOTEC: den dual zertifizierten INCEPTOR GRX (Industrieschutz- und Bergsteigerhelm, EN 397 und EN 12492), die elektrisch isolierende Variante INCEPTOR GRX HIGH VOLTAGE (EN 50365, 1000 V) sowie Helmausstattung wie Gehörschutz (MUTE 33), Stirnlampen und Sturmhauben. Vom Standard-Höhenarbeitshelm bis zum isolierenden Spezialhelm ist jede Anforderung abgedeckt. Passend dazu finden Sie im Cluster Absturzsicherung: Was HUG von reinen Händlern unterscheidet: zertifizierte Sachkundige im Haus, eigene PSAgA Prüfung mit Revisionsdatenbank und PSAgA Schulungen nach DGUV 112-198 und 112-199. Bestellungen bis 16 Uhr gehen am selben Tag in den Versand. Grundlegendes Fachwissen finden Sie auf unserer Übersichtsseite Sichern und Retten.