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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Spannlager-Gehäuse TU-Serie

Wer nur den Gusskörper braucht, steht vor einer Frage, die der Katalog eindeutig beantwortet: Welches Gehäuse gehört zu welchem Y-Lager und damit zu welcher Welle. HUG führt acht dieser Spanngehäuse für Lagerbohrungen von 47 bis 100 Millimetern.
Erwin Küfner

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Erwin Küfner

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Gehäuse, Lager und Welle zuordnen

Die Bezeichnung eines Spanngehäuses nennt weder den Wellendurchmesser noch den Lagertyp. Die Kennziffer der 500er-Reihe bezieht sich auf die Bohrung des Gehäuses, also auf den Außendurchmesser des Lagers, das hineingehört. Der Katalog führt für jede fertige Einheit Gehäuse und Lager getrennt auf – daraus ergibt sich die vollständige Zuordnung.
GehäuseLagerbohrungpassendes Y-LagerWelle
TU 504 M47 mmYAR 20420 mm
TU 505 M52 mmYAR 20525 mm
TU 506 M62 mmYAR 20630 mm
TU 507 M72 mmYAR 20735 mm
TU 508 M80 mmYAR 20840 mm
TU 509 M85 mmYAR 20945 mm
TU 510 M90 mmYAR 21050 mm
TU 511 M100 mmYAR 21155 mm
Die Regel dahinter: Gehäusekennziffer minus 300 ergibt die Lagerkennziffer, deren letzte beiden Ziffern mal fünf den Wellendurchmesser liefern. TU 507 gehört also zum Lager 207 und damit auf eine 35-Millimeter-Welle. Wichtig ist der zweite Freiheitsgrad: Dasselbe Gehäuse nimmt Lager mit unterschiedlicher Wellenbefestigung auf. Die Reihe YAR klemmt über Gewindestifte im Innenring, die Reihe YET über einen Exzenterring mit einseitig verbreitertem Innenring. Wer die Klemmart wechseln will, behält das Gehäuse und tauscht nur den Einsatz. Die fertigen Einheiten aus Gehäuse und Lager führt die T-Serie, die Übersicht aller Einzelgehäuse die Seite Spannlager-Gehäuse.

Was das M in der Bezeichnung bedeutet

Alle Gehäuse im Sortiment tragen den Zusatz M. Daneben führt der Katalog dieselben Baugrößen in der Ausführung U. Der Unterschied lässt sich aus den Zuordnungstabellen ablesen: Die M-Ausführung erscheint bei den metrischen Einheiten und bei den vollzölligen Größen, die U-Ausführung bei den gebrochen zölligen. Praktisch heißt das für den europäischen Maschinenbau: M ist die Regelausführung. Wer eine Anlage mit metrischen Wellen betreibt, kommt mit M aus. Nur bei Maschinen mit Zollwellen in Zwischengrößen – etwa 13/16 oder 1 7/16 Zoll – taucht die U-Ausführung auf. Ein Punkt bleibt in jedem Fall zu prüfen: Gehäuse und Rahmen bilden ein Paar. Wird ein Gehäuse einzeln beschafft, muss es zu den Führungsschenkeln des vorhandenen Rahmens passen. Die Hauptabmessungen dieser Reihe folgen ISO 3228:1993; die Norm lässt für den Abstand der Führungsflächen plus/minus 0,25 Millimeter zu und schreibt für ihre Breite das Toleranzfeld H13 vor. Der Sitz ist also eng definiert und verträgt keine freie Auswahl über Herstellergrenzen hinweg.

Die passende Abschlusskappe

Endet die Welle innerhalb der Lagerstelle, bleibt eine offene Gehäuseseite zurück – eine Eintrittsstelle für Staub, Späne und Spritzwasser. Für die TU-Reihe führt der Katalog dafür eine eigene Abschlusskappe unter dem Kürzel ECY mit derselben Kennziffer wie das Lager.
GehäuseAbschlusskappeEinbaumaß
TU 504 MECY 20418,5 mm
TU 505 MECY 20518 mm
TU 506 MECY 20620 mm
TU 507 MECY 20722 mm
TU 508 MECY 20823,5 mm
TU 509 MECY 20923 mm
TU 510 MECY 21029,5 mm
TU 511 MECY 21134 mm
Bemerkenswert ist, dass die Sprünge im Einbaumaß nicht gleichmäßig verlaufen: Von 209 auf 210 wächst es um 6,5 Millimeter, von 204 auf 205 schrumpft es sogar leicht. Wer den Bauraum hinter der Lagerstelle knapp bemessen hat, rechnet also besser mit dem Tabellenwert als mit einer Faustformel. Für die Reihe nach japanischer Maßnorm führt der Katalog in derselben Tabelle keine Abschlusskappe. Das ist ein praktischer Unterschied, der beim Umstieg zwischen den Reihen leicht übersehen wird – mehr dazu auf der Seite Spannlager-Gehäuse TUJ.

Rahmenmaße und Nachschmierung

Ein Spanngehäuse arbeitet nie allein. Es sitzt zwischen den Schenkeln eines Spannrahmens und wird über eine Verstellschraube verschoben, die an der Aufnahme des Gehäuses angreift. Der Rahmen selbst gehört nicht zum Lieferumfang und wird nach der Baugröße gewählt. Beim Ersatz eines gebrochenen oder ausgelaufenen Gehäuses sind deshalb drei Maße aufzunehmen, bevor bestellt wird:
  • Bohrung des Gehäuses – sie muss zum Außendurchmesser des vorhandenen Lagers passen: 47, 52, 62, 72, 80, 85, 90 oder 100 Millimeter.
  • Abstand der Führungsflächen – er bestimmt, ob das Gehäuse in den Rahmen passt.
  • Breite der Führungsflächen – sie entscheidet über Spiel oder Klemmen beim Verschieben.
Im Gehäuse ist ein Schmiernippel zum Nachschmieren vorgesehen. Der Fettkanal führt zur Umfangsnut in der hohlkugeligen Bohrung und von dort über die Schmierbohrung des Lagers ins Lagerinnere – das Lager muss deshalb mit seiner Schmierbohrung zur Nut ausgerichtet eingesetzt werden. Ein verdreht montiertes Lager lässt sich nicht nachschmieren, obwohl der Nippel Fett annimmt. Passende Ersatzlager stehen unter Spannlager und Gehäuselager.

FAQ zu TU-Spanngehäusen

  • Welches Lager passt in ein TU 507 M? Ein Y-Lager der Baugröße 207 mit 72 Millimetern Außendurchmesser, also für eine 35-Millimeter-Welle. Zur Wahl stehen Einsätze mit Gewindestiften im Innenring und Einsätze mit Exzenterring. Beide haben denselben Außendurchmesser und passen in dasselbe Gehäuse.
  • Ist die Zahl im Gehäusenamen der Wellendurchmesser? Nein. Die Kennziffer der 500er-Reihe bezeichnet die Gehäusebohrung und damit den Lageraußendurchmesser. Die Umrechnung läuft in zwei Schritten: Gehäusekennziffer minus 300 ergibt die Lagerkennziffer, deren letzte beiden Ziffern mal fünf den Wellendurchmesser liefern. TU 510 gehört also auf eine 50-Millimeter-Welle.
  • Was bedeutet das M am Ende? Es kennzeichnet eine Gehäuseausführung, die in den Katalogtabellen mit den metrischen Einheiten und mit den vollzölligen Größen kombiniert wird. Die daneben geführte Ausführung U erscheint bei gebrochen zölligen Größen. Für den europäischen Maschinenbau mit metrischen Wellen ist M die Regelausführung.
  • Gehört ein Lager zum Lieferumfang? Nein. Ein Spannlager-Gehäuse ist der Gusskörper ohne Lager; der Katalog führt Gehäuse und Einsatz als getrennte Positionen. Wer eine komplette Lagerstelle aufbaut, braucht zusätzlich das passende Y-Lager und je nach Einbausituation eine Abschlusskappe sowie den Spannrahmen.
  • Wofür ist die Abschlusskappe gut? Sie verschließt die offene Gehäuseseite, wenn die Welle innerhalb der Lagerstelle endet. Ohne Kappe gelangen Staub, Späne und Spritzwasser direkt an die Lagerdichtung. Für diese Reihe heißt die Kappe ECY mit derselben Kennziffer wie das Lager; ihr Einbaumaß liegt je nach Größe zwischen 18 und 34 Millimetern.
  • Wie prüfe ich, ob das Gehäuse in meinen Rahmen passt? Über zwei Maße am ausgebauten Teil: den Abstand der beiden Führungsflächen und deren Breite. Nach ISO 3228 sind für den Abstand plus/minus 0,25 Millimeter zulässig und für die Breite das Toleranzfeld H13. Der Sitz ist damit eng definiert – Gehäuse anderer Maßnormen passen nicht ohne Weiteres.
  • Wie wird das Gehäuse nachgeschmiert? Über einen Schmiernippel, der Fett in die Umfangsnut der hohlkugeligen Bohrung drückt. Von dort gelangt es über die Schmierbohrung des Lagers ins Innere. Das Lager muss beim Einsetzen so ausgerichtet werden, dass seine Bohrung zur Nut zeigt – sonst nimmt der Nippel zwar Fett an, es erreicht das Lager aber nicht.
  • Kann ich ein gebrauchtes Lager in ein neues Gehäuse setzen? Technisch ja, sinnvoll meist nicht. Läuft ein Gehäuse aus, hat sich der kugelige Außenring in der Bohrung bewegt und dabei beide Flächen verschlissen. Ein gebrauchtes Lager in ein neues Gehäuse zu setzen bedeutet, eine verschlissene Kugelfläche gegen eine neue Kalotte zu paaren – das Spiel bleibt.
  • Wann lohnt sich das Gehäuse ohne Lager? Wenn der Gusskörper beschädigt ist und das Lager noch läuft, wenn ein Sonderlager mit abweichender Dichtung oder Fettung eingebaut werden soll oder wenn Lagerstellen mit unterschiedlicher Klemmart einheitlich bevorratet werden. Für den Standardfall bleibt die fertige Einheit die wirtschaftlichere Lösung.

TU-Gehäuse bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der TU-Reihe liegen acht Spanngehäuse von SKF ab Lager – die Baugrößen 504 bis 511 in der Ausführung M, für Lagerbohrungen von 47 bis 100 Millimetern und damit für Wellen von 20 bis 55 Millimetern. Passend dazu: Was HUG ausmacht: Gehäuse und Lager getrennt lieferbar und die Zuordnung zwischen vorhandenem Rahmen, Gehäusegröße und Einsatzlager als Beratungsleistung. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.