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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Schwerlast-Bockrollen N110.C10

Die Baureihe N110.C10 ist die starre Schwerlastrolle mit Guss-Polyurethan auf einem Radkörper aus Gusseisen. HUG Technik führt drei Ausführungen mit 450, 550 und 600 kg Tragfähigkeit je Rolle ab Lager, alle mit Kugellager in der Radnabe und einheitlicher 138 x 110 mm-Anschraubplatte.

Zu Ihrem Experten für Schwerlast-Bockrollen N110.C10

Thomas Klosik

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Aufbau und Bezeichnung

Die Gabel dieser Rolle besteht aus Stahlblech in verzinkt-chromatierter Ausführung, das Rad aus einem Gusseisenkörper mit aufgezogener Lauffläche aus Guss-Polyurethan 95 ± 3 Shore A, und in der Radnabe sitzt ein Kugellager. Der Hersteller führt zusätzlich einen zweireihigen Kugelkranz im Gabelkopf und die Kennzeichnung „schwere Ausführung" – beides Merkmale, die die gesamte N-Familie zusammenhalten und bei der schwenkbaren Schwesterbaureihe den Drehkranz bilden.

Die Bezeichnung liest sich systematisch: N für das schwere gepresste Gehäuse, die dritte Ziffer für die Bauart – 10 die starre Bockrolle, 20 die Lenkrolle mit Totalfeststeller –, das Kürzel hinter dem Punkt für den Radtyp. C10 ist das Polyurethanrad mit Gusseisenkörper. In den Artikelbezeichnungen im Shop taucht dieselbe Rolle mit der Schreibweise N100.C10 auf; gemeint ist die Baureihe dieser Kategorie. Die schwenkbare Ausführung mit denselben Rädern läuft als Schwerlast-Lenkrolle N120.C10.

Starr heißt, dass das Rad fest in Fahrtrichtung des Gehäuses steht. Diese Rolle gibt dem Gerät die Spur; die Wendigkeit steuern schwenkbare Rollen bei. Weitere starre Baureihen dieser Lastklasse stehen im Bereich Schwerlast-Bockrollen.

Was der Gusseisenkörper leistet

Gusseisen ist mit 180 bis 220 HB der härteste und formstabilste der gängigen Radkörper-Werkstoffe. Nach der Werkstoffbeschreibung von Blickle deckt Gusseisen als Radwerkstoff einen Einsatzbereich von −100 bis +600 °C ab und ist korrosionsbeständig; als reines Laufrad erzeugt es allerdings einen sehr hohen Bodendruck. Genau deshalb sitzt hier eine Polyurethan-Bandage darauf: Der Guss trägt, das Polyurethan schont den Boden.

Der Unterschied zur Aluminiumfelge liegt weniger in der Tragkraft als in der Verformung unter Dauerlast. Ein Gusskörper gibt bei stehender Last praktisch nicht nach, hält also die Rundheit des Rades auch dann, wenn ein beladenes Gerät über Wochen an derselben Stelle steht. Das Mehrgewicht nimmt man dafür in Kauf: Die 150er dieser Baureihe wiegt rund 3,5 kg, die vergleichbare Größe mit Aluminiumfelge etwa 2,3 kg.

Für Anwendungen, in denen jedes Kilogramm am Gerät zählt oder in denen viel von Hand umgesetzt wird, ist deshalb die N110.B90 mit Aluminiumfelge die leichtere Alternative – bei gleichem Gehäuse, gleicher Platte und gleichem Laufbelag.

Dauerlast im Stand und Standplatten

Steht ein beladenes Gerät lange auf demselben Fleck, drückt sich die Aufstandsfläche in den Laufbelag ein. Diese bleibende Abflachung nennt man Standplatte; beim Anfahren rumpelt das Rad dann, bis sich der Belag wieder erholt hat – oder eben nicht mehr erholt. Wie stark der Effekt ausfällt, hängt an drei Größen: an der Härte des Belags, an der Flächenpressung und an der Temperatur.

Guss-Polyurethan mit 95 Shore A liegt am harten Ende der elastischen Beläge und ist damit deutlich unempfindlicher als weiche Gummibeläge. Der harte Gusskörper darunter verhindert zusätzlich, dass sich der Radkörper selbst mitverformt. Wer trotzdem lange Standzeiten hat, kann gegensteuern, indem er das Gerät gelegentlich ein Stück verfährt oder die Last im Stand über Abstellstützen abfängt.

Der zweite Dauerlast-Effekt betrifft das Lager. Kugellager haben nach dem Blickle-Ratgeber zu Radlagerarten die höchste Tragfähigkeit und das geringste Lagerspiel; sie halten Stillstandsbelastung gut aus. Beidseitig abgedichtete Ausführungen der Bauform 2RS sind auf Lebensdauer gefüllt und dürfen nicht nachgeschmiert werden – die Wartung beschränkt sich darauf, aufgewickelte Fäden und Späne zu entfernen.

Warum 125 mm mehr trägt als 150 mm

In dieser Baureihe trägt das 125 mm-Rad mit 50 mm Breite 550 kg, das größere 150 mm-Rad mit nur 40 mm Breite dagegen 450 kg. Das widerspricht der Faustregel „größer trägt mehr" – und zeigt, dass bei bandagierten Rädern die Breite oft der stärkere Hebel ist.

Der Grund liegt in der Flächenpressung im Laufbelag. Die zulässige Last ergibt sich aus der Fläche, über die der Belag die Kraft in den Boden bringt, und aus der Pressung, die das Material dauerhaft aushält. Die Breite geht dabei direkt in die Aufstandsfläche ein, während ein größerer Durchmesser die Kontaktfläche nur über die flachere Abwicklung vergrößert. Zehn Millimeter mehr Breite wiegen deshalb mehr als 25 mm mehr Durchmesser.

Für die Praxis folgt daraus eine klare Reihenfolge beim Auswählen: zuerst die benötigte Tragkraft je Rolle festlegen, dann prüfen, welche Kombination aus Durchmesser und Breite sie liefert, und erst zuletzt über den Durchmesser das Rollverhalten feinjustieren. Der größere Durchmesser bleibt nämlich der bessere Hindernisüberwinder – er trifft Türschwellen, Dehnungsfugen und Rampenkanten in einem flacheren Winkel und rollt darüber, statt dagegenzustoßen.

Maße und Befestigung

Plattengröße, Lochbild und Lochdurchmesser sind in dieser Baureihe einheitlich; unterschiedlich sind Raddurchmesser, Radbreite, Tragfähigkeit und Bauhöhe.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitBauhöhePlattengrößeLochbildLoch-Ø
125 x 50 mm550 kg178 mm138 x 110 mm105 x 75 mm11 mm
150 x 40 mm450 kg195 mm138 x 110 mm105 x 75 mm11 mm

Eine dritte Ausführung der Baureihe trägt 600 kg. Weil ihr Maßsatz im Artikeldatensatz mit dem der 550-kg-Variante übereinstimmt, gleichen Sie Raddurchmesser und Bauhöhe vor der Bestellung bitte direkt am Artikel ab oder fragen Sie kurz bei uns nach – wir sehen im Lieferantendatensatz nach und melden das verbindliche Maß zurück.

Die einheitliche 138 x 110 mm-Platte mit Lochbild 105 x 75 mm und 11 mm Löchern hat einen praktischen Vorteil: Wer dieses Bohrbild einmal gesetzt hat, kann zwischen den Größen der Baureihe und auf die anderen N110-Radtypen wechseln, ohne neu zu bohren. Zu beachten bleibt die unterschiedliche Bauhöhe – alle Rollen unter einem Gerät müssen darin übereinstimmen, sonst kippelt der Rahmen.

Welche der drei N110-Ausführungen passt

Alle drei Radtypen der Baureihe sitzen im selben Gehäuse und auf derselben Platte – die Entscheidung fällt allein über das Rad. Gusseisen mit Polyurethanbandage ist die Wahl für hohe Dauerlast, lange Standzeiten und Böden, die geschont werden sollen. Die Aluminiumfelge nimmt Gewicht heraus, wo viel gehoben und umgebaut wird.

Das reine Kunststoffrad der N110.B10 ist der Gegenentwurf: unempfindlich gegen Nässe und Reinigungsmittel, günstig, aber härter im Lauf und weniger bodenschonend. Auf rauen, verschmutzten Industrieböden spielt es seine Stärke aus, auf beschichtetem Estrich ist die Polyurethanvariante klar im Vorteil.

Ist nur der Belag verschlissen, lohnt der Radtausch statt der kompletten Rolle. Die passenden Räder mit Gusseisenkörper stehen als Polyurethanräder C10 im Sortiment und decken dort einen noch größeren Durchmesserbereich ab als die kompletten Rollen dieser Baureihe.

FAQ zur Baureihe N110.C10

  • Warum trägt das 125er Rad mehr als das 150er? Weil es breiter ist. Die 125er hat 50 mm Radbreite und trägt 550 kg, die 150er nur 40 mm und trägt 450 kg. Die Breite geht direkt in die Aufstandsfläche des Laufbelags ein, der Durchmesser vergrößert die Kontaktfläche nur über die flachere Abwicklung. Bei bandagierten Rädern ist Breite deshalb der stärkere Hebel.
  • Wofür steht C10 in der Bezeichnung? C10 bezeichnet den Radtyp: Lauffläche aus Guss-Polyurethan mit 95 ± 3 Shore A auf einem Radkörper aus Gusseisen, mit Kugellager in der Nabe. N steht für das schwere gepresste Gehäuse, die dritte Ziffer für die Bauart – 10 ist die starre Bockrolle, 20 die schwenkbare Ausführung mit Totalfeststeller.
  • Was sind Standplatten und wie vermeide ich sie? Standplatten sind bleibende Abflachungen im Laufbelag, die entstehen, wenn ein beladenes Gerät lange am selben Platz steht. Der harte Polyurethanbelag mit 95 Shore A und der formstabile Gusskörper sind dagegen weit unempfindlicher als weiche Gummiräder. Bei sehr langen Standzeiten hilft, das Gerät gelegentlich ein Stück zu verfahren.
  • Gusseisen oder Aluminium als Radkörper? Gusseisen ist formstabiler und unempfindlicher gegen Dauerlast im Stand, Aluminium spart Gewicht und leitet Walkwärme besser ab. Bei 150 mm Raddurchmesser liegen zwischen beiden Ausführungen rund 1,2 kg je Rolle. Gehäuse, Anschraubplatte und Laufbelag sind identisch, ein Wechsel ist ohne Umbau möglich.
  • Welche Böden verträgt der Polyurethanbelag? Alle glatten und leicht rauen Hallenböden, auch beschichteten Estrich und Industrieparkett. Der Belag hinterlässt keine Streifen und rollt mit 0,7 bis 1,0 Prozent Rollwiderstand leicht. Auf sehr rauem, scharfkantigem Untergrund verschleißt jede Bandage schneller – dort ist ein reines Kunststoffrad die robustere Wahl.
  • Passt die N110.C10 auf mein vorhandenes Bohrbild? Die Platte misst 138 x 110 mm, das Lochbild 105 x 75 mm und der Lochdurchmesser 11 mm – bei allen Ausführungen der Baureihe gleich. Dasselbe Maß nutzen die anderen N110-Radtypen ab 125 mm Raddurchmesser. Messen Sie am Altteil nach und prüfen Sie zusätzlich die Bauhöhe.
  • Muss das Radlager gewartet werden? Die Räder laufen auf Kugellagern; beidseitig abgedichtete Ausführungen sind auf Lebensdauer gefüllt und dürfen nicht nachgeschmiert werden. Die einzige regelmäßige Aufgabe ist, Fäden, Folienreste und Späne von der Achse zu entfernen. Sie sind die häufigste Ursache für plötzlich schwergängige Rollen.
  • Was tun, wenn 600 kg je Rolle nicht reichen? Dann trägt kein größeres Rad derselben Baureihe weiter, sondern nur eine andere Gehäusebauart. Rollen mit geschweißtem Stahlgehäuse decken den Bereich darüber ab und erreichen als Doppelrolle 2.000 kg je Rolle. Rechnen Sie bei vier Rollen immer nur mit drei tragenden Rollen.

Schwerlast-Bockrollen N110.C10 bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe N110.C10 von BS ROLLEN liegen alle drei Ausführungen ab Lager: 450, 550 und 600 kg Tragfähigkeit, Guss-Polyurethan 95 ± 3 Shore A auf Gusseisenkörper, Kugellager in der Nabe und durchgängig 138 x 110 mm-Anschraubplatte. Passend dazu: Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Tragkraft, Radwerkstoff und Bohrbild statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.