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Spannhebel

Spannhebel übertragen Drehmoment direkt und ohne Spiel auf die Gewindespindel. Ihre starre Verbindung erzeugt höhere Klemmkräfte als verstellbare Bauformen und eignet sich überall dort, wo Positionen dauerhaft und vibrationssicher fixiert werden müssen.

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Erwin Küfner

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Starr statt verstellbar – wann ist das die richtige Wahl?

Im Gegensatz zum Klemmhebel, dessen Griffhebel sich in beliebiger Stellung lösen und neu ansetzen lässt, bildet der Spannhebel eine feste Einheit mit der Spindel. Was nach Nachteil klingt, ist in vielen Anwendungen ein Vorteil: Die Kraft fließt verlustfrei von der Hand über den Hebel in das Gewinde. Kein Ratschenmechanismus, kein Spiel, kein unbeabsichtigtes Lösen bei Vibrationen. Typische Szenarien für Spannhebel:
  • Positionen, die selten verstellt werden (Grundeinstellungen, Anschläge)
  • Fixierungen, die hohen Drehmomentanforderungen standhalten müssen
  • Applikationen mit ausreichend Schwenkraum für den Hebel
Wo der verfügbare Bauraum den Hebelschwenk einschränkt, ist ein verstellbarer Klemmhebel die bessere Alternative. Wo es dagegen auf maximale Schnelligkeit ankommt, bietet ein Exzenterhebel den schnelleren Spannvorgang.

Bauformen und Normen

HUG führt Spannhebel in mehreren genormten Bauformen: Kegelgriffe nach DIN 99 gehören zu den am häufigsten eingesetzten Spannhebeln im Maschinenbau. Die Norm unterscheidet zwischen Form L (mit Bohrung für Durchgangsbefestigung) und Form N (mit Innengewinde). Beide Varianten bestehen aus poliertem Stahl und liefern eine ergonomische, kegelförmige Grifffläche, die sich auch mit ölverschmierten Händen sicher greifen lässt. Spanner mit Innengewinde und Innenvierkant kommen im Vorrichtungsbau zum Einsatz, wenn definierte Drehmomente über einen Schraubenschlüssel aufgebracht werden sollen. Das Gehäuse aus Vergütungsstahl hält Klemmkräfte im dreistelligen Newton-Meter-Bereich zuverlässig.
BauformWerkstoffGewindegrößenEinsatzbereich
Kegelgriff DIN 99 Form LStahl, poliertM6 – M16Universell, Maschinenbau
Kegelgriff DIN 99 Form NStahl, poliertM6 – M16Aufschraubbare Fixierungen
Spanner mit InnenvierkantVergütungsstahlM8 – M16Vorrichtungsbau, hohe Klemmkräfte
Die Gestaltung von Stellteilen – einschließlich Spannhebeln – ist in DIN EN ISO 9355-2 geregelt. Die Norm gibt Empfehlungen zu Griffdurchmessern, Bedienkräften und ergonomischer Auslegung.

Praxisanwendungen im Vorrichtungs- und Maschinenbau

Spannhebel sind das Mittel der Wahl, wenn Werkstücke oder Maschinenteile unter definierten Bedingungen fixiert werden:
  • Werkzeugmaschinen: Tischanschläge, Reitstöcke und Werkzeugaufnahmen fixieren – Positionen, die über eine gesamte Fertigungsserie konstant bleiben
  • Prüf- und Messmittel: Referenzpunkte in Prüfvorrichtungen dauerhaft klemmen
  • Sondermaschinenbau: Schutzabdeckungen und Wartungsklappen sichern, die nur bei Stillstand geöffnet werden
  • Schweißvorrichtungen: Bauteile unter Kraft positionieren und während des Schweißprozesses vibrationssicher halten
In all diesen Fällen werden Spannhebel regelmäßig zusammen mit Spannelementen, Arretierbolzen und Druckstücken verbaut, um eine vollständige Spannlösung zu realisieren.

Spannhebel bei HUG – DIN-Qualität ab Lager

HUG Technik und Sicherheit bietet Spannhebel von KIPP in allen gängigen DIN-Bauformen und Gewindegrößen. Ob genormter Kegelgriff für den universellen Einsatz oder hochfester Spanner für den Vorrichtungsbau – die passende Lösung liegt bei HUG auf Lager. Sie sind unsicher, ob ein Spannhebel, ein Klemmhebel oder ein Exzenterhebel die richtige Wahl für Ihre Anwendung ist? Unsere Fachberater helfen bei der Auswahl. Ergänzend finden Sie bei HUG Handräder und Kurbeln, Griffe und Schnellspanner für die vollständige Ausstattung Ihrer Maschinen und Vorrichtungen.