Bügelgriffe
Bügelgriffe ermöglichen sicheres Greifen, Ziehen und Führen an Maschinen, Gehäusen und Vorrichtungen. Der U-förmige Bügel liegt ergonomisch in der Hand und überträgt die Bedienkraft gleichmäßig. Technisches Hintergrundwissen zu den verschiedenen Grifftypen bietet unser Fachbeitrag zu Bügelgriffen, Rohrgriffen und Schalengriffen.80 Artikel gefunden
Materialien – Edelstahl, Aluminium oder Kunststoff?
Der Werkstoff bestimmt Korrosionsbeständigkeit, Gewicht und Einsatzumgebung:- Edelstahl (V2A / V4A): Widersteht Korrosion, Reinigungsmitteln und Feuchtigkeit. Geschliffene oder polierte Oberfläche, leicht zu reinigen. Pflicht in Lebensmittelindustrie, Pharmatechnik und Außenanwendungen.
- Aluminium (eloxiert): Geringes Gewicht bei hoher Steifigkeit. Eloxierte Oberfläche schützt vor Oxidation und erhöht die Kratzfestigkeit. Für tragbare Gehäuse, Messgeräte und Verfahreinheiten, bei denen Masse zählt.
- Kunststoff (PA, glasfaserverstärkt): Elektrisch und thermisch isolierend. Für Schaltschränke, Elektrogehäuse und Prüfaufbauten. Fühlt sich bei niedrigen Temperaturen weniger kalt an als Metall. Belastbarkeit bis ~500 N.
Befestigungsarten und Einbaumaße
Bügelgriffe werden mit zwei Schrauben am Gehäuse befestigt. Der Lochabstand (Achsmaß) ist das entscheidende Einbaumaß:- Gängige Lochabstände: 96 mm, 128 mm und 160 mm
- Durchgangsbohrung: Schrauben von hinten durch die Gehäusewand. Sauberste Optik, höchste Belastbarkeit.
- Gewindezapfen: Griff wird von außen aufgesetzt und von innen mit Muttern gesichert. Für dünne Blechwände ohne Senkbohrung.
- Abgewinkelte Bügelgriffe: Schaffen Abstand zwischen Hand und Gehäuse. Erleichtert das Zugreifen bei beengten Einbausituationen und verhindert Fingereinklemmen.
Einsatzgebiete
Bügelgriffe finden sich überall dort, wo ein Bauteil regelmäßig geöffnet, bewegt oder positioniert wird:- Maschinenverkleidungen und Schaltschrankdeckel
- Werkzeugkästen und Transportbehälter
- Messgeräte und Laboraufbauten
- Vorrichtungen und Prüfstände
