Transporttechnik
Transporttechnik-Komponenten sind die Hilfsmittel für das Anheben, Bewegen und Sichern von Lasten in Industrie und Logistik – Kugelrollen, Ringschrauben, Lastbügel, Anschlagpunkte und Schäkel. HUG führt das KIPP®-Programm an Anschlag- und Transport-Normteilen für professionelle Hebe- und Fördertechnik.Technische Infos
Zwei Hauptproduktbereiche
- Ringschrauben, Lastbügel, Anschlagpunkte: Anschlagmittel zum Anheben schwerer Lasten mit Kran oder Hebewerkzeug – in Werkstücken fest verschraubt oder als drehbare Schwenk-Anschlagpunkte
- Kugelrollen: Kugelförmige Rollen als Fördermittel – lassen Werkstücke in jede Richtung bewegen, ideal für Montagetische und Verpackungslinien
Ringschrauben, Lastbügel und Anschlagpunkte
- Ringschrauben: Kopf mit Ring zum Einhaken von Kranhaken – Standard-Anschlagmittel für senkrechtes Heben
- Lastbügel und Tragzapfen: Seitlich verschraubt – nehmen Kräfte aus mehreren Richtungen auf
- Schäkel: U-förmige Verbindungsglieder – trennen und verbinden Hebegurte und Ketten
- Anschlagwirbel: Drehbare Anschlagpunkte – passen sich der Kraftrichtung selbsttätig an, verhindern Verdrehung des Hebemittels
- Kugeltragbolzen: Hochpräzise Tragbolzen mit Kugel-Arretierung für wiederholbare Lastaufnahme
Kugelrollen – wie sie eingesetzt werden
Kugelrollen sind runde Lagerelemente mit einer Stahlkugel, die in alle Richtungen rollen kann:- Omnidirektionale Bewegung: Im Unterschied zu Förderrollen erlauben Kugelrollen Bewegung in beliebige Richtungen
- Montagetische: Werkstücke können gedreht und verschoben werden, ohne das Werkzeug neu anzusetzen
- Ballrollen-Förderer: Kommissionierbereiche mit Werkstücken, die gedreht werden müssen
- Flughafen-Gepäckverteilung: Klassischer Einsatzbereich der Kugelrolle
Typische Einsatzgebiete
- Hebetechnik und Krane: Ringschrauben und Lastbügel an Werkstücken, Maschinen und Gussteilen für Krantransport
- Verpackungs- und Förderanlagen: Kugelrollen als Übergabeelemente zwischen Transportabschnitten
- Montagevorrichtungen: Kugelrollen als Werkstück-Auflage mit Drehbarkeit
- Maschinen-Transport: Anschlagpunkte für das Umsetzen schwerer Maschinen
- Schwerlast-Handling: Schäkel und Tragzapfen für Stahl-, Gussteil- und Betonfertigteil-Transport
Ergänzende Ladungssicherung
Für die komplette Transport- und Ladungssicherung kombinieren Sie Transporttechnik mit:- Zurrgurte und Spanngurte nach DIN EN 12195-2 für die Ladungsverzurrung auf LKW
- Transportrollen für Förderanlagen und Rollbahnen
- Kugelsperrbolzen als Schnellverbindung in Vorrichtungen
FAQ – häufige Fragen zur Transporttechnik
- Welche Tragkraft brauche ich für meine Ringschraube? Tatsächliches Gewicht der Last + Sicherheitsfaktor 4 (Standard im Hebezeugbereich). Bei Schräganschlag (mehrere Anschlagstränge im Winkel) zusätzliche Berechnung – die Tragkraft sinkt mit größerem Winkel. Faustregel: Bei 60° Winkel pro Strang nur 50 % der Nenntragkraft. Im Zweifel den Hersteller-Belastungsdiagramm prüfen.
- Was ist ein Anschlagwirbel und warum ist er besser? Anschlagwirbel ist drehbar in alle Richtungen – passt sich der Zugrichtung des Hebemittels selbsttätig an. Bei festen Ringschrauben kann eine schiefe Zugrichtung Biegekraft erzeugen, die nicht vorgesehen ist – Bruchgefahr! Anschlagwirbel verhindert das. Pflicht bei kritischen Hebeoperationen oder wenn die Zugrichtung wechselt.
- Wie tief muss eine Ringschraube eingeschraubt sein? Mindestens 1,5 × Schraubendurchmesser ins Werkstück. Beispiel: M16 = 24 mm Mindesteinschraubtiefe. Bei Aluminium oder Guss eher 2 × Durchmesser. Gewinde muss vollständig eingeschnitten sein, kein gequetschtes Gewinde. Vor jedem Hebevorgang Sichtprüfung der Verschraubung.
- Wann brauche ich Kugelrollen? Wenn ein Werkstück auf einem Tisch in beliebige Richtung gedreht und verschoben werden muss – z. B. Montage großer Werkstücke wo Werker um sie herumgehen muss, Verpackungslinien mit Drehoperationen, Übergabeplätze in Förderanlagen. Im Unterschied zur Förderrolle (nur eine Richtung) ist die Kugelrolle omnidirektional.
- Wie pflege ich Hebezeuge und Anschlagmittel? Sichtprüfung vor jedem Einsatz – Risse, Verformungen, Verschleiß. Jährliche Sachkundigenprüfung Pflicht (DGUV). Lagerung trocken, nicht auf Boden geworfen. Nach Überlast oder Sturz: nicht weiter verwenden, vom Sachkundigen prüfen lassen oder ersetzen. Identifizierung über CE-Stempel und WLL-Angabe (Working Load Limit).
