Lenkrollen
Lenkrollen sind die schwenkbaren Rollen, die einen Wagen lenkbar machen – einfach oder doppelt, mit und ohne Feststeller, bis hin zur Schwerlastrolle. HUG führt das Sortiment von BS ROLLEN mit Tragkräften von etwa 50 bis 2.000 kg und Raddurchmessern von 50 bis 300 mm ab Lager.Inhalt im Überblick
Lenkrolle oder Bockrolle?
Kurz: Die Lenkrolle schwenkt um die Vertikalachse und lenkt den Wagen, die Bockrolle ist starr und hält die Spur. Klassisch sitzen zwei Lenkrollen vorne und zwei Bockrollen hinten; vier Lenkrollen machen den Wagen seitlich versetzbar, aber spurinstabiler.
Die Lenkrolle dreht zusätzlich zur Radachse um eine senkrechte Schwenkachse – damit lässt sich der Wagen in jede Richtung schieben und drehen. Die richtige Verteilung entscheidet über das Fahrverhalten:- Zwei Lenkrollen vorne, zwei Bockrollen hinten: der Wagen lenkt wie ein Fahrzeug und bleibt spurstabil.
- Vier Lenkrollen, zwei mit Totalfeststeller: für enge Bauräume, der Wagen ist seitlich versetzbar, aber weniger spurtreu.
Total- oder Radfeststeller?
Kurz: Der Totalfeststeller blockiert mit einem Hebel Raddrehung und Schwenkachse zugleich – der Wagen steht absolut fest. Ein reiner Radfeststeller bremst nur das Rad; der Wagen kann sich noch um die Schwenkachse drehen. In der Werkstatt ist der Totalfeststeller Standard.
Der Feststeller ist das wichtigste Auswahlkriterium bei der Lenkrolle:- Mit Totalfeststeller: ein Hebel sperrt Raddrehung und Schwenkachse gleichzeitig – der Wagen kann weder rollen noch drehen. Empfohlen an zwei diagonal gegenüberliegenden Positionen.
- Ohne Radfeststeller: frei drehende Lenkrollen – für Wagen, die ständig in Bewegung sind und nicht abgestellt werden.
Einfach-, Doppel- und Schwerlastrolle
Kurz: Die Einfachrolle ist der Standard für moderate Last, die Doppelrolle trägt mehr auf gleichem Bauraum und läuft ruhiger, die Schwerlastrolle erreicht mit verstärkter Gabel bis 2.000 kg pro Rolle.
Die Bauform richtet sich nach Last und Laufruhe:- Einfachrolle: ein Rad pro Rolle – Standard für Werkstattwagen und Transporter mit moderater Last.
- Doppelrolle: zwei parallele Räder – doppelte Tragkraft auf gleichem Bauraum und ruhigerer Lauf, wichtig für Klinik- und Präzisionsanwendungen.
- Schwerlastrolle: verstärkte Gabel und größeres Schwenkkugellager – für Tragkräfte bis 2.000 kg pro Rolle.
Tragkraft, Material und Befestigung
Kurz: Die Tragkraft pro Rolle folgt der Faustformel (Wagengewicht + Last) ÷ 3. Lauffläche und Befestigung wählt man wie bei allen Transportrollen – die Details stehen in der Übersicht.
Für die Auslegung gilt dieselbe Regel wie bei jeder Transportrolle: (Wagengewicht + Last) ÷ 3 ergibt die Mindest-Tragkraft pro Rolle, weil auf unebenem Boden meist nur drei Rollen zugleich tragen. Beim Laufflächenmaterial gilt kurz: Polyurethan für glatte Hallenböden, Vollgummi/TPR für empfindliche Böden und den Innenraum, Luftrad für raue Außenböden. Befestigt wird über Platte, Rückenloch oder Gewindezapfen. Die vollständige Material- und Tragkrafttabelle sowie alle Bauarten stehen in der Übersicht Transportrollen. Für die Ladungssicherung der bewegten Güter ergänzen Zurrgurte nach EN 12195-2 die Rollen.FAQ zu Lenkrollen
- Was bedeutet Lenkrolle? Eine Lenkrolle ist eine Transportrolle, die nicht nur um die Radachse, sondern zusätzlich um eine senkrechte Schwenkachse dreht. Dadurch folgt sie der Schubrichtung und macht den Wagen lenkbar. Im Gegensatz dazu ist die Bockrolle starr und hält die Geradeausspur.
- Lenkrolle vorne oder hinten? Klassisch sitzen zwei Lenkrollen vorne und zwei Bockrollen hinten – der Wagen lenkt vorne wie ein Fahrzeug und bleibt geradeaus stabil. Für enges Manövrieren nimmt man vier Lenkrollen, der Wagen ist dann seitlich versetzbar, aber bei Geradeausfahrt weniger spurtreu.
- Totalfeststeller oder nur Radfeststeller? Der Totalfeststeller blockiert Raddrehung und Schwenkachse zugleich und ist der Sicherheitsstandard. Ein reiner Radfeststeller bremst nur das Rad – der Wagen kann sich noch drehen, wenn an ihm gezogen wird. Im Werkstattbereich immer Totalfeststeller wählen.
- Wie befestigt man Lenkrollen? Über drei gängige Anschlüsse: die Plattenbefestigung mit vier Bohrungen für stabile, stationäre Wagen, das Rückenloch mit Zentralbolzen für kompakten Bauraum und den Gewindezapfen zum Einschrauben an Apparate- und Tischrollen. Die Anschlussart muss zum Rahmen des Wagens passen.
- Welche Lenkrolle für welchen Boden? Glatter Beton- oder Estrichboden verträgt Polyurethan (leise, hohe Tragkraft), Holz- und PVC-Böden im Innenraum verlangen Vollgummi/TPR, raue Böden im Außenbereich brauchen ein Luftrad oder Industriegummi. Im Lebensmittelbereich helles, nicht abfärbendes TPR.
- Einfach- oder Doppelrolle? Die Einfachrolle reicht für moderate Last an Werkstattwagen. Die Doppelrolle trägt auf gleichem Bauraum mehr, läuft ruhiger und ist die Wahl für Klinikwagen und Präzisionsanwendungen. Bei sehr hoher Last die Schwerlastrolle mit verstärkter Gabel.
- Wie viel Gewicht trägt eine Schwerlast-Lenkrolle? Je nach Bauart bis 2.000 kg pro Rolle. Entscheidend sind verstärkte Gabel, Schwenkkugellager und Laufflächenmaterial. Die nötige Tragkraft ermittelt die Faustformel (Wagengewicht + Last) ÷ 3 pro Rolle, mit Aufschlag bei dynamischer Last.
- Welche Marke führt HUG bei Lenkrollen? HUG führt Lenkrollen von BS ROLLEN – mit Totalfeststeller und ohne Radfeststeller, als Einfach- und Doppelrollen sowie in Schwerlast-Ausführung, mit Tragkräften von 50 bis 2.000 kg, Raddurchmessern von 50 bis 300 mm und verschiedenen Laufflächenmaterialien.
Lenkrollen bei HUG – BS ROLLEN ab Lager
HUG Technik und Sicherheit führt Lenkrollen von BS ROLLEN – mit Totalfeststeller und ohne Radfeststeller, als Einfach- und Doppelrollen und in Schwerlast-Ausführung, mit Tragkräften von 50 bis 2.000 kg und Raddurchmessern von 50 bis 300 mm. Passend dazu finden Sie im Sortiment:- Transportrollen – die Übersicht mit allen Bauarten, Materialien und Tragkräften.
- Bockrollen – die starren Rollen für die Geradeausspur des Wagens.
- Schmierfett – für die Pflege der Schwenkachsen-Lager.
