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Federnde Druckstücke

Federnde Druckstücke erzeugen eine definierte Druckkraft über eine eingebaute Feder. Sie rasten, positionieren, halten und drücken – versteckt in einer Gewindebohrung, zuverlässig über Millionen von Zyklen. Im Vorrichtungs- und Maschinenbau gehören sie zu den am häufigsten eingesetzten Funktionselementen.
Erwin Küfner

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Funktionsprinzip

Ein federndes Druckstück besteht aus drei Komponenten: Gewindekörper, Druckfeder und Druckelement (Kugel, Zapfen oder Stift). Die Feder drückt das Druckelement nach außen. Wird es gegen die Federkraft zurückgedrückt, rastet es in eine Mulde ein, positioniert ein Werkstück oder fixiert ein Bauteil. Die Federkraft liegt je nach Baugröße zwischen 0,5 N und 100 N. Die gängigsten Gewindegrößen sind M3, M4, M5, M6, M8, M10, M12 und M16 – Einschraubtiefe und Hub sind auf das jeweilige Gewinde abgestimmt.

Bauformen und Druckelemente

Das Druckelement bestimmt Kontaktfläche, Rastwirkung und Oberflächenschonung:
  • Kugeldruckstücke: Gehärtete Stahlkugel erzeugt Punktberührung. Gleitet leicht über Oberflächen und rastet in Mulden oder V-Nuten ein. Für Rastpositionen, Indexierungen und Federschnäpper.
  • Zapfendruckstücke: Zylindrischer oder konischer Zapfen mit größerer Kontaktfläche. Gleichmäßigere Druckverteilung, keine Druckstellen auf der Oberfläche. Für Werkstückanlagen und spielfreie Fixierung.
  • Stiftdruckstücke: Flacher Stift als Druckelement. Drückt Werkstücke gegen Anschläge und hält dünne Bleche in Position. Die flache Stirnfläche verhindert Markierungen.
  • Druckstücke mit Haftring: Kunststoff- oder Gummiring am Druckelement verhindert Herausfallen bei Überkopfmontage und erhöht die Haltekraft bei Vibrationen.
  • Druckstücke mit Endlagenabfrage: Ein Magnet im Druckelement wird berührungslos von einem Sensor erkannt – signalisiert automatisch, ob ein Werkstück eingerastet ist. Standard in CNC-Vorrichtungen und Roboterzellen.

Federnde Seitendruckstücke

Seitendruckstücke drücken seitlich auf ein Werkstück und pressen es gegen einen Anschlag. Der Federweg ist größer als bei axialen Druckstücken. Im Vorrichtungsbau sind sie unverzichtbar: Sie kompensieren Werkstücktoleranzen und halten das Werkstück spielfrei, ohne es mechanisch einzuspannen. Das Werkstück kann leicht eingelegt und entnommen werden – die Feder drückt es automatisch in die richtige Position. KIPP bietet Seitendruckstücke mit Federkräften von 5 N bis 80 N und Federwegen von 2 bis 8 mm. Varianten mit Kunststoff-Druckstück schonen empfindliche Werkstückoberflächen.

Werkstoffe

Drei Werkstoffgruppen stehen zur Auswahl:
  • Stahl brüniert: Standardausführung für trockene Innenräume und ölhaltige Umgebungen im Maschinenbau.
  • Edelstahl (1.4305): Korrosionsfrei und reinigungsbeständig. Pflicht in Lebensmittel-, Pharma- und Chemieanwendungen sowie im Außenbereich.
  • Kunststoff (Polyamid, POM): Für empfindliche Oberflächen, in Magnetfeldern oder bei Anforderung an elektrische Isolation. Hinterlässt keine Kratzer oder Markierungen.
Die Druckfeder besteht aus Federstahl oder Edelstahl-Federdraht. Für Hochtemperaturanwendungen stehen Varianten mit Inconel-Federn zur Verfügung (bis +450 °C).

Federnde Druckstücke bei HUG – KIPP-Sortiment ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt federnde Druckstücke und Seitendruckstücke von KIPP in Stahl, Edelstahl und Kunststoff. Kugeldruckstücke, Zapfendruckstücke, Stiftdruckstücke, Varianten mit Haftring und mit Endlagenabfrage – in den Gewindegrößen M3 bis M24. Ergänzend finden Sie bei HUG Arretierbolzen für formschlüssige Verriegelungen, Kugelsperrbolzen für Schnellverriegelungen und weitere Druckstücke und Arretierbolzen. Das Fachteam berät zur richtigen Federkraft und Bauform – Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.