6000 bis 6199
Rillenkugellager der Baureihe 6000-6199 sind die Leicht-Schmalreihe für Standardanwendungen im Maschinen- und Gerätebau – mittlere Wellendurchmesser von 10 mm bis 95 mm bei kompakter Außenabmessung. HUG führt die komplette 6000er-Reihe mit Modellen wie 6001, 6002, 6003, 6005 und größer.
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Technische Infos
Bezeichnungs-Logik der 6000er-Reihe
- 6000: 10 mm Welle
- 6001: 12 mm Welle
- 6002: 15 mm Welle
- 6003: 17 mm Welle
- 6004: 20 mm Welle
- 6005: 25 mm Welle
- 6006-6019: 30, 35, 40, 45, 50, 55, 60, 65, 70, 75, 80, 85, 90, 95 mm – in 5-mm-Schritten aufwärts
Unterschied zu 6200er- und 6300er-Reihen
- 6000er (Leicht-Schmalreihe): Schmaler Querschnitt, niedrigere Tragfähigkeit – für kompakte Einbauverhältnisse und moderate Lasten
- 6200er (Mittelreihe): Breiterer Querschnitt, höhere Tragfähigkeit – Standardwahl im allgemeinen Maschinenbau
- 6300er (Schwerreihe): Größter Querschnitt, maximale Tragfähigkeit – für hohe Belastungen und Stoßbeanspruchung
Dichtungs- und Käfigausführungen
- -2RS / -2RSR: Beidseitige Kontaktdichtung aus NBR – standardmäßig mit Werksfettung
- -2Z / -2ZR: Beidseitige Deckscheiben aus Stahlblech – berührungsfrei, höhere Drehzahlen
- -RS / -Z: Einseitige Dichtung oder Deckscheibe
- Offen (ohne Suffix): Für saubere Innenanwendungen oder eigene externe Abdichtung
- Lagerluft: Standard CN (Normalluft), auf Anfrage C3 (erhöht) für Hochtemperaturbetrieb
Typische Einsatzgebiete
- Elektromotoren, Lüfter und Ventilatoren mit 10-50 mm Wellen
- Pumpen und kleinere Getriebe
- Textil- und Druckmaschinen
- Förderanlagen und Transportrollen
- Haushalts- und Gewerbegeräte
- Landmaschinen-Nebenaggregate
Abgrenzung zu anderen Rillenkugellager-Reihen
- Kleiner: Miniatur 60-699 (608, 625 für Wellendurchmesser unter 10 mm)
- Schmaler Querschnitt: Dünnringlager 61700-61799
- Edelstahl-Variante: Niro-Rillen-Kugellager für Lebensmittel- und Hygieneumgebungen
FAQ – häufige Fragen zur 6000er-Reihe
- Wie finde ich heraus welches 6000er-Lager ich brauche? Wellendurchmesser ist der Schlüssel: 10 mm Welle = 6000, 12 mm = 6001, 15 mm = 6002 usw. (siehe Bezeichnungstabelle oben). Zusätzlich Außendurchmesser und Breite mit der Original-Lagersitzbohrung abgleichen. Wenn das alte Lager noch lesbar ist: einfach dieselbe Bezeichnung nachbestellen, Herstellerwechsel ist meist möglich.
- 6000er, 6200er oder 6300er-Reihe? Bei gleicher Welle (z. B. 25 mm): 6005 ist schmal/leicht (47×12 mm außen), 6205 ist Standard (52×15 mm), 6305 ist schwer (62×17 mm). Faustregel: Bei kompaktem Bauraum 6000er, bei Standardanwendungen 6200er, bei hohen Lasten oder Stoßbeanspruchung 6300er. Alle drei haben dieselbe Wellenanschlussgröße.
- Was bedeutet die Lagerluft CN, C2, C3? CN (auch ohne Suffix) = Standard-Lagerluft. C2 = vermindertes Spiel für höhere Steifigkeitsanforderung. C3 = vergrößertes Spiel für hohe Temperaturen oder Übermaßpassung der Welle. Faustregel: Standard-Maschinenbau bei Raumtemperatur = CN. Heiße Anwendungen über 80 °C = C3.
- Welcher Hersteller ist „der beste"? SKF, FAG (Schaeffler), NSK, NTN spielen alle in der Premium-Liga – Qualitätsunterschiede minimal. ZEN ist Zen Bearings (chinesisch, mittlere Qualität) – günstig und für die meisten Standardanwendungen ausreichend. KOYO und NACHI sind japanische Mittelklasse. Wahl meist nach Preis und Verfügbarkeit – bei Reparatur die Original-Marke beibehalten.
- Wie lange hält ein Rillenkugellager? Berechnete L10-Lebensdauer ist die Standzeit, die 90 % aller Lager mindestens erreichen. Beispiel: Bei 50 % der dynamischen Tragzahl und 1.500 U/min ca. 25.000-50.000 Stunden = 5-10 Jahre 24/7-Betrieb. Praktisch begrenzt oft Verschmutzung, Schmiermittelalterung oder Vibration die Lebensdauer auf 30-50 % der theoretischen.
