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Wasserschläuche

Wasserschläuche transportieren Brauchwasser, Industriewasser und Heißwasser in der Gebäudetechnik, auf Baustellen, in der Landwirtschaft und in der industriellen Produktion. Die Anforderungen reichen von einfacher Wasserförderung bei Umgebungstemperatur bis zur Heißwasserleitung bei 100 °C und mehr. Technisches Hintergrundwissen zu Trinkwasserschläuchen bietet unser Fachbeitrag Trinkwasserschlauch.
Thomas Klosik

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Thomas Klosik

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Brauchwasser oder Industriewasser – welcher Schlauch wofür?

HUG führt Wasserschläuche in zwei Leistungsklassen, die sich in Druckfestigkeit und Einsatzumgebung unterscheiden:
  • Brauchwasserschläuche: Fördern nicht-trinkbares Wasser für Bewässerung, Reinigung, Kühlung und allgemeine Wasserversorgung. Arbeitsdrücke 6–16 bar. Leichtere Bauweise, günstiger im Meterpreis. Typisch für Gartenbau, Landwirtschaft und leichte Industrieanwendungen.
  • Industriewasserschläuche: Für härtere Bedingungen ausgelegt – höhere Drücke (10–25 bar), stärkere mechanische Beanspruchung durch Überfahren, Schleifen und Knicken. Mehrlagige Textileinlage oder Drahtspiralverstärkung. Einsatz auf Baustellen, in Stahlwerken, Kraftwerken und Waschanlagen.
Nennweiten von 13 mm (1/2 Zoll) bis 52 mm (2 Zoll) decken den Großteil aller Anwendungen ab. Der meistgefragte Durchmesser im Industriebereich ist 3/4 Zoll (19 mm) – ein guter Kompromiss aus Fördermenge und Handhabbarkeit.

Werkstoffe – EPDM oder PVC?

Der Werkstoff der Innenseele bestimmt Temperaturbeständigkeit, Lebensdauer und Preis:
  • EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk): Verträgt Wassertemperaturen bis 100 °C. Beständig gegen Ozon, UV-Strahlung und Alterung. Flexibel auch bei Minusgraden. Erste Wahl für Heißwasser, Dampf und den dauerhaften Außeneinsatz.
  • PVC (Polyvinylchlorid): Günstiger in der Anschaffung, aber auf Temperaturen bis 60 °C begrenzt. Verliert bei Kälte seine Flexibilität und wird spröde. Für einfache Brauchwasserförderung bei Raumtemperatur ausreichend.
Die Einlage gibt dem Schlauch seine Druckfestigkeit. Textilgeflechtschläuche erreichen 6–16 bar, mehrlagige Textilgewebeschläuche bis 25 bar. Die Außendecke aus abriebfestem Gummi oder PVC schützt gegen mechanische Beschädigung und Witterung.

Heißwasserschläuche – Dauerbetrieb über 70 °C

Heißwasserschläuche sind für Dauerbetrieb bei Wassertemperaturen von 70 °C bis 100 °C konstruiert, kurzzeitig bis 120 °C. Die Innenseele aus speziellem EPDM-Compound widersteht Heißwasser, ohne zu quellen oder zu verhärten. Typische Einsatzorte:
  • Reinigungs- und Desinfektionsanlagen (CIP – Cleaning in Place)
  • Lebensmittelproduktion, Brauereien, Molkereien
  • Chemische Industrie
Wichtig bei der Auslegung: Der zulässige Arbeitsdruck sinkt mit steigender Temperatur. Ein Schlauch mit 16 bar bei 20 °C kann bei 100 °C nur noch 8 bar tragen. Die Druckreduktionswerte stehen in den Herstellerangaben und müssen bei der Auslegung berücksichtigt werden. Mehr dazu auf unserer Seite zur Desinfektion von Trinkwasserschläuchen.

Anschlüsse und Verbindungen

Wasserschläuche werden über Schlauchschellen nach DIN 3017-1 oder Presshülsenverbindungen an die Armatur angeschlossen:
  • Schneckengewindeschellen: Einfachste Verbindung, geeignet bis 10 bar. Montage mit Schraubendreher oder Nuss.
  • Presshülsenverbindungen: Für höhere Drücke und dauerhafte Installationen. Halten dem vollen Betriebsdruck stand und lösen sich auch unter Vibration nicht.
  • Storz-Kupplungen: Standard für Feuerwehr- und Industriewasserschläuche in Deutschland. Druckloses Kuppeln und Entkuppeln ohne Werkzeug.
Der Innendurchmesser des Schlauchs muss zum Stutzenmaß passen. Ein zu weiter Schlauch rutscht unter Druck ab, ein zu enger reißt beim Aufschieben ein.

Lagerung und Lebensdauer

Gummiwasserschläuche unterliegen der Alterung. Die maximale Lagerdauer beträgt vier Jahre ab Herstelldatum – unabhängig vom optischen Zustand. Nach Ablauf muss der Schlauch vor dem Erstgebrauch geprüft werden. Richtige Lagerung verlängert die Lebensdauer:
  • Dunkel, trocken, bei 15–25 °C, ohne UV-Einstrahlung
  • Kein Kontakt mit Ozonquellen (Elektromotoren, Transformatoren)
  • Liegend in Ringen lagern – nie hängend oder über scharfe Kanten
  • Knicke im Lager erzeugen dauerhafte Materialschäden, die unter Druck zum Bersten führen
Im Betrieb: regelmäßige Sichtprüfung auf Risse, Blasenbildung, Quellungen und Scheuerstellen. Beschädigte Schläuche sofort ersetzen – nicht reparieren.

Wasserschläuche bei HUG – Meterware und Rollen ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt Wasserschläuche von TRICOFLEX und FORMAT als Brauchwasser-, Industriewasser- und Heißwasserschläuche. EPDM und PVC, Nennweiten von 13 bis 52 mm, Arbeitsdrücke bis 25 bar – als Meterware und in Rollenlängen. Ergänzend finden Sie bei HUG Mehrzweckschläuche für den medienübergreifenden Einsatz, Pressluftschläuche, Schlauchschellen und das gesamte Schlauchzubehör. Das Fachteam berät zur richtigen Nennweite, zum passenden Werkstoff und zur normgerechten Anschlussart – Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.