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HUG Technik und Sicherheit GmbH - Technischer Großhandel

Schwerlast-Bockrollen RR110.C10

Die Baureihe RR110.C10 ist die starre Schwerlastrolle mit Guss-Polyurethan auf Gusseisenfelge im geschweißten Stahlgehäuse. HUG Technik führt sie in sieben Größen ab Lager – von 80 bis 250 mm Raddurchmesser und von 250 bis 1.300 kg je Rolle. Damit ist sie die am feinsten gestufte starre Schwerlastreihe im Programm.

Zu Ihrem Experten für Schwerlast-Bockrollen RR110.C10

Thomas Klosik

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Aufbau der Baureihe RR110.C10

Das Gehäuse ist eine verzinkte Stahlschweißkonstruktion mit einem Kugellager im Gehäusekopf; das Rad besteht aus einer Gusseisenfelge mit aufgezogener Bandage aus Guss-Polyurethan 95 ± 3 Shore A und läuft auf einem zweiten Kugellager in der Radnabe. Zwei Wälzlager je Rolle sind der bauliche Unterschied zu den leichteren Programmen, in denen ein einfaches Gleitlager genügt.

Die Bezeichnung ist systematisch aufgebaut: RR benennt die geschweißte Gehäusefamilie, die dritte Ziffer die Bauart – 10 die starre Bockrolle, 20 die Lenkrolle mit Totalfeststeller –, das Kürzel hinter dem Punkt den Radtyp. C10 steht für Polyurethan auf Gusseisen. Dieselbe Rolle schwenkbar heißt Schwerlast-Lenkrolle RR120.C10 und nutzt dieselben Räder.

Die Kombination aus Guss und Polyurethan verbindet zwei gegensätzliche Anforderungen. Der Gusskörper trägt und bleibt formstabil, die aufgezogene Bandage schont den Boden. Nach der Werkstoffbeschreibung von Blickle liegt der Rollwiderstand von Polyurethan-Laufbelägen bei 0,7 bis 1,0 Prozent, während reines Gusseisen als Lauffläche einen sehr hohen Bodendruck erzeugt. Weitere starre Baureihen dieser Klasse stehen im Bereich Schwerlast-Bockrollen.

Sieben Stufen von 250 bis 1.300 kg

Sechs Durchmesser bilden eine durchgehende Leiter: 80 mm mit 250 kg, 100 mm mit 295 kg, 125 mm mit 550 kg, 150 mm mit 800 kg, 200 mm mit 1.000 kg und 250 mm mit 1.300 kg. Dazu kommt als siebte Ausführung ein flaches Rad mit 85 mm Durchmesser und 80 mm Breite, das 800 kg trägt.

Der auffällige Sprung liegt zwischen 100 und 125 mm: von 295 auf 550 kg, also fast eine Verdopplung. Er kommt daher, dass hier nicht nur der Durchmesser wächst, sondern auch die Radbreite von 38 auf 50 mm springt. Ab 125 mm bleibt die Breite dann konstant bei 50 mm, und die Tragkraft steigt allein über den Durchmesser weiter – langsamer, aber stetig.

Diese feine Stufung ist der praktische Vorteil der Baureihe. Wer 900 kg je Rolle braucht, muss nicht auf die nächste Baureihe wechseln, sondern nimmt die 200er mit 1.000 kg und hat noch Reserve. Für die Auslegung eines Fahrgestells gilt die Formel T = (E + Z) / (n × S): erforderliche Tragfähigkeit je Rolle gleich Eigengewicht plus Zuladung, geteilt durch die Zahl der tragenden Rollen mal einem Sicherheitsfaktor. Bei vier Rollen wird mit drei tragenden gerechnet, weil sich die Last auf unebenem Boden nie gleichmäßig verteilt.

Die 45-Millimeter-Regel

Über die gesamte Reihe hinweg liegt die Bauhöhe rund 45 mm über dem Raddurchmesser: 80 mm Rad ergeben 125 mm Bauhöhe, 125 mm ergeben 170 mm, 150 mm ergeben 195 mm, 200 mm ergeben 245 mm, 250 mm ergeben 295 mm. Einzige Abweichung ist die 100er mit 150 mm statt 145 mm. Wer die Bauhöhe kennt, kann daraus also unmittelbar auf den möglichen Raddurchmesser schließen – und umgekehrt.

Das ist beim Nachrüsten die schnellste Vorabprüfung. Steht fest, dass unter dem Rahmen 200 mm Platz sind, kommt in dieser Baureihe maximal ein 150er Rad in Frage, und damit 800 kg je Rolle. Wer mehr Last auf weniger Höhe braucht, verlässt die Reihe und greift zur flachen Ausführung.

Genau dafür gibt es die 85 x 80 mm-Rolle: Sie trägt dieselben 800 kg wie die 150er, baut aber nur 125 mm hoch statt 195 mm. 70 mm weniger Bauhöhe bei gleicher Tragkraft – erkauft mit einem deutlich höheren Rollwiderstand und schlechterer Hindernisüberwindung. Ein kleines Rad trifft Türschwellen, Dehnungsfugen und Aufzugsspalte in einem steileren Winkel und stößt dagegen, statt darüber zu rollen.

Drei Plattenformate und ein Langloch

Die Baureihe nutzt drei Anschraubplatten. Die 80er sitzt auf 105 x 80 mm, die 100er auf 100 x 85 mm – beide mit Lochbild 80 x 60 mm. Ab 125 mm bis hinauf zur 250er gilt einheitlich 138 x 110 mm mit 11 mm Löchern, und die flache 85er bekommt mit 190 x 175 mm und 16 mm Löchern die größte Platte der Reihe.

Bemerkenswert ist das Lochbild der 138 x 110 mm-Gruppe: Es ist mit 105 x 75/80 mm angegeben, die Bohrungen sind also als Langloch ausgeführt und nehmen beide im Programm vorkommenden Abstände auf. Damit passt diese Rolle sowohl auf das Bohrbild der gepressten N-Baureihen mit 105 x 75 mm als auch auf das der geschweißten Kunststoffbaureihe mit 105 x 80 mm.

Für gemischte Bestände ist das ein echter Vorteil: Ein Rahmen, der einmal für eine der beiden Familien gebohrt wurde, nimmt die RR110.C10 ohne Nacharbeit auf. Zu prüfen bleibt in jedem Fall die Bauhöhe, denn alle Rollen unter einem Gerät müssen darin übereinstimmen – sonst steht der Rahmen windschief und kippelt.

Maßtabelle der Baureihe

Alle sieben Größen im Überblick, sortiert nach Raddurchmesser.

Rad Ø x BreiteTragfähigkeitBauhöhePlattengrößeLochbildLoch-Ø
80 x 36 mm250 kg125 mm105 x 80 mm80 x 60 mm10 mm
85 x 80 mm800 kg125 mm190 x 175 mm150 x 135 mm16 mm
100 x 38 mm295 kg150 mm100 x 85 mm80 x 60 mm11 mm
125 x 50 mm550 kg170 mm138 x 110 mm105 x 75/80 mm11 mm
150 x 50 mm800 kg195 mm138 x 110 mm105 x 75/80 mm11 mm
200 x 50 mm1.000 kg245 mm138 x 110 mm105 x 75/80 mm11 mm
250 x 50 mm1.300 kg295 mm138 x 110 mm105 x 75/80 mm11 mm

Die Tragfähigkeiten gelten je Rolle und stammen aus der Prüfung nach DIN EN 12527 bis 12533 beziehungsweise ISO 22878 bis 22884 auf einem rotatorischen Scheibenprüfstand bei glattem Boden, Schrittgeschwindigkeit und gleichmäßiger Lastverteilung.

Den richtigen Durchmesser wählen

Oberhalb der geforderten Tragkraft entscheidet der Durchmesser über das Fahrverhalten, nicht über die Sicherheit. Ein großes Rad rollt leichter, weil sich der Laufbelag über eine längere Abwicklung verformt und weniger Walkarbeit anfällt. Es überwindet Kanten besser, weil es sie flacher trifft. Und es läuft ruhiger, weil dieselbe Unebenheit relativ zum Radumfang kleiner ausfällt.

Dagegen stehen Bauhöhe, Gewicht und Platzbedarf. Die 250er dieser Baureihe wiegt rund 7,6 kg, die 125er rund 3,8 kg – bei vier Rollen macht das über 15 kg Unterschied am Leergewicht des Geräts. Wer viel von Hand umsetzt, merkt das.

Für den Ersatzfall gilt: Ist nur die Bandage verschlissen und Gehäuse wie Lager sind in Ordnung, tauschen Sie das Rad statt der kompletten Rolle. Die passenden Räder stehen einzeln als Polyurethanräder C10 im Sortiment und reichen dort bis 300 mm Durchmesser. Braucht das Gerät dagegen mehr als 1.300 kg je Aufstandspunkt, führt der Weg zu den Doppel-Bockrollen S110.C10, die die Last auf zwei Räder verteilen.

FAQ zur Baureihe RR110.C10

  • Wie hoch baut die Rolle bei welchem Raddurchmesser? Die Bauhöhe liegt in dieser Baureihe rund 45 mm über dem Raddurchmesser: 125 mm bei 80 mm Rad, 170 mm bei 125 mm, 195 mm bei 150 mm, 245 mm bei 200 mm und 295 mm bei 250 mm. Einzige Ausnahme ist die 100er mit 150 mm. Aus dem verfügbaren Bauraum lässt sich damit direkt der mögliche Durchmesser ableiten.
  • Warum springt die Tragkraft zwischen 100 und 125 mm so stark? Weil dort nicht nur der Durchmesser wächst, sondern auch die Radbreite von 38 auf 50 mm. Beides zusammen vergrößert die Aufstandsfläche des Laufbelags deutlich, und die Tragkraft steigt von 295 auf 550 kg. Ab 125 mm bleibt die Breite konstant, die Tragkraft wächst dann nur noch über den Durchmesser.
  • Was bedeutet das Lochbild 105 x 75/80 mm? Die Bohrungen der Anschraubplatte sind als Langloch ausgeführt und decken beide im Programm vorkommenden Lochabstände ab – 105 x 75 mm der gepressten Baureihen und 105 x 80 mm der geschweißten Kunststoffbaureihe. Die Rolle passt damit ohne Nacharbeit auf Rahmen, die für eine der beiden Familien gebohrt wurden.
  • Wann lohnt die flache 85er statt der 150er? Wenn der Bauraum nach oben begrenzt ist. Beide tragen 800 kg, die 85er baut aber nur 125 mm hoch statt 195 mm. Bezahlt wird das mit höherem Rollwiderstand und schlechterer Hindernisüberwindung. Auf ebenem Hallenboden ist das unkritisch, über Schwellen und Fugen wird die kleine Rolle zur Bremse.
  • Welche Medien verträgt der Polyurethanbelag? Werkstoffdatenblätter für Guss-Polyurethan mit 95 Shore A nennen Beständigkeit gegen Mineralöle und Fette sowie einen Dauereinsatzbereich von −20 bis +80 °C, kurzzeitig bis +100 °C. Gegen Säuren, Laugen und Lösemittel ist die Beständigkeit medienabhängig – bei solchen Umgebungen lohnt die Rückfrage vor der Bestellung.
  • Wie viel wiegen die Rollen? Von rund 1,5 kg bei der 80er bis rund 7,6 kg bei der 250er. Bei vier Rollen liegen zwischen der kleinsten und der größten Größe über 24 kg Unterschied am Leergewicht des Geräts. Das zählt überall dort, wo Wagen von Hand angehoben, umgesetzt oder verladen werden.
  • Kann ich die Rolle mit anderen Baureihen mischen? Nur bei gleicher Bauhöhe. Alle Rollen unter einem Gerät müssen exakt gleich hoch sein, sonst kippelt der Rahmen und die Last verteilt sich auf drei statt vier Aufstandspunkte. Das Bohrbild ist bei der 138 x 110 mm-Gruppe dank Langloch flexibel, die Bauhöhe dagegen ist ein hartes Maß.
  • Was, wenn 1.300 kg je Rolle nicht reichen? Dann verteilt eine Doppelrolle die Last auf zwei nebeneinanderliegende Räder und erreicht bis 2.000 kg je Aufstandspunkt – bei annähernd gleicher Bauhöhe wie die Einzelrolle desselben Raddurchmessers. Rechnen Sie auch dort bei vier Rollen nur mit drei tragenden.

Schwerlast-Bockrollen RR110.C10 bei HUG

Seit 1938 stattet HUG Technik und Sicherheit Betriebe mit technischem Bedarf aus. Aus der Baureihe RR110.C10 von BS ROLLEN liegen alle sieben Größen ab Lager: 80, 100, 125, 150, 200 und 250 mm Raddurchmesser mit 250 bis 1.300 kg sowie die flache 85 x 80 mm mit 800 kg auf 125 mm Bauhöhe. Passend dazu: Was HUG ausmacht: technische Beratung zu Tragkraft, Bauhöhe und Bohrbild statt reiner Katalogauskunft – und ein Lager, das mitzieht. Geht die Bestellung werktags bis 16 Uhr ein, verlässt das Paket noch am selben Tag unser Haus.