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Elastomer-Federn

Unsere Elastomerfedern aus Polyurethan-Kautschuk, besitzen neben eine hervorragende Federung und Dämpfung noch viele weitere Vorteile.

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Thomas Klosik

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Thomas Klosik

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Warum Elastomer statt Stahl?

Stahlfedern speichern Energie und geben sie beim Rückfedern fast vollständig zurück. Ohne separaten Dämpfer schwingt das System nach. Elastomer-Federn absorbieren einen Teil der eingeleiteten Energie durch innere Reibung im Werkstoff – die sogenannte Hysterese. Dieser Energieverlust wandelt sich in Wärme um und beruhigt das Schwingungssystem. Eine Feder, die gleichzeitig dämpft, spart Bauraum und Montageaufwand. Die Kennlinie einer Elastomerfeder ist progressiv. Bei kleinen Verformungen federt sie weich, bei zunehmender Belastung wird sie härter. Stahlfedern verhalten sich linear. Für Anwendungen mit stark schwankenden Lasten – Pressenstöße, Fahrzeugaufbauten, vibrierende Aggregate – passt sich das progressive Verhalten besser an.

Werkstoffe und Belastbarkeit

Naturkautschuk (NR) bietet die beste Elastizität und höchste Rückprallelastizität. Temperaturgrenzen: –40 °C bis +80 °C. Nicht beständig gegen Mineralöle und Ozon. Typisch für schwingungsbelastete Aufstellungen im Innenbereich. Informationen zu Elastomer-Werkstoffen bietet der HUG-Ratgeber. Chloropren (CR) erweitert den Einsatzbereich auf ölhaltige Umgebungen und Witterungseinflüsse. Temperaturbereich –30 °C bis +100 °C. Im Außenbereich und in der Nähe von Motoren mit Ölnebel ist CR die bessere Wahl als NR. Nitrilkautschuk (NBR) widersteht Mineralölen, Kraftstoffen und Hydraulikflüssigkeiten. Einsatz bei –30 °C bis +100 °C. In ölbelasteten Maschinenumgebungen – Pressen, Stanzen, Kompressoren – ist NBR der Standardwerkstoff. Die Shore-Härte bestimmt die Federsteifigkeit. Weiche Mischungen (40–50 Shore A) isolieren tieffrequente Schwingungen. Härtere Mischungen (60–70 Shore A) tragen höhere statische Lasten, isolieren dafür erst bei höheren Frequenzen wirkungsvoll. Die richtige Härte hängt von der Erregerfrequenz und dem Gewicht der gelagerten Maschine ab.

Bauformen und Belastungsarten

Elastomer-Federn gibt es in zylindrischer, konischer und scheibenförmiger Ausführung. Zylindrische Federn nehmen axiale Druckbelastungen auf – Maschinenaufstellungen, Puffersysteme, Anschlagdämpfer. Konische Federn bieten zusätzliche Stabilität gegen seitliches Kippen. Scheibenfedern eignen sich für beengte Einbauräume mit geringer Bauhöhe. Neben reiner Druckbelastung können Elastomer-Federn auch auf Schub beansprucht werden. In Motorlagern und Aggregatelagern kombinieren Gummi-Metall-Verbindungen Druck- und Schubfederung in einem Element. Die Metallanschlussplatten erlauben eine einfache Verschraubung.

Auslegung und Dimensionierung

Drei Kennwerte bestimmen die Auswahl: die statische Last, die dynamische Erregerfrequenz und die gewünschte Isolierwirkung. Eine Faustregel: Wirksame Schwingungsisolierung beginnt, wenn die Eigenfrequenz des Feder-Masse-Systems unter 70 % der Erregerfrequenz liegt. Je niedriger die Eigenfrequenz, desto besser die Isolation – aber desto weicher die Federung und desto größer die statische Einfederung. Die Lebensdauer hängt von der dynamischen Beanspruchung ab. Dauerschwingbelastungen mit großen Amplituden ermüden das Elastomer schneller als statische Dauerlasten. Temperaturen über +80 °C beschleunigen die Alterung. In der Praxis erreichen Elastomer-Federn unter normalen Bedingungen Standzeiten von mehreren Jahren.

Elastomer-Federn bei HUG

HUG führt Elastomer-Federn in verschiedenen Bauformen, Shore-Härten und Abmessungen. Ob Maschinenaufstellung, Aggregatelagerung mit Silentbuchsen oder Schwingungsisolierung – auch die Beständigkeitstabelle für Elastomere hilft bei der Auswahl. – das technische Team von HUG Technik und Sicherheit unterstützt bei der Werkstoffwahl, Härteauswahl und Dimensionierung.