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Informationen zur Bauform

Zur Materialbestimmung

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Schnell zum passenden Wellendichtring mit unseren Tipps zur Bezeichnung:

WW-AA-BB Typ XX ZZZ
WW = Wellendurchmesser [mm]
AA  = Außendurchmesser [mm]
BB  = Breite (mm)
XX  = Bauform
ZZZ = Werkstoff

Doppelte Metallversteifung – warum ein Ring nicht immer reicht

Bauform A und B arbeiten mit einem einzelnen Versteifungsring. Bei großen Durchmessern – ab etwa 100 mm Wellendurchmesser – reicht diese einfache Versteifung nicht immer aus. Der Dichtring kann sich beim Einpressen verformen, ungleichmäßig aufsitzen oder im Betrieb durch Vibrationen wandern. Der zweite Versteifungsring auf der Rückseite bildet zusammen mit dem vorderen Ring eine käfigartige Struktur:
  • Formstabilität: Der Dichtring behält seine Form auch bei großen Abmessungen und hohen Einpresskräften.
  • Gleichmäßigere Radialkraft: Die breitere Konstruktion verteilt die Kraft über eine größere Bohrungsfläche.
  • Vibrationsfestigkeit: An Maschinen mit starken Vibrationen – Rüttelplatten, Schwingförderer, Pressen – sitzt Bauform C stabiler als die schmaleren Bauformen.
Der Außenmantel ist elastomerummantelt wie bei Bauform A – statische Abdichtung in der Bohrung ohne Dichtmittel.

Typische Einsatzfelder

  • Industriegetriebe und Schwerlastantriebe: Stirnrad-, Planeten- und Kegelradgetriebe mit Wellendurchmessern ab 80 mm.
  • Hydraulikaggregate: Pumpen und Motoren mit pulsierenden Drücken, die auf den Dichtring wirken. Die breitere Konstruktion widersteht Druckspitzen besser.
  • Walzwerke und Papiermaschinen: Wellendurchmesser 150 mm und mehr, hohe Last, erhöhte Temperatur.
  • Schiffsantriebe und Windkraftgetriebe: Große Wellen mit langen Wartungsintervallen. Der formstabile Presssitz verhindert Lockerung über Tausende Betriebsstunden.

Abmessungen und Einbauraum

Bauform C beginnt bei einer Mindestbreite von 10 mm – breiter als A und B. Beim Wechsel von einer schmaleren Bauform auf C muss der axiale Einbauraum geprüft werden. Die Wellendichtring-Bestimmung nach Maß hilft bei der Zuordnung der richtigen Abmessung. Gehäusebohrungsdurchmesser und Wellendurchmesser stimmen bei gleichen Nennmaßen mit den anderen Bauformen überein – nur die Breite weicht ab. Ein Montageset erleichtert den korrekten Einbau bei großen Durchmessern.

Abgrenzung: C, CS oder A?

In verschmutzten Umgebungen empfiehlt sich Bauform CS – konstruktiv identisch mit C, aber mit zusätzlicher Staublippe. Wer moderate Wellendurchmesser unter 100 mm abdichtet und keine Schwerlast vorliegt, kommt mit Bauform A günstiger und schmaler weg.

Bauform C bei HUG – 490 Ausführungen ab Lager

HUG Technik und Sicherheit führt Bauform-C-Wellendichtringe mit Wellendurchmessern von 15 mm bis über 250 mm in NBR. FPM-Varianten als Sonderbeschaffung. Ergänzend finden Sie bei HUG alle weiteren Wellendichtring-Bauformen nach DIN 3760. Das Technikteam unterstützt bei der Maßaufnahme und empfiehlt die passende Abmessung. Bestellungen bis 16 Uhr gehen noch am selben Tag in den Versand.