Bauform A-OF-RI
Informationen zur Bauform: Wellendichtring-Bestimmung
Zur Materialbestimmung: Wellendichtring Werkstoffe
Schnell zum passenden Wellendichtring mit unseren Tipps zur Bezeichnung:WW-AA-BB Typ XX ZZZ
WW = Wellendurchmesser [mm]
AA = Außendurchmesser [mm]
BB = Breite (mm)
XX = Bauform
ZZZ = Werkstoff
62 Artikel gefunden
Zur Materialbestimmung
Schnell zum passenden Wellendichtring mit unseren Tipps zur Bezeichnung:
WW-AA-BB Typ XX ZZZWW = Wellendurchmesser [mm]
AA = Außendurchmesser [mm]
BB = Breite (mm)
XX = Bauform
ZZZ = Werkstoff
Ohne Feder – wann das sinnvoll ist
Standardwellendichtringe verwenden eine Schlauchfeder, um die Dichtlippe mit definierter Radialkraft an die Welle zu pressen. Bei Bauform A-OF-RI übernimmt die Eigenspannung des Elastomers diese Aufgabe allein. Das funktioniert zuverlässig unter drei Bedingungen:- Niedrige Umfangsgeschwindigkeit: Typisch unter 4 m/s
- Geringer Differenzdruck: Unter 0,3 bar am Dichtspalt
- Gute Wellenoberfläche: Keine ausgeprägten Rundlaufabweichungen
Rückförderrippen – aktive Leckageprävention
Die spiralförmigen Rippen auf der Lippenfläche erzeugen bei Wellendrehung einen Pumpeffekt, der anhaftenden Schmierstoff aktiv in den Dichtraum zurückfördert. Dieser Mechanismus ergänzt den hydrodynamischen Pumpeffekt der Dichtlippe und verbessert die Dichtwirkung besonders bei niedrigen Drehzahlen. Wichtig: Rückförderrippen arbeiten drehrichtungsabhängig. Die Rippengeometrie ist auf eine Drehrichtung ausgelegt. Bei falscher Einbaurichtung kehrt sich der Pumpeffekt um – der Dichtring fördert Schmierstoff nach außen statt zurück. Vor dem Einbau muss die Drehrichtung der Welle geprüft und die Einbaurichtung des Dichtrings darauf abgestimmt werden.Typische Einsatzfelder
- Stehende und langsam drehende Wellen: Stellantriebe, Ventilspindeln und handbetätigte Getriebe drehen selten schneller als wenige Umdrehungen pro Minute. Die Eigenspannung reicht aus, eine Feder wäre überflüssig.
- PTFE-Dichtlippen: Wellendichtringe mit PTFE-Dichtlippe arbeiten konstruktionsbedingt federlos. PTFE ist steifer als NBR oder FPM und erzeugt durch seine Materialhärte ausreichende Anpresskraft. Temperaturbereich –200 °C bis +260 °C, chemisch nahezu universell beständig. Mehr zur Werkstoffwahl auf unserer Fachseite.
- Schutzdichtungen: Als zusätzliche Barriere vor einem Wälzlager montiert. Verhindert das Eindringen von Staub oder Spritzwasser, ohne das Lager durch Reibung zu belasten.
