Bauform CS
Informationen zur Bauform: Wellendichtring-Bestimmung
Zur Materialbestimmung: Wellendichtring Werkstoffe
Schnell zum passenden Wellendichtring mit unseren Tipps zur Bezeichnung:WW-AA-BB Typ XX ZZZ
WW = Wellendurchmesser [mm]
AA = Außendurchmesser [mm]
BB = Breite (mm)
XX = Bauform
ZZZ = Werkstoff
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Zur Materialbestimmung
Schnell zum passenden Wellendichtring mit unseren Tipps zur Bezeichnung:
WW-AA-BB Typ XX ZZZWW = Wellendurchmesser [mm]
AA = Außendurchmesser [mm]
BB = Breite (mm)
XX = Bauform
ZZZ = Werkstoff
Aufbau: die Merkmale der Bauform C plus Schutzlippe
Der konstruktive Kern ist identisch mit Bauform C: zwei Versteifungsringe aus Stahlblech – einer vorn, einer auf der Rückseite – geben dem Dichtring eine hohe Formstabilität. Der Außenmantel ist vollständig mit Elastomer überzogen und dichtet statisch in der Gehäusebohrung ab. Die federbelastete Hauptdichtlippe liegt an der Welle an und verhindert den Austritt des abzudichtenden Mediums. Der Unterschied zur Bauform C liegt in der zweiten Lippe. Die Schutzlippe sitzt auf der Luftseite und liegt ohne Feder an der Welle an. Sie fängt Staub, Sand, Metallspäne und Spritzwasser ab, bevor diese Partikel die Hauptdichtlippe erreichen. Der Zwischenraum zwischen beiden Lippen wird bei der Montage mit Fett befüllt, das die Schutzlippe schmiert und die Sperrwirkung erhöht.Bauform C plus Schutzlippe – für die härtesten Umgebungen
Der konstruktive Kern ist identisch mit Bauform C: zwei Versteifungsringe bilden eine formstabile Käfigstruktur. Der Unterschied liegt in der zweiten Lippe auf der Luftseite, die ohne Feder an der Welle anliegt und Staub, Sand, Metallspäne und Spritzwasser abfängt. Der Zwischenraum zwischen Haupt- und Schutzlippe wird bei der Montage mit Fett befüllt – identisch zur Vorgehensweise bei Bauform AS.Einsatzfelder – große Wellen in verschmutzter Umgebung
Bauform CS kommt dort zum Einsatz, wo zwei Bedingungen gleichzeitig vorliegen: große Wellendurchmesser mit hoher mechanischer Beanspruchung UND eine verschmutzte Umgebung.- Zement- und Baustoffindustrie: Drehrohröfen, Brecherantriebe und Mischwerke mit Wellen ab 100 mm in Umgebungen voller Zementstaub und Gesteinsmehl.
- Bergbau und Rohstoffgewinnung: Förderbandantriebe und Aufbereitungsanlagen. Ohne Schutzlippe fräst sich Quarzstaub innerhalb weniger Hundert Betriebsstunden durch die Hauptdichtlippe. CS verdoppelt bis verdreifacht die Standzeit gegenüber C.
- Schwere Landtechnik: Mähdrescher-Hauptgetriebe und Häckslerantriebe mit Wellendurchmessern, die über das Spektrum der Bauform AS hinausgehen.
- Stahlwerk und Walzstraße: Walzgerüstantriebe und Rollgangsmotoren unter Zunder, Kühlwasserspritzern und Schmierstoffnebel.
Abmessungen und Werkstoff
Bauform CS beginnt bei einem Wellendurchmesser von 25 mm – der höchste Mindestdurchmesser aller Bauformen. Die Breite liegt konstruktionsbedingt über der der Bauform AS, da neben der Schutzlippe auch der zweite Versteifungsring Platz beansprucht. Bei einem Wechsel von einer schmaleren Bauform auf CS muss der axiale Einbauraum geprüft werden. Die Wellendichtring-Bestimmung nach Maß unterstützt bei der Zuordnung. Alle CS-Ausführungen bei HUG bestehen aus NBR – der Standardwerkstoff für Mineralöle, Hydraulikflüssigkeiten und Schmierfette bei –30 °C bis +100 °C. Für höhere Temperaturen oder aggressive Medien ist FPM als Sonderbeschaffung verfügbar. Mehr zu den Werkstoffeigenschaften auf unserer Fachseite.Abgrenzung: CS, C oder AS?
- Große Wellen, aber keine Verschmutzung? → Bauform C (gleiche Schwerlastkonstruktion, ohne Schutzlippe)
- Staubschutz nötig, aber moderate Wellendurchmesser? → Bauform AS (Schutzlippe, aber einfache Versteifung)
- CS ist die Kombination beider Anforderungen: mechanische Schwerlast und Verschmutzung von außen
