Gleit- und Schmiermittel

Die DIN 50281 beschreibt den Begriff "Reibung" wie folgt:
"Das Hindernis, welches in den Berührungsflächen zweier Körper auftritt und damit eine gegenseitige Bewegung beeinträchtigt oder gar unmöglich macht, nennt man Reibung".

In der täglichen Praxis haben Sie es mit den unterschiedlichsten Reibungsarten, mit Wälzreibung, Gleitreibung, Bohrreibung oder Rollreibung zu tun.
Wenn Reibungen entstehen, beginnt auch der Verschleiß direkt am Material. Um diesen zu verhindern oder zu verzögern, bieten wir eine Fülle von Schmier- und Gleitmittel in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Ausführungen. Sprechen Sie mit unseren Fachberatern.

Sowohl technische als auch wirtschaftliche Überlegungen bestimmten die Wahl des Schmierverfahrens. Dabei wird nach vier Arten der Schmierung unterscheiden:

  • Öl- Schmierung
  • Fett - Schmierung
  • Pasten - Schmierung
  • Gleitlack - Schmierung

Öle

Rohstoff für die Ölschmierung sind handelsübliche Grundöle wie Mineralöle, Esteröle und Silikonöle.

Diesen Ölen werden anwendungstechnisch bedingt Dichungsmittel wie Lithiumseife, Polyharnstoffe, Kalciumkomplexseife, Aluminiumseife oder Bariumkomplexseife beigefügt. Anforderungen an Schmiermittel können sein: niedrige Temperaturen bei hoher Drehzahl, gute Dichtwirkung gegen Wasser oder Dampfbeständigkeit und niedrige Temperaturen.

Fette

Bei den gängigsten klassischen Fetten, die in Getriebe-, Heißlager-, Seil- und Wasserpumpen benötigt werden, unterscheiden wir zwischen folgenden Fettarten:

Lithium - Seifenfette
sind bedingt wasserabweisend und, sofern mit Zusätzen versehen, auch oxidationshemmend.

seifenfreie Fette
haben anorganische oder onorganische Quellmittel. Sie werden für extrem aggressive Chemikalien eingesetzt.

Kalk - Seifenfette
sind besonders wasserabweisend, walkstabil und zeichnen sich durch günstiges Kälteverhalten aus.

Natrium - Seifenfette
emulgieren mit Wasser und verhindern Korrosion.

Festschmierstoffe

sind eine sinnvolle Ergänzung zu den konventionellen Schmierstoffen wie Fette und Öle. Sie werden dann benötigt, wenn Schmierfette und Schmieröle ihre Funktion nicht mehr erfüllen. Dieses ist im allgemeinen Maschinenbau, vor allem im Hochtemperaturbereich, der Lagerschmierung, im Hochofenbereich, im Walzwerksbereich und unter anderem bei der Brennofenwagenschmierung der Fall.

Festschmierstoffe verringern Reibung und Verschleiß und schützen zusätzlich vor Korrosion. Die bekanntesten Festschmierstoffe sind:

  • Graphit
  • Molybdändisulfid
  • Wolframdislfid
  • Polytetrafluoräthylen

Die Grundmaterialien und die beigemengten Additive bestimmen auch das Aussehen der Festschmierstoffe.
Graphit oder Molybdän beinhaltende Fette sind immer dunkel oder schwarz, helle, weiße und cremefarbene Festschmierstoffe enthalten dagegen nur chemisch wirkende Additive.

Gleitlack

Bei hoher Flächenpressung und geringer Gleitgeschwindigkeit sind Öl- und Fettschmierungen häufig nicht mehr möglich. In diesem Fall kommen Gleitlacke zur Anwendung. Sie zeichnen sich aus durch eine hohe Wirksamkeit, erhöhten Verschleißschutz und gleichbleibende Reibwerte. Hinzu kommt ein geringer Verbrauch, der die Wirtschaftlichkeit erhöht und vielfach ein zusätzlicher Korrisionsschutz.

Wartungsprodukte

In unserem Sortimentsbereich der Wartungsprodukte bieten wir Ihnen eine Fülle an Produkten für Ihre unterschielichsten Anforderungen:

  • Pflege- und Reinigungsmittel
  • Lecksuchsprays
  • Kontaktsprays
  • Rostlöse

(Auszug aus dem INDUSTRIETECHNIK-KATALOG der Firma HUG-Industrietechnik Ergolding)