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MASSNAHMEN ZUR VERHÜTUNG VON GEFAHREN

(Auszüge aus BGR 190-03 Stand 2003)

Gefährdungsbeurteilung

Vor Auswahl und Einsatz von Atemschutzgeräten hat der Unternehmer eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Gefährdungsbeurteilung ist eine Kurzbezeichnung für die Ermittlung von Gefährdungen und Belastungen von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz, deren Beurteilung und die Ableitung entsprechender Maßnahmen.



Gefährdungsermittlung

Bei der Gefährdungsermittlung werden Gefährdungen und Belastungen an einem bestimmten Arbeitsplatz, in einem Arbeitsbereich oder für eine Person(engruppe) systematisch und umfassend untersucht. Sie soll sich an der Tätigkeit der Mitarbeiter orientieren.

Bei der Ermittlung sind insbesondere zu erfassen:
- Gestaltung und Einrichtung von Arbeitsstätte und Arbeitsplatz,
- physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,
- Gestaltung, Auswahl und Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie der Umgang damit,
- Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit sowie deren Zusammenwirken,
- Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten,
- Belastung durch Umgebungseinflüsse,
- Belastung durch die Verwendung von Atemschutzgeräten.

Bezogen auf den Atemschutz hat der Unternehmer zu ermitteln, ob Gefährdungen durch die Umgebungsatmosphäre vorliegen. Er hat für alle Arbeitsvorgänge festzustellen, ob Sauerstoffmangel, Schadstoffe oder beides die Atemluft beeinflussen.
Gefährdungen des menschlichen Organismus, die über die Atemwege wirksam werden, können durch Sauerstoffmangel oder durch Schadstoffe der Umgebungsatmosphäre hervorgerufen werden.
Sauerstoffmangel in der Einatemluft führt zu einem Sauerstoffmangel in den Zellen des menschlichen Körpers und blockiert wichtige Lebensfunktionen. Er wird durch die menschlichen Sinne nicht wahrgenommen. Sauerstoffmangel kann zu Bewusstlosigkeit führen, irreversible Schädigung von Gehirnzellen und sogar den Tod bewirken. Der Umfang der Schädigung ist abhängig von der restlichen Sauerstoffkonzentration in der Einatemluft, der Einwirkdauer, dem Atemminutenvolumen und der körperlichen Verfassung.
Die Aufnahme von Schadstoffen in den Körper kann je nach spezifischer (physikalischer, chemischer oder kombinierter) Wirkungsweise des Stoffes zu Lungenerkrankun gen, akuten oder chronischen Vergiftungen, Strahlenschäden, durch Bakterien oder Viren übertragbare Krankheiten sowie zu sonstigen Schäden, z.B. Sensibilisierung, Allergien oder Krebserkrankungen, führen. Im allgemeinen ist der Umfang dieser Schädigung abhängig von der Konzentration und der Einwirkdauer des Schadstoffes, der Wirkungsweise im Körper, der Schwere der auszuführenden Arbeit sowie von der körperlichen Verfassung.
Manche Schadstoffe können durch die Haut aufgenommen werden oder die Haut schädigen. Kommen solche Stoffe in der Umgebungsatmosphäre vor, sollte der ganze Körper geschützt werden. Beispielsweise erfordern radioaktive oder ätzende Stoffe in der Umgebungsatmosphäre außer Atemschutz zusätzlich die Verwendung weiterer PSA.
Medizinische Voraussetzungen an die Gerätträger sind dem berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 26 "Atemschutz" und der ZH!/600.26 zu entnehmen.

Gefährdungsbewertung

Eine Gefährdungsbewertung beinhaltet die Risikoabschätzung der ermittelten Gefährdungen und Belastungen nach:
- Art und Umfang des Risikos,
- Risikodauer,
- Risikowahrscheinlichkeit für die Beschäftigten.
Hierbei muss nach Abwägung aller denkbaren Gefährdungen/Belastungen eingeschätzt werden, ob das vorliegende Risiko unter Einbeziehung der evtl. bereits vorhandenen Schutzmaßnahmen akzeptabel ist. Kann das Risiko für die Gesundheit oder das Leben des Arbeitnehmers nicht akzeptiert werden, sind weitere Maßnahmen zu treffen, die dieses auf ein vertretbares Maß senken. Der Unternehmer hat z.B. dafür zu sorgen, dass die Atemluft der Beschäftigten so viel Sauerstoff enthält und außerdem so frei von Schadstoffen ist, dass eine Beeinträchtigung der Gesundheit nicht eintreten kann. Grundlage hierfür sind z.B. die gelten-den MAK- und TRK-Werte.

Rangfolge der Schutzmaßnahmen

Der Unternehmer hat analog zu § 4 Ziff. 5 Arbeitsschutzgesetz und §§ 16 bis 19 Gefahrstoffverordnung in folgender Rangfolge Maßnahmen zu treffen:
1. Er hat zu prüfen, ob Stoffe oder Zubereitungen mit geringerem gesundheitlichen Risiko verwendet werden können.
2. Ist das Auftreten von Gefahrstoffen in der Umgebungsatmosphäre nicht sicher auszuschließen, hat er zu ermitteln, ob deren Grenzwerte eingehalten werden.
3. Er hat das Arbeitsverfahren so zu wählen, dass keine gefährliche Gase, Dämpfe oder Schwebstoffe frei werden, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist.
4. Kann durch Maßnahmen nach Nummer 3 nicht unterbunden werden, dass gefährliche Gase, Dämpfe oder Schwebstoffe frei werden, hat er dafür zu sorgen, dass diese an ihrer Austritts- und Entstehungsstelle vollständig erfasst und anschließend ohne Gefahr für Mensch und Umwelt entsorgt werden, soweit dies nach dem Stand der Technik möglich ist.
5. Ist eine vollständige Erfassung nach Nummer 4 nicht möglich, hat er dem Stand der Technik entsprechende Lüftungsmaßnahmen zu treffen.
6. Können nach Durchführung der zuvor genannten Maßnahmen die Grenzwerte nicht eingehalten werden, hat er geeignete, individuell passende Atemschutzgeräte zur Verfügung zu stellen. Das Tragen von Atemschutz darf keine ständige Maßnahme sein.
Unter "Ständige Maßnahme" wird das betriebsmäßige Verwenden von Atemschutz verstanden, wenn durch ein Arbeitsverfahren atembare Schadstoffe freigesetzt werden und die Maßnahmen nach den Punkten 1 bis 5 nicht durchführbar sind.
Betriebsmäßige Verwendung ist die arbeitstägliche Benutzung eines Atemschutzgerätes von mehr als 30 Minuten, bei der in der Regel eine Vorsorgeuntersuchung nach dem Grundsatz G 26 "Atemschutz" für den Gerätträger erforderlich ist.
Bitte beachten Sie, daß es sich bei diesem Thema um Gefahren für Leben und Gesundheit handelt.
Deshalb verlangt der Gesetzgeber dazu eine Gefährdungsbeurteilung, -ermittlung, und -bewertung.
Die o.a. aufgeführten Punkte dienen lediglich der überschlägigen Information und schließen jegliche Haftung aus.
Ferner basieren Sie auf der BGR 190-03 von 2003. Bitte prüfen Sie ob der o.a. Artikel inzwischen eventuell veraltet ist!

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