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FILTER

(Auszüge aus BGR 190-03 Stand 2003)

Filter und Filtergeräte schützen nicht bei Sauerstoffmangel. Voraussetzung für ihre Verwendung sind mindestens 17 Vol.-% Sauerstoff in der Umgebungsatmosphäre. Bei Benutzung von CO-Filtern und bei Arbeiten in speziellen Bereichen müssen mindestens 19 Vol.-% Sauerstoff in der Umgebungsatmosphäre vorhanden sein.
Bei unbekannter Umgebungsatmosphäre dürfen Filter und Filtergeräte nicht benutzt werden. Bestehen Zweifel, ob Filtergeräte ausreichenden Schutz bieten (z.B. Art und Konzentration der Schadstoffe, Gebrauchsdauer, unzulässige Temperaturerhöhung des Filters), sind Isoliergeräte zu benutzen.

Filter werden jeweils nach ihrem Partikeldurchlassgrad bzw. Gasaufnahmevermögen in 3 Klassen unterteilt.
Ein Gasfilter schützt nicht gegen Partikel, ein Partikelfilter nicht gegen Gase.
Ist ein Schutz gegen Gase und Dämpfe (Schadgase) erforderlich, werden Gasfilter, beim Schutz gegen Partikeln werden Partikelfilter eingesetzt. Tritt beides gemeinsam auf, so ist ein Kombinationsfilter zu verwenden.


Partikelfilter

Partikelfilter werden entsprechend ihrem Abscheidevermögen für Partikeln in die folgenden Partikelfilterklassen eingeteilt:
P1 (geringes Abscheidevermögen),
P2 (mittleres Abscheidevermögen),
P3 (hohes Abscheidevermögen).
Sie sind nach DIN EN 143 durch den Kennbuchstaben P, die Partikelfilterklasse und die Kennfarbe Weiß gekennzeichnet.
Die höhere Partikelfilterklasse schließt bei gleicher Art des Atemanschlusses das Anwendungsgebiet der niedrigeren Partikelfilterklasse ein. Üblicherweise ist der Atemwiderstand und damit die Belastung des Geräteträgers für die höhere Partikelfilterklasse größer als für die niedrigere.
Partikelfilter werden gegen feste und flüssige Aerosole, z.B. Staub, Rauch, Nebel, benutzt. Partikelfilter der Klassen P2 und P3 dürfen gegen krebserzeugende Stoffe sowie luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppen 2 und 3 eingesetzt werden. Partikelfilter der Klasse P3 darüber hinaus auch gegen Partikeln radioaktiver Stoffe sowie luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3.
Hinweis: Partikelfilter älterer Bauart (ohne Erscheinungsjahr der Norm in der Kennzeich-nung) der Klasse P1 sowie die der Klassen P2 und P3 mit dem Zusatz "Nur zur Benutzung gegen feste Aerosole bestimmt", dürfen nicht gegen flüssige Aerosole benutzt werden.
Partikelfilter werden wie folgt bezeichnet: z.B. P2 EN 143:2000


Gasfilter

Gasfilter werden unterteilt in Gasfiltertypen nach ihrem Hauptanwendungsbereich und in Gasfilterklassen nach ihrer Leistung. Im Gegensatz zu den Partikelfilterklassen geben die höheren Gasfilterklassen keinen höheren Schutz als die niedrigeren Klassen im Sinne eines "niedrigeren Durchlassgrades". Unter sonst gleichen Einsatzbedingungen ist wegen der höheren Gaskapazität der höheren Gasfilterklasse die mögliche Einsatzdauer länger als die der niedrigeren Gasfilterklasse, bzw. die Filter können bei höheren Gaskonzentrationen etwa gleich lang verwendet werden.
Die Gasfiltertypen werden durch Kennbuchstaben und Kennfarben, die Gasfilterklassen durch Kennziffern nach DIN EN 141, DIN EN 371 und DIN EN 372 wie folgt bezeichnet:
z.B. Gasfilter EN 141 A2

Typen, Kennfarben, Hauptanwendungsbereiche, Klassen und höchstzulässige Gaskonzentrationen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Typ

Hauptanwendungsbereich Kennfarbe Klasse Konzentration
(Prüfgas)
P 1 Partikel (feste und flüssige Aerosole, z.B. Staub, Rauch, Nebel) weiß 1 P1 (geringes Abscheidevermögen)
P 2 Partikel (feste und flüssige Aerosole, z.B. Staub, Rauch, Nebel), sowie krebserzeugende Stoffe sowie luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppen 2 weiß 2 P2 (mittleres Abscheidevermögen)
P 3 Partikel (feste und flüssige Aerosole, z.B. Staub, Rauch, Nebel), sowie krebserzeugende Stoffe, Partikel radioaktiver Stoffe sowie luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3. weiß 3 P3 (hohes Abscheidevermögen)
A Organische Gase und Dämpfe mit
Siedepunkt > 65 °C
braun 1
2
3
1 000 ml/m³ (0,1 Vol.-%)
5 000 ml/m³ (0,5 Vol.-%)
10 000 ml/m³ (1,0 Vol.-%)
B Anorganische Gase und Dämpfe, z.B. Chlor, Hydrogensulfid (Schwefelwasserstoff) Hydrogencyanid (Blausäure)
- nicht gegen Kohlenstoffmonoxid
grau 1
2
3
1 000 ml/m³ (0,1 Vol.-%)
5 000 ml/m³ (0,5 Vol.-%)
10 000 ml/m³ (1,0 Vol.-%)
E Schwefeldioxid, Hydrogenchlorid (Chlorwasserstoff) und andere saure Gase gelb 1
2
3
1 000 ml/m³ (0,1 Vol.-%)
5 000 ml/m³ (0,5 Vol.-%)
10 000 ml/m³ (1,0 Vol.-%)
K Ammoniak und organische Ammoniak-Derivate grün 1
2
3
1 000 ml/m³ (0,1 Vol.-%)
5 000 ml/m³ (0,5 Vol.-%)
10 000 ml/m³ (1,0 Vol.-%)
AX Gase und Dämpfe von organischen Verbindungen (Siedepunkt <65 oC) der Niedrigsiedergruppen 1 und 2 braun Gr 1
Gr 1
Gr 2
Gr 2
100 ml/m³ für max. 40 min
500 ml/m³ für max. 20 min
1 000 ml/m³ für max. 60 min
5 000 ml/m³ für max. 20 min
SX wie vom Hersteller festgelegt violett - 5 000 ml/m³ (0,5 Vol.-%)
NO-P3 Nitrose Gase einschließlich Stickstoffmonoxyd
z.B. NO, NO2, NOx
blau/weiß - Herstellerangaben beachten
Hg-P3 Quecksilber (Dampf) rot/weiß - Herstellerangaben beachten
CO Kohlenmonoxyd, Kohlenstoffmonoxid schwarz - Herstellerangaben beachten
Reaktor-
filter P3
Radioaktives Jod einschließlich radioaktivem Jodmethan orange/weiß - Herstellerangaben beachten
Die in der vorstehenden Tabelle genannten Filtertypen (ausgenommen CO-Filter) sind nicht wirksam gegen bestimmte Gase, z.B. N2, CO2, CO , und die in der Tabelle für Niedrigsieder der Gruppe 4 aufgeführten Gase.
Über die in der vorstehenden Tabelle aufgeführten Filtertypen hinaus gibt es auch Mehrbereichsfilter (z.B. ABEK), die entsprechend bezeichnet sind. Solche Filter müssen die sicherheitstechnischen Anforderungen für jeden einzelnen entsprechenden Gasfiltertyp der angegebenen Gasfilterklassen erfüllen und können dementsprechend eingesetzt werden.


Spezielle Gasfilter
AX-Filter

Gase und Dämpfe organischer Verbindungen mit Siedepunkt = ~ 65 °C kurz:

Niedrigsieder

werden in vier Gruppen unterteilt:



Gruppe 1:
Niedrigsieder, gegen die Schutz durch AX-Filter erreichbar ist, höchstzulässige Gaskonzentration siehe Tabelle oben.
Acetaldehyd
2-Aminobutan
2-Amino-2-methylpropan
2-Brom-2-chlor-1,1,1-trifluorethan
Brommethan
1,3-Butadien
1-Chlor-1,1-difluorethan
Chlorfluormethan
2-Chlor-1,3-butadien
3-Chlor-1-propen
1,1 -Dichlorethen
Dichlormethan
Diethylamin
1,1-Difluorethen
Dimethylether
1,1 -Dimethylethylamin
1,2-Epoxypropan
Ethanthiol
Ethylenoxid
Iodmethan
Methanol
Monochlordimethylether
2-Propenal (Acrolein)
Propylenimin
Trichlormethan
Vinylchlorid

Gruppe 2:

Niedrigsieder, gegen die Schutz durch AX-Filter erreichbar ist, höchstzulässige Gaskonzentration siehe Tabelle oben
Aceton
Bromethan
Butan
Chlorethan
2-Chlorpropan
1,3-Cyclopentadien
Dibromdifluormethan
1,1-Dichlorethan
1,2-Dichlorethen (cis)
1,2-Dichlorethen (trans)
1,2-Dichlor-1,1,2,2-tetrafluorethan
Diethylether
Dimethoxymethan
Dimethylpropan
1,3-Epoxypropan
Ethylformiat
Glyoxal
Methylacetat
Methylbutan
Methylformiat
Methylpropan
n-Pentan
Propanal


Gruppe 3:

Niedrigsieder, gegen die Schutz mit anderen Gasfiltern (z.B. Typ B oder K) erreichbar ist.
2-Aminopropan
Carbonylchlorid (Phosgen)
Diazomethan
Dimethylamin
1,1-Dimethylhydrazin
Ethylamin
Ethyldimethylamin (N,N-Dimethylethylamin)
Ethylenimin
Ethylquecksilberchlorid
Formaldehyd
Kohlendisulfid
Methanthiol
Methylamin
Methylisocyanat
Oxalsäuredinitril (Dicyan)


Gruppe 4:

Niedrigsieder, die an Gasfilter nicht oder nicht ausreichend zu binden sind.

Niedrigsieder, deren Grenzwert höher liegt als die jeweilige höchstzulässige Einsatzkonzentration der Tabelle oben, sind in die nachfolgenden Tabellen mit aufgenommen worden. Das bedeutet jedoch in der Regel nicht, dass Atemschutz gegen diese Stoffe bereits unterhalb der Konzentration ihrer Grenzwerte anzuwenden ist.

Bromtrifluormethan
1,1-Difluorethen
Chlordifluormethan
Keten
Chlormethan
Methylacetylen
Chlortrifluormethan
Propan
Dichlordifluormethan
Trichlorfluormethan
Dichlorfluormethan
1,1,2-Trichlor-1,2,2-trifluorethan

SX-Filter

SX-Filter nach DIN EN 372 - Kennfarbe violett - dürfen nur gegen Gase eingesetzt werden, mit deren Namen sie gekennzeichnet sind.

Spezialfilter

Spezialfilter sind NO-P3- und Hg-P3-Filter nach DIN EN 141, CO- und Reaktor-Filter nach DIN 31 81-3. Sie werden meistens mit Partikelfiltern der Filterklasse P3 als Kombinationsfilter verwendet.

Kombinationsfilter

Kombinationsfilter sind Filter zum Schutz vor Gasen, Dämpfen und Partikeln. Sie bestehen aus einem Gasfilterteil und einem vorgeschalteten Partikelfilterteil.
Kombinationsfilter sind als Partikelfilter und als Gasfilter gekennzeichnet. Beispiel: A2B2P3.
Dies gilt analog für filtrierende Halbmasken; Beispiel: FFA1P2.
Die Spezialfilter NO-P3 und Hg-P3 sind immer Kombinationsfilter.

Bitte beachten Sie, daß es sich bei diesem Thema um Gefahren für Leben und Gesundheit handelt.
Deshalb verlangt der Gesetzgeber dazu eine Gefährdungsbeurteilung, -ermittlung, und -bewertung.
Die o.a. aufgeführten Punkte dienen lediglich der überschlägigen Information und schließen jegliche Haftung aus.
Ferner basieren Sie auf der BGR 190-03 von 2003. Bitte prüfen Sie ob der o.a. Artikel inzwischen eventuell veraltet ist!

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