Keilriemen gehören zu den effektivsten, unkompliziertesten und preiswertesten Antriebselementen. Ihr größter
Vorteil gegenüber den Flachriemen ist die weitaus größere Auflagefläche bedingt durch die
Keilform und dadurch auch die größere Reibung und logischerweise höhere Kraftübertragung.
Durch die geringeren Vorspannkräfte sind auch die Belastungen für die Lager des Antriebs wesentlich geringer.

Bedingt durch die stetige Weiterentwicklung entstanden auch im Laufe der Zeit verschiedene Bauformen des Keilriemen
nebeneinander:
Klassische Keilriemen DIN 2215 / ISO 4184:
Hergestellt aus einem Gummiprofil mit Zugsträngen und ummantelt (umwickelt) mit Gewebe.

Man findet ihn noch in älteren Antrieben und Antrieben, an die sehr geringe Anforderungen gestellt werden.
Am gängigsten sind folgende Profile: 5, 6, 8, 10, 13, 17, 20, 22, 25, 32, 40
Die Bezeichnung z.B: 17 x 2000 Li bedeutet b = 17 mm und Riemeninnenlänge = 2000 mm.
Schmalkeilriemen DIN 7753 Teil 1 /ISO 4184:
Das Profil hat eine günstigeres Höhen/Breitenverhältnis, sodaß dieser Riemen mehr Kraft übertragen
kann. Er ist momentan noch sehr weit verbreitet, wird aber suczessive vom gezahnten, flankenoffenen Keilriemen
abgelöst.
Am gängigsten sind die Profile: SPZ, SPA, SPB, SPC
Die Bezeichnung z.B: SPAx982 Lw 12,5x1000La bedeutet b = 12,7 mm Außenlänge = 1000 mm
Lw kennzeichnet eine fiktive Länge, nämlich die sogenannte Wirklänge.
Hochleistungs-Schmalkeilriemen - flankenoffen, formgezahnt - DIN 7753 Teil 1
Er wird nach der Vulkanisation aus dem Wickel geschnitten. Dadurch hat er an den Flanken kein Gewebe. Durch
den Wegfall des Gewebes an den Flanken und der Formzahnung ist er auch sehr viel biegsamer und dadurch auch auf
kleineren Scheiben nutzbar.

Dieser Riemen wird über die Zeit die anderen Typen verdrängen.
Am gängigsten sind die Profile: XPZ, XPA, XPB, XPC
Bei Antrieben mit mehreren Riemen müssen die Riemen immer als ganzer Satz gewechselt werden. Neue Keilriemen
sind durch verbesserte Herstellungsmethoden normalerweise satzkonstant.
Keilrippenriemen sind wie mehrere Keilriemen, die eine durchgehende Deckplatte haben. Diese werden heute ersatzweise
zu mehreren Keilriemen verwendet, da diese Riemen ruhiger und stabiler laufen.
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